18.02.2019, 3587 Zeichen
Der Kranhersteller Palfinger hat 2018 den Umsatz um um 9,8 Prozent auf 1,6 Mrd. Euro gesteigert. Das EBITDAn (um Restrukturierungskosten bereinigt) stieg um 15,4 Prozent auf 214,6 Mio Euro. Die EBITDAn-Marge betrug somit 13,3 Prozent nach 12,6 Prozent im Vergleichszeitraum. Ermöglicht wurde diese Steigerung durch die signifikante Ergebnisverbesserung im Segment Land. Das bereinigte EBIT (EBITn) erhöhte sich von 129,7 Mio. Euro auf 158,2 Mio Euro. Die EBITn-Marge beträgt 9,8 Prozent nach 8,8 Prozent im Vorjahr. Wenngleich die EBITn-Marge noch geringfügig unter der angestrebten 10-Prozent-Marke liegt, sieht sich Palfinger hinsichtlich der Profitabilitätsverbesserung auf einem guten Weg, betont das Unternehmen. Das Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2018 erreichte 58,0 Mio Euro (2017 -11,4 Mio.). Der Dividendenvorschlag beträgt 0,51 Euro (Vorjahr: 0,47 Euro) je Aktie.
Nach Amtsantritt des neuen Vorstandsvorsitzenden Andreas Klauser wurde die neue Strategie "Global Palfinger Organization" (GPO) erarbeitet und zum Jahresbeginn 2019 implementiert. Die neue Organisation orientiert sich an Wertschöpfungsprozessen und schafft interne Synergien mit dem Ziel, die Profitabilität zu erhöhen. Die neue Unternehmensstruktur soll die Palfinger Gruppe zu einem integrierten Konzern formen und die Grundlage für weiteres profitables Wachstum schaffen, erklärt das Unternehmen. Im Geschäftsbericht meint der neue CEO zur neuen Strategie: "GPO trägt dazu bei, dass wir noch näher an den Märkten sind, um noch mehr Nutzen für unsere Kunden zu schaffen. Und sie wird uns effizienter machen, vor allem in der Planung und Steuerung des Vertriebs, um schnellst- und bestmöglich unsere Produkte für unsere Kunden verfügbar zu machen. Die neue Organisationsstruktur wurde von unseren Führungskräften im Team mitgestaltet, nicht von einem Berater aufgesetzt. Wir fokussieren uns auf Regionen und Produktgruppen. Sämtliche Funktionen sind in unserer neuen globalen Struktur abgebildet und die Ziele sind in Form von eindeutigen Kennzahlen definiert. Wir analysieren monatlich die Zielerreichung, somit können wir rasch und flexibel auf Schwankungen oder neue Kundenanforderungen reagieren."
Im Im Laufe des Jahres 2018 verzeichnete die Palfinger Gruppe einen weiteren Anstieg des Auftragseingangs. Dies lässt eine Fortsetzung der insgesamt guten Geschäftsentwicklung in den ersten Quartalen 2019 erwarten, so das Unternehmen. Das Management rechnet mit einer weiteren Steigerung des Umsatzes und der Profitabilität, wie es im Ausblick heißt. CEO Klauser: "Unser Fokus in den kommenden zwölf bis 18 Monaten liegt klar auf der Integration und den dadurch möglichen Potenzialen, um die Profitabilität zu steigern und das organische Wachstum zu optimieren. Hauptaugenmerk liegt auf Kooperationen und Partnerschaften. Das zukünftige Wachstum wird auch vermehrt aus dem Einsatz neuer Features und Dienstleistungen kommen, deren Technologie wir nicht unbedingt besitzen müssen, um erfolgreich am Markt zu sein."
Klausers mittelfristige Ziele: "Wir wollen organisch bis zum Jahr 2022 den Umsatz auf rund 2 Milliarden Euro steigern. Ich erwarte, dass bis dahin die EBIT-Marge auf 10 Prozent im Durchschnitt über den Konjunkturzyklus steigt. Ebenso sollte der Return on Capital Employed über den Konjunkturzyklus hinweg im Durchschnitt 10 Prozent erreichen. Das alles soll auf Basis eines nachhaltig erfolgreichen Wachstums passieren. In unserem Geschäftsmodell spielt auch die Nachhaltigkeit eine tragende Rolle. Grundsätzlich muss jeder Mitarbeiter seinen Anteil zum täglichen Mehrwert im Unternehmen beitragen."
Leseprobe aus dem Fanboy-Buch zur Wiener Börse: Die 80`s (gekürzt)
1.
Palfinger, LKW, Lift, Hebebühne, Credit: Palfinger
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