07.10.2019, 3690 Zeichen
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Strafzins größter Volksbank könnte andere Banken folgen lassen Handelsblatt: Deutsche Rüstungsexporte steuern auf Rekordmarke zu
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BAYN - Der für Mitte Oktober geplante Prozess gegen Bayer um die Gesundheitsgefahren des Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat wird verschoben. Das bestätigte der Chef-Verhandler im Mediationsverfahren zwischen Bayer und den Klägeranwälten, Kenneth Feinberg, dem Handelsblatt. "Nach Vereinbarung beider Seiten wird der Prozess auf ein Datum Anfang 2020 vertagt werden." Bisher war die Verhandlung ab dem 15. Oktober vor einem Gericht in St. Louis/US-Bundesstaat Missouri geplant. Die Vertagung eines weiteren Prozesses wird als Beleg gewertet, dass Bayer und die Anwälte der Kläger auf einen außergerichtlichen Vergleich zusteuern und dabei vorankommen. Dieser Vergleich soll in dem Mediationsverfahren unter Leitung Feinbergs ausgehandelt werden. Zum Stand wollte sich Feinberg nicht konkret äußern. "Die globalen Vergleichsverhandlungen laufen weiter", sagte er. In Kreisen der beteiligten Parteien hieß es, ein Termin für eine Einigung stehe nicht fest, es könnte jedoch schon Ende Oktober Neuigkeiten geben. Außerdem hieß es, die Zahl der anhängigen Klagen wegen Roundup dürfte mittlerweile bei deutlich mehr als 20.000 liegen. Bayer hatte zuletzt mit Stand 11. Juli von 18.400 Klagen berichtet. (Handelsblatt S. 16)
RWE - "Natürlich besorgt mich der Klimawandel", sagte RWE-Chef Rolf Martin Schmitz in einem Interview. Große Chancen sieht er in Nordamerika: "Dort gibt es riesige Flächen, verbunden mit Steuervorteilen. Das ist attraktiv. In Europa machen wir viel Windenergie auf hoher See und auch zunehmend in Osteuropa. Nach Asien werden wir uns vorsichtig vortasten." (SZ S. 18)
CONDOR - Die Fluglinie Condor ist wegen ihrer Preispolitik in die Kritik geraten. Die Tochter des insolventen Reisekonzerns Thomas Cook hatte einen Staatskredit zum Überleben erhalten und bietet nun Flüge zu sehr niedrigen Preisen an. "Eine Wettbewerbsverzerrung mit Staatsknete und eine Quersubventionierung von Billigtickets sind inakzeptabel", sagt der Vizechef der FDP-Bundestagsfraktion, Michael Theurer. (SZ S. 17)
TUI - Tui-Chef Friedrich Joussen will nach dem Scheitern des Rivalen Thomas Cook nicht tatenlos zuschauen, wie der Markt neu verteilt wird. Nach Informationen des Handelsblatts kann sich Joussen vorstellen, der Airline-Tochter Tuifly die notwendigen Mittel für den Aufbau einer eigenen touristischen Langstrecke zur Verfügung zu stellen. Das geht aus einer internen Information der Arbeitnehmervertreter im Tuifly- Aufsichtsrat hervor, die dem Handelsblatt vorliegt. "Wir möchten Euch erfreut darüber berichten, dass der Tui-Konzern unserer Tuifly eine Expansion ermöglichen und finanzieren möchte", heißt es in dem Schreiben. Und weiter: "Dies beinhaltet auch einen umfangreichen Markteintritt im Langstreckenverkehr mit modernen Flugzeugen Boeing 787." (Handelsblatt S. 18)
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