02.04.2019, 3759 Zeichen
Die BKS Bank hat 2018 einen Jahresüberschuss von 77,4 Mio. Euro erzielt, das ist ein Plus von fast 14 Prozent. Das Jahr 2018 sei noch von einer guten Konjunktur geprägt gewesen, erklärte Vorstands-Chefin Herta Stockbauer bei der Bilanzpressekonferenz. Dies zeige sich beim Kreditwachstum. „In Österreich und in unseren Auslandsmärkten haben wir ein beachtliches Neugeschäftsvolumen von 1,8 Mrd. Euro vergeben. Am stärksten legten die neu vergebenen Kredite in unserer Wachstumsregion Wien-Niederösterreich-Burgenland zu. Dort vergaben wir rund 430 Mio. Euro an Neukrediten. Erfreulich war auch die Entwicklung am Kärntner Stammmarkt, wo wir knapp ein Viertel des Neugeschäftsvolumens, nämlich 414,3 Mio. Euro, vergeben haben“, berichtet Stockbauer. In Kärnten habe sich die Situation merklich verbessert. "Die Groß-Investition von Infineon macht auch anderen Unternehmen Mut", so Stockbauer, die auch heuer mit einem Kreditwachstum rechnet, allerdings aufgrund der abkühlenden Konjunktur in geringerem Ausmaß.
Ein Treiber im Jahr 2019 soll das Wertpapiergeschäft sein. Im März 2019 wurden 25.000 Kunden der Alta Invest in Slowenien übernommen, im Vorjahr bereits 8.000 Kunden der Brokergesellschaft GBD. "Wir sehen hier gutes Cross-Selling-Potenzial", erklärt der für das Auslandsgeschäft zuständige Vorstand Alexander Novak. Der Kundenstock an Wertpapier-Kunden besteht laut Novak aus Day-Tradern genauso wie auch aus Kunden, die eher weniger traden bzw. sowohl auch aus Firmenkunden. Der höchste Jahresüberschuss in den Auslandsmärkten wurde 2018 in Slowenien erzielt, nämlich 6,4 Mio. Euro, in Kroatien, wo man sich vor allem dem Firmenkundengeschäft widment, waren es 2018 4,3 Mio. Euro und in der Slowakei hat man den Break-Even geschafft. Neue Fililalen will die BKS am ehesten in den Auslandsmärkten bzw. die eine oder andere auch im Großraum Wien eröffnen.
Aktuelle Themen sind in der BKS vor allem Digitalisierung, Modernisierung und Nachhaltigkeit „2019 stehen umfangreiche Investitionen in das Filialnetz, in die Digitalisierung und in den Immobilienbereich auf der Tagesordnung. Mit 35,0 Mio. Euro steht für die nächsten Jahre ein Rekordinvestitionsprogramm zur Umsetzung an“, so Stockbauer, die demnächst eine digitale Lösung für die Wohnbaufinanzierung präsentieren wird.
Konzernweit sehr zufriedenstellend sei auch die Entwicklung der Risikovorsorge gewesen. Die Risikovorsorge zu Kundenforderungen belief sich auf nur 107,9 Mio. Euro. „Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahreswert ist zum einen auf die gute Konjunktur zurückzuführen, zum anderen zeigten unsere konsequenten Bemühungen zur Verbesserung der Portfoliostruktur Wirkung“, so BKS Bank-Vorstandsmitglied Dieter Kraßnitzer. Die gleichen Gründe führten auch zu einer deutlich geringeren Quote der Nonperforming Loans, die zum 31. Dezember 2018 2,5 % betrug.
Für ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten wurde die BKS Bank im Berichtsjahr mehrfach ausgezeichnet. „Besonders freuen wir uns, dass wir beim Rating unserer Nachhaltigkeitsaktivitäten durch ISS-oekom wieder als „Prime“ geratet wurden. Dies bedeutet, dass wir in Sachen CSR zu den besten Banken weltweit zählen“, freut sich Herta Stockbauer. Auch in Österreich zählt die Bank zu den Nachhaltigkeits-Branchenleadern. Ein Fokus der Nachhaltigkeitsstrategie der BKS Bank liegt auf dem Umwelt- und Klimaschutz. Dazu ist die BKS Bank eine Kooperation mit dem WWF Österreich eingegangen. Im Zentrum der gemeinsamen Zusammenarbeit steht die Dekarbonisierung. Über eine Laufzeit von drei Jahren werden gemeinsam verbindliche Zielsetzungen und eine Dekarbonisierungs- Strategie erarbeitet, um ein nachhaltiges Kreditportfolio zu schaffen. Die Zielsetzungen basieren auf einer 1,5 Grad-Ausrichtung für die Erreichung des Pariser Klimaschutzabkommens.
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