02.05.2019, 3156 Zeichen
Der internationale Technologiekonzern Andritz hat Zahlen für das 1. Quartal 2019 präsentiert. Der Umsatz ist gestiegen, EBIT und Gewinn sind allerdings rückläufig. Der Umsatz lag mit 1.489,2 Mio. Euro um 15,4% über dem Vorjahresvergleichsquartal. Bis auf Hydro konnten alle Geschäftsbereiche den Umsatz im Jahresvergleich – zum Teil deutlich – steigern, wie das Unternehmen betont. Im Gleichschritt mit dem Umsatz stieg auch das EBITA und erreichte 82,8 Mio. Euro (+15,5%). Damit einhergehend betrug die Rentabilität der Gruppe (EBITA-Marge) unverändert 5,6% (Q1 2018: 5,6%). Während der Geschäftsbereich Pulp & Paper Ergebnis und Rentabilität im Jahresvergleich deutlich steigern konnte, habe sich das EBITA im Bereich Metals deutlich reduziert. Hauptgrund dafür seien zum einen die Abarbeitung margenschwacher Projekte sowie eine Unterauslastung im Bereich Metals Forming gewesen, so das Unternehmen. Das EBIT reduzierte sich im Jahresvergleich von 64,4 Mio. Euro auf 52,9 Mio. Euro – im Wesentlichen durch die gestiegenen Abschreibungen von immateriellen Vermögensgegenständen (einschließlich einer Wertminderung für Firmenwerte von 4,5 Mio. Euro). Das Konzernergebnis (nach Abzug von nicht beherrschenden Anteilen) verringerte sich auf 33,6 Mio. Euro (Q1 2018: 44,0 Mio. Euro).
Der Auftragseingang betrug knapp 1,7 Milliarden Euro und lag damit um rund 8% über dem Vorjahresvergleichsquartal. Hauptverantwortlich für den Anstieg ist der Geschäftsbereich Pulp & Paper, der den Auftragseingang im Jahresvergleich um über 75% steigern konnte. Rückläufig waren die Auftragseingänge in den Bereichen Hydro sowie Metals, die beide mit anhaltend schwierigen Marktbedingungen konfrontiert waren. Der Auftragsstand per 31. März 2019 betrug 7.260,9 Mio. Euro und ist damit gegenüber ultimo 2018 (31. Dezember 2018: 7.084,3 Mio. Euro) weiter angestiegen.
Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet die Gruppe aus heutiger Sicht unverändert einen deutlichen Anstieg des Umsatzes gegenüber dem Vorjahr. Hauptgründe dafür seien die anhaltend gute Auftragsentwicklung und der damit verbundene hohe Auftragsstand per ultimo März 2019 sowie auch die Umsatzbeiträge der 2018 erworbenen Unternehmen. Hinsichtlich der Rentabilität erwartet Andritz aus heutiger Sicht nunmehr nur eine gegenüber dem Vorjahr weitgehend unveränderte operative EBITA-Marge (EBITA-Marge 2018 vor a.o. Sondereffekten: 6,9%). Der Grund dafür sind nicht eingetretene Verbesserungen im Bereich Metals Forming sowie eine gegenüber dem außerordentlich hohen Vorjahresvergleichswert geringfügig niedrigere Rentabilität im Bereich Pulp & Paper.
CEO Wolfgang Leitner: „Die Geschäftsentwicklung im ersten Quartal war zufriedenstellend und lag im Großen und Ganzen im Rahmen unserer Erwartungen. Da wir auch mittelfristig von einer anhaltenden Schwäche am weltweiten Automobilmarkt ausgehen, werden wir in den kommenden Wochen die Notwendigkeit von möglichen Restrukturierungsmaßnahmen im Bereich Metals Forming umfassend evaluieren. Ziel ist es, die Kapazitäten und Kostenstrukturen an die schwierigen Marktbedingungen nachhaltig anzupassen und damit die Wettbewerbsfähigkeit unserer Produkte am Markt sicherzustellen.“
Wiener Börse Party #1110: ATX mehr als 2 Prozent tiefer, Verbund gesucht, Andritz vielversprechend und Gabler statt Babler
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Andritz, Schneckenpresse, Credit: Andritz
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