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RBI mit geringerem Konzernergebnis

08.08.2019

Die Raiffeisen Bank International (RBI) erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2019 ein Konzernergebnis in Höhe von 571 Mio. Euro (-24,4 Prozent).  "Das sehr gute Ergebnis des Jahres 2018, das von außergewöhnlich hohen Nettoauflösungen bei den Risikovorsorgen geprägt war, konnte erwartungsgemäß zwar nicht erreicht werden, dennoch setzte die RBI ihre positive Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2019 fort", heißt es im Halbjahresbericht. In der Berichtsperiode sei es zu modera- ten Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 12 Mio. Euro gekommen, während die RBI im Vorjahr von der Auflösung von Wertminderungen und von Gewinnen aus dem Verkauf notleidender Kredite stark profitiert hatte. Per Saldo sei es dadurch in der Vergleichsperiode zu einer Nettoauflösung von Kreditrisikovorsorgen von 83 Mio. Euro gekommen. Das Handelsergebnis fiel auf minus 79 Mio. Euro – überwiegend verursacht durch die erwähnten Bewertungsergebnisse aus Derivaten sowie zinsbedingte Bewertungsveränderungen aus emittierten Zertifikaten. Diese Bewertungseffekte würden sich über die Laufzeit des Portfolios neutralisieren, wie es heißt.

Vorstandsvorsitzender Johann Strobl: „Im ersten Halbjahr konnten wir bei den Kundenkrediten einen Zuwachs von 9 Prozent verzeichnen, und zwar vor allem in Österreich, Russland und Zentraleuropa. Zins- und Provisionsüberschuss entwickelten sich trotz des Niedrigzinsumfelds sehr erfreulich, und die Risikokosten blieben auf sehr niedrigem Niveau“.

Insgesamt stieg der Zinsüberschuss geringfügig um 2 Mio. Euro auf 1.664 Mio. Euro. Die Nettozinsspanne verringerte sich um 7 Basispunkte auf 2,42 Prozent, hervorgerufen vor allem durch Wachstum im niedrigmargigen Geschäft in der Konzernzentrale und die Margenentwicklung in Russland und Belarus. Die Cost/Income Ratio stieg um 4,8 Prozentpunkte auf 60,7 Prozent.

Die NPE Ratio ging seit Jahresbeginn um 0,3 Prozentpunkte auf 2,3 Prozent zurück. Die NPE Coverage Ratio verbesserte sich um 0,7 Prozentpunkte auf 59,0 Prozent. Die Common Equity Tier 1 Ratio (fully loaded) lag bei 13,8 Prozent, die Tier 1 Ratio (fully loaded) bei 15,3 Prozent (jeweils plus 0,4 Prozentpunkte) und die Eigenmittelquote (fully loaded) bei 17,8 Prozent (minus 0,3 Prozentpunkte).

Die RBI geht für die nächsten Jahre von einem durchschnittlichen Kreditwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich aus. Für 2019 erwartet sie eine Neubildungsquote von unter 45 Basispunkten. Die NPE Ratio soll weiter sinken. Des weiteren strebt das Institut für 2021 eine Cost/Income Ratio von etwa 55 Prozent an und peilt in den nächsten Jahren einen Konzern-Return-on-Equity von etwa 11 Prozent an. Mittelfristig will die RBI eine CET1 Ratio von rund 13 Prozent beibehalten. Basierend auf dieser Zielquote beabsichtigt sie Dividendenausschüttungen in Höhe von 20 bis 50 Prozent des Konzernergebnisses.




 

Bildnachweis

1. RBI, Raiffeisen Bank International, Credit: BSN , (© Aussender)   >> Öffnen auf photaq.com

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RBI, Raiffeisen Bank International, Credit: BSN, (© Aussender)


Autor
Christine Petzwinkler
Börse Social Network/Magazine


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    RBI mit geringerem Konzernergebnis


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    Die Raiffeisen Bank International (RBI) erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2019 ein Konzernergebnis in Höhe von 571 Mio. Euro (-24,4 Prozent).  "Das sehr gute Ergebnis des Jahres 2018, das von außergewöhnlich hohen Nettoauflösungen bei den Risikovorsorgen geprägt war, konnte erwartungsgemäß zwar nicht erreicht werden, dennoch setzte die RBI ihre positive Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2019 fort", heißt es im Halbjahresbericht. In der Berichtsperiode sei es zu modera- ten Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 12 Mio. Euro gekommen, während die RBI im Vorjahr von der Auflösung von Wertminderungen und von Gewinnen aus dem Verkauf notleidender Kredite stark profitiert hatte. Per Saldo sei es dadurch in der Vergleichsperiode zu einer Nettoauflösung von Kreditrisikovorsorgen von 83 Mio. Euro gekommen. Das Handelsergebnis fiel auf minus 79 Mio. Euro – überwiegend verursacht durch die erwähnten Bewertungsergebnisse aus Derivaten sowie zinsbedingte Bewertungsveränderungen aus emittierten Zertifikaten. Diese Bewertungseffekte würden sich über die Laufzeit des Portfolios neutralisieren, wie es heißt.

    Vorstandsvorsitzender Johann Strobl: „Im ersten Halbjahr konnten wir bei den Kundenkrediten einen Zuwachs von 9 Prozent verzeichnen, und zwar vor allem in Österreich, Russland und Zentraleuropa. Zins- und Provisionsüberschuss entwickelten sich trotz des Niedrigzinsumfelds sehr erfreulich, und die Risikokosten blieben auf sehr niedrigem Niveau“.

    Insgesamt stieg der Zinsüberschuss geringfügig um 2 Mio. Euro auf 1.664 Mio. Euro. Die Nettozinsspanne verringerte sich um 7 Basispunkte auf 2,42 Prozent, hervorgerufen vor allem durch Wachstum im niedrigmargigen Geschäft in der Konzernzentrale und die Margenentwicklung in Russland und Belarus. Die Cost/Income Ratio stieg um 4,8 Prozentpunkte auf 60,7 Prozent.

    Die NPE Ratio ging seit Jahresbeginn um 0,3 Prozentpunkte auf 2,3 Prozent zurück. Die NPE Coverage Ratio verbesserte sich um 0,7 Prozentpunkte auf 59,0 Prozent. Die Common Equity Tier 1 Ratio (fully loaded) lag bei 13,8 Prozent, die Tier 1 Ratio (fully loaded) bei 15,3 Prozent (jeweils plus 0,4 Prozentpunkte) und die Eigenmittelquote (fully loaded) bei 17,8 Prozent (minus 0,3 Prozentpunkte).

    Die RBI geht für die nächsten Jahre von einem durchschnittlichen Kreditwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich aus. Für 2019 erwartet sie eine Neubildungsquote von unter 45 Basispunkten. Die NPE Ratio soll weiter sinken. Des weiteren strebt das Institut für 2021 eine Cost/Income Ratio von etwa 55 Prozent an und peilt in den nächsten Jahren einen Konzern-Return-on-Equity von etwa 11 Prozent an. Mittelfristig will die RBI eine CET1 Ratio von rund 13 Prozent beibehalten. Basierend auf dieser Zielquote beabsichtigt sie Dividendenausschüttungen in Höhe von 20 bis 50 Prozent des Konzernergebnisses.




     

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