21.02.2019, 4522 Zeichen
Der Versicherungskonzern Uniqa hat vorläufige Zahlen für das Jahr 2018 präsentiert. CEO Andreas Brandstetter fasst zusammen: „2018 war in mehrfacher Hinsicht ein solides Jahr für uns. Wir haben in unseren 18 Ländern neue Kunden gewonnen und sind gewachsen. Wir haben die Combined Ratio, auch wegen verhältnismäßig geringer Unwetterschäden, weiter auf 96,8 Prozent verbessert und konnten das Konzernergebnis um mehr als 70 Millionen Euro auf 243 Millionen Euro steigern. Basierend auf diesem plangemäßen Ergebnis und unserer international starken Kapitalquote von mehr als 250 Prozent können wir mit 53 Cent die siebente Dividendenerhöhung in Folge vorschlagen.“
Die gesamten verrechneten Prämien der Uniqa Group inklusive der Sparanteile der fonds- und der indexgebundenen Lebensversicherung stiegen 2018 leicht um 0,3 Prozent auf 5.309,5 Millionen Euro (2017: 5.293,3 Millionen Euro). Das solide Wachstum in der Schaden- und Unfallversicherung und der Krankenversicherung hat den durch die planmäßige Rücknahme der Einmalerläge im internationalen Bereich verursachten Rückgang der Lebensversicherungsprämien kompensiert. Die in den gesamten verrechneten Prämien enthaltenen laufenden Prämien stiegen um 3,1 Prozent auf 5.196,7 Millionen Euro (2017: 5.039,3 Millionen Euro). Die abgegrenzten Prämien im Eigenbehalt (nach IFRS) stiegen um 2,9 Prozent auf 4.760,7 Millionen Euro (2017: 4.627,9 Millionen Euro).
Das versicherungstechnische Ergebnis der Uniqa Group stieg 2018 deutlich um 26,7 Prozent auf 140,2 Millionen Euro (2017: 110,6 Millionen Euro). Das operative Ergebnis erhöhte sich um 8,5 Prozent auf 350,1 Millionen Euro (2017: 322,7 Millionen Euro). Das Ergebnis vor Steuern der UNIQA Group erhöhte sich um 11,3 Prozent auf 294,6 Millionen Euro (2017: 264,6 Millionen Euro). Das Periodenergebnis stieg um 27,5 Prozent auf 235,1 Millionen Euro (2017: 184,4 Millionen Euro). Der Ertragsteueraufwand stieg auf 59,5 Millionen Euro (2017: 47,2 Millionen Euro). Die Steuerquote lag damit bei 20,2 Prozent (2017: 17,8 Prozent). Das Konzernergebnis (den Aktionären der UNIQA Insurance Group AG zurechenbarer Anteil des Periodenergebnisses) wuchs um mehr als 70 Millionen Euro bzw. 41,6 Prozent auf 243,3 Millionen Euro (2017: 171,8 Millionen Euro). Das Ergebnis je Aktie ist dadurch auf 0,79 Euro angestiegen (2017: 0,56 Euro). Das den Anteilseignen der UNIQA Insurance Group AG zurechenbare Eigenkapital verringert sich per 31. Dezember 2018 auf 2.972,1 Millionen Euro (31. Dezember 2017: 3.158,0 Millionen Euro). Die Eigenkapitalrentabilität stieg im Berichtsjahr auf 7,9 Prozent (2017: 5,4 Prozent)
Die Gesamtkostenquote – das Verhältnis der gesamten Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb zu den abgegrenzten Prämien einschließlich der Nettosparanteile der Prämien aus der fonds- und der indexgebundenen Lebensversicherung – erhöhte sich auf 25,9 Prozent (1 – 9/2017: 25,0 Prozent).
Die Combined Ratio nach Rückversicherung konnte im Zuge von relativ geringen Aufwendungen für Unwetterschäden und der verbesserten Kostensituation in der Schaden- und Unfallversicherung auf 96,8 Prozent (2017: 97,5 Prozent) gesenkt werden.
Das Kapitalanlageergebnis stieg 2018 um 1,6 Prozent auf 581,2 Millionen Euro (2017: 572,1 Millionen Euro). Hauptgrund für diesen Anstieg war der Verkauf der indirekten Beteiligung an der Casinos Austria Aktiengesellschaft, aus dem die UNIQA Group 2018 einen Veräußerungsgewinn von 47,4 Millionen Euro lukrierte.
Der Kapitalanlagebestand der UNIQA Group (einschließlich als Finanzinvestitionen gehaltener Immobilien, nach der Equity-Methode bilanzierter Finanzanlagen und sonstiger Kapitalanlagen) reduzierte sich zum 31. Dezember 2018 gegenüber dem letzten Bilanzstichtag auf 19.337,1 Millionen Euro (31. Dezember 2017: 20.059,2 Millionen Euro).
Im Ausblick heißt es: Für das Geschäftsjahr 2019 erwartet Uniqa in der Schaden- und Unfallversicherung ein Prämienwachstum von ungefähr 2 Prozent und in der Krankenversicherung ein Prämienplus von etwa 3 Prozent. In der Lebensversicherung wird hingegen von einer weiteren Prämienreduktion ausgegangen. In Summe erwartet Uniqa für 2019 ein leicht steigendes Gesamtprämienvolumen. Bei der Combined Ratio strebt der Konzern auch 2019 eine weitere Verbesserung an. Das Ergebnis vor Steuern wird 2019 voraussichtlich über dem - um den Einmaleffekt aus dem Verkauf der Beteiligung an den Casinos Austria bereinigten - Wert von 2018 liegen. Im Einklang mit der progressiven Dividendenpolitik beabsichtigt Uniqa die Ausschüttung je Aktie auch für das Jahr 2019 wieder anzuheben.
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