11.07.2019, 2395 Zeichen
Der Frucht-, Stärke- und Zuckerkonzern Agrana hat ein 1. Quartal, das von der erwarteten anhaltend negativen Ergebnisentwicklung im Segment Zucker geprägt war, hinter sich. Die Umsatzerlöse der Gruppe lagen im 1. Quartal 2019|20 mit 638,4 Mio. Euro um 1,3 Prozent über dem Vorjahr, wobei der leichte Umsatzanstieg auf die positive Erlösentwicklung im Segment Stärke zurückzuführen war, so das Unternehmen. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) betrug im ersten Quartal 2019|20 30,9 Mio. Euro und lag damit um 16,5 % unter dem Vorjahr. Nach einem Steueraufwand in Höhe von 8,8 Mio. Euro, einer Steuerquote von rund 32,5 % (Vorjahr: 22,6 %) entsprechend, erreichte dasKonzernergebnis 18,3 Mio. Euro (Vorjahr: 25,3 Mio. €). Das den Aktionären der Agrana zurechenbare Ergebnis je Aktie sank auf 0,27 Euro (Vorjahr: 0,372 Euro).
Agrana-CEO Johann Marihart: „Obwohl die etwas geringeren EU- Zuckerproduktionsmengen nach der Rübenverarbeitungskampagne 2018 und reduzierte Anbauflächen 2019 zu einer ersten leichten Zuckerpreiserholung beigetragen haben, ist das Ergebnis des Segmentes Zucker auch unter diesen Gegebenheiten noch negativ. Eine erfreuliche Entwicklung hingegen nahmen das Fruchtsaftkonzentratgeschäft sowie das Segment Stärke dank eines gegenüber Vorjahr gestiegenen Ethanolpreisniveaus. Insgesamt liegt das Segment Frucht aber aufgrund rohstoffbedingter Einmalkosten im Fruchtzubereitungsgeschäft unter dem Vorjahresquartal. Für das volle Geschäftsjahr gehen wir nach wie vor von einer deutlichen Konzern-EBIT-Steigerung aus.“
Die ersten drei Monate verliefen laut CEO Marihart im Wesentlichen nach Plan, sodass das Unternehmen auch den Finanzausblick für das Geschäftsjahr 2019|20 bestätigen kann. Demnach wird für das Geschäftsjahr 2019|20 trotz der weiterhin großen Herausforderungen im Segment Zucker ein deutlicher Anstieg beim Konzern-EBIT erwartet. Beim Konzernumsatz wird von einem moderaten Anstieg ausgegangen. Das Investitionsvolumen des Konzerns beträgt im Geschäftsjahr 2019|20 143 Mio. Euro und wird deutlich über dem Abschreibungsniveau von rund 108 Mio. Euro liegen. Hauptprojekte sind neben der Errichtung neuer Produktionslinien in Asien und Australien der Ausbau der Weizenstärkefabrik in Pischelsdorf bei Tulln. Die dortige Verdoppelung der Weizenstärkekapazitäten verläuft planmäßig, die Inbetriebnahme der Fabrikserweiterung erfolgt Ende 2019, so das Unternehmen.
Börsepeople im Podcast S23/23: Eva Naux
1.
Agrana, Fabrik, Pischelsdorf; Bild: Agrana
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