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21.10.2019

Präsentation Flughafen Wien 18.10.19. Günther Ofner präsentierte am zweiten Tag der diesjährigen Gewinn-Messe, am 18.10.19, das Unternehmen, dessen Vorstandsdirektor er ist. Im ersten Halbjahr 2019 habe es sehr kräftiges Wachstum gegeben, um 23% in Wien. Früher sei der Flughafen ein relativ stark verschuldetes Unternehmen gewesen, zuletzt habe man nur noch 190 Mio. Euro Schulden gehabt. Aber wir kämen nun in einen neuen Investitionszyklus. Die Lärmgebühren würden wir erhöhen, ältere laute Flugzeuge würden mehr zahlen müssen. Vor wenigen Tagen habe man die fünfte Photovoltaikanlage in Betrieb genommen.

Der Flugverkehr werde zu Unrecht als CO2-Schuldiger geprügelt, dabei habe er weltweit einen Anteil von 2,7% am CO2-Ausstoß, in Österreich seien es gar nur 0,16%. Ab 2020 dürfe der Flugverkehr nur mehr CO2-neutral wachsen. Die Airport City werde zum Innovation Hub. Wir würden Coworking Space in jeder Größe anbieten, den man 1 Stunde, 1 Woche, 1 Jahr oder auch 10 Jahre mieten könne. Man habe derzeit 2,2% Leerstandsquote, das sei verdammt wenig. Das Gesundheitszentrum habe bereits mehr als 1.000 Mitglieder eingeworben. Das Pharmahandling sei auch gut angelaufen. Wir möchten nach München der zweite 5-Sterne-Flughafen werden. Der Kurs der Aktie vom Flughafen Malta sei von 1 Euro auf mittlerweile 7,50 Euro gestiegen. Anm: ISIN MT0000250101, Malta Stock Exchange. Der neue IR-Leiter sei vorher 10 Jahre bei der Lufthansa-IR gewesen. Es schmerze uns, dass die Kollegin uns verlassen habe. Berthold Berger fragte, wie der Flughafen Wien von derzeit 100 Hektar auf die benötigten 500 Hektar kommen wolle, es sei ein schwieriges Unterfangen, so eine große Fläche zu akquirieren. Ofner antwortete: "Eine der Besonderheiten dieses Jobs ist, dass es vor allem Schwierigkeiten gibt." Die Frage eines anderen Herrn betraf die 3. Piste. Ofner meinte, man gehe davon aus, dass das Passagierwachstum weitergehen wird. Man könne nicht ausschließen, dass 2025 das Limit erreicht wird. Selbst wenn alles optimal laufe, werde die 3. Piste nicht vor 2030 fertig sein. Die Bundesstraße müsse verlegt werden, 20 Windräder stünden im Weg, Stromleitung, Gasleitung und viele andere Hindernisse. Zwei Drittel des Umsatzes komme aus der Aviation, ein Drittel aus Non-Aviation, aber zwei Drittel des Nettogewinnes kämen aus Non-Aviation. Man wolle Immobilien und Retail noch mehr ausbauen, um es verkraften zu können, wenn die Passagieranzahl um 10% einbreche.

Jemand fragte, wie weit Bratislava den Flughafen Wien entlasten könne. Ofner erzählte die Historie: Wir hätten Bratislava schon gekauft gehabt, doch sei der Kaufvertrag von der neuen slowakischen Regierung aufgehoben worden. Man sei beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, weil die Slowakei das Schiedsgerichtsurteil nicht anerkenne, die Zinsen seien noch immer nicht bezahlt. Der Kaufpreis seien 300 Mio. Euro inkl. Investitionen gewesen, Bratislava hätte nach Aufhebung des Kaufvertrags einen Passagierverlust von 2,5 Mio. auf 1,5 Mio hinnehmen müssen, später sei die Passagieranzahl auf 2 Mio. gestiegen. Das sei eine "nicht gescheite" politische Entscheidung gewesen. Es stelle sich die Frage Bratislava nicht, da alle Versuche versandet seien. Gescheiter wäre, aus dem Flughafen Bratislava eine Immobilie zu machen, denn die Grundstückspreise seien exorbitant gestiegen und noch viel höher als in Wien. Das Flugaufkommen solle man hier bei uns konzentrieren. Die Spange Götzendorf sei leider abgesagt worden, nun sei eine neue Trasse nahe der A4 in Planung. Eine schnelle Bahn-Hochleistungsverbindung sei nötig, um vom Flughafen nach Bratislava und umgekehrt in jeweils 20 Minuten gelangen zu können. Früher seien 50% im Privat-Pkw zum Flughafen gekommen, heute seien es nur noch 30%.

Bei der IR erfuhr ich nach Ofners Präsentation, dass das Gesundheitszentrum ein privates Wahlarztzentrum sei, lauter Spezialisten, die Kosten lägen bei ungefähr der Hälfte der normalen Wahlarztkosten, die Abrechnung mit den Krankenkassen mache auch gleich der Arzt. Man bekomme schnell einen Termin. Eine Jahresgebühr falle an.
Flughafen Wien ( Akt. Indikation:  35,90 /36,15, 0,21%)

(Der Input von Günter Luntsch für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 21.10.)




Flughafen Wien
Akt. Indikation:  25.10 / 25.40
Uhrzeit:  12:37:17
Veränderung zu letztem SK:  1.81%
Letzter SK:  24.80 ( -0.80%)



 

Bildnachweis

1. Flughafen Wien, Besucher, Credit: Flughafen Wien , (© Aussender)   >> Öffnen auf photaq.com

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    Günther Ofner: Flugverkehr zu Unrecht als CO2-Schuldiger geprügelt (Günter Luntsch)


    21.10.2019

    Präsentation Flughafen Wien 18.10.19. Günther Ofner präsentierte am zweiten Tag der diesjährigen Gewinn-Messe, am 18.10.19, das Unternehmen, dessen Vorstandsdirektor er ist. Im ersten Halbjahr 2019 habe es sehr kräftiges Wachstum gegeben, um 23% in Wien. Früher sei der Flughafen ein relativ stark verschuldetes Unternehmen gewesen, zuletzt habe man nur noch 190 Mio. Euro Schulden gehabt. Aber wir kämen nun in einen neuen Investitionszyklus. Die Lärmgebühren würden wir erhöhen, ältere laute Flugzeuge würden mehr zahlen müssen. Vor wenigen Tagen habe man die fünfte Photovoltaikanlage in Betrieb genommen.

    Der Flugverkehr werde zu Unrecht als CO2-Schuldiger geprügelt, dabei habe er weltweit einen Anteil von 2,7% am CO2-Ausstoß, in Österreich seien es gar nur 0,16%. Ab 2020 dürfe der Flugverkehr nur mehr CO2-neutral wachsen. Die Airport City werde zum Innovation Hub. Wir würden Coworking Space in jeder Größe anbieten, den man 1 Stunde, 1 Woche, 1 Jahr oder auch 10 Jahre mieten könne. Man habe derzeit 2,2% Leerstandsquote, das sei verdammt wenig. Das Gesundheitszentrum habe bereits mehr als 1.000 Mitglieder eingeworben. Das Pharmahandling sei auch gut angelaufen. Wir möchten nach München der zweite 5-Sterne-Flughafen werden. Der Kurs der Aktie vom Flughafen Malta sei von 1 Euro auf mittlerweile 7,50 Euro gestiegen. Anm: ISIN MT0000250101, Malta Stock Exchange. Der neue IR-Leiter sei vorher 10 Jahre bei der Lufthansa-IR gewesen. Es schmerze uns, dass die Kollegin uns verlassen habe. Berthold Berger fragte, wie der Flughafen Wien von derzeit 100 Hektar auf die benötigten 500 Hektar kommen wolle, es sei ein schwieriges Unterfangen, so eine große Fläche zu akquirieren. Ofner antwortete: "Eine der Besonderheiten dieses Jobs ist, dass es vor allem Schwierigkeiten gibt." Die Frage eines anderen Herrn betraf die 3. Piste. Ofner meinte, man gehe davon aus, dass das Passagierwachstum weitergehen wird. Man könne nicht ausschließen, dass 2025 das Limit erreicht wird. Selbst wenn alles optimal laufe, werde die 3. Piste nicht vor 2030 fertig sein. Die Bundesstraße müsse verlegt werden, 20 Windräder stünden im Weg, Stromleitung, Gasleitung und viele andere Hindernisse. Zwei Drittel des Umsatzes komme aus der Aviation, ein Drittel aus Non-Aviation, aber zwei Drittel des Nettogewinnes kämen aus Non-Aviation. Man wolle Immobilien und Retail noch mehr ausbauen, um es verkraften zu können, wenn die Passagieranzahl um 10% einbreche.

    Jemand fragte, wie weit Bratislava den Flughafen Wien entlasten könne. Ofner erzählte die Historie: Wir hätten Bratislava schon gekauft gehabt, doch sei der Kaufvertrag von der neuen slowakischen Regierung aufgehoben worden. Man sei beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, weil die Slowakei das Schiedsgerichtsurteil nicht anerkenne, die Zinsen seien noch immer nicht bezahlt. Der Kaufpreis seien 300 Mio. Euro inkl. Investitionen gewesen, Bratislava hätte nach Aufhebung des Kaufvertrags einen Passagierverlust von 2,5 Mio. auf 1,5 Mio hinnehmen müssen, später sei die Passagieranzahl auf 2 Mio. gestiegen. Das sei eine "nicht gescheite" politische Entscheidung gewesen. Es stelle sich die Frage Bratislava nicht, da alle Versuche versandet seien. Gescheiter wäre, aus dem Flughafen Bratislava eine Immobilie zu machen, denn die Grundstückspreise seien exorbitant gestiegen und noch viel höher als in Wien. Das Flugaufkommen solle man hier bei uns konzentrieren. Die Spange Götzendorf sei leider abgesagt worden, nun sei eine neue Trasse nahe der A4 in Planung. Eine schnelle Bahn-Hochleistungsverbindung sei nötig, um vom Flughafen nach Bratislava und umgekehrt in jeweils 20 Minuten gelangen zu können. Früher seien 50% im Privat-Pkw zum Flughafen gekommen, heute seien es nur noch 30%.

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