15.02.2019, 3627 Zeichen
Mit 1. Jänner 2019 trat das neue ÖIAG Gesetz in Kraft. Mit dem Umwandlungsbeschluss der Generalversammlung sowie der Bestellung des 9-köpfigen Aufsichtsrates der ÖBAG durch Finanzminister Hartwig Löger hat die Gesellschaft heute den ersten Schritt in Richtung eines aktiven Beteiligungsmanagements gesetzt. Ziele der ÖBAG sind es, wieder in den Aufsichtsräten der Beteiligungsunternehmen stark vertreten zu sein und Instrumente zu entwickeln, die zur Förderung des Standortes, Wachstum und Innovation beitragen. Ein gutes Beteiligungsmanagement setzt voraus, dass man eine langfristige strategische Ausrichtung mit klar definierten Zielen in Einklang bringt. Zusätzlich erhält die ÖBAG die notwendige Flexibilität auf Entwicklungen der Eigentümerebene rasch und flexibel zu reagieren. Dazu zählen das Ergreifen von Standortsicherungsmaßnahmen genauso wie der Erwerb von Beteiligungen mit dem Hauptziel der Wertsteigerung. Privatisierungen werden nicht angestrebt.
Im Anschluss an die Generalversammlung hat sich der 9-köpfige Aufsichtsrat der ÖBAG konstituiert. Bei dieser Sitzung wurde über Personalangelegenheiten sowie die Geschäftsordnung entschieden. Zur Wahl als Vorsitzender wurde Helmut Kern vorgeschlagen und einstimmig gewählt. Er ist Gesamtleiter des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Wien und Stv. Vorsitzender des Universitätsrats der Universität Wien. Zuvor war Kern Global Partner bei Deloitte Consulting und Head of Consulting bei PwC. Kern leistete dabei einen wesentlichen Beitrag für den Aufbau der Deloitte Beratungsgesellschaft in Österreich. Als Stellvertreter wurden Karl Ochsner und Günther Helm zur Wahl vorgeschlagen und gewählt. Der gebürtige Oberösterreicher Karl Ochsner ist geschäftsführender Hauptgesellschafter des gleichnamigen Familienunternehmens. Darüber hinaus ist er Aufsichtsratsmitglied bei der ÖBB-Holding AG sowie Mitglied des ÖBB Immobilien Boards. Dr. Günther Helm war zuletzt acht Jahre als CEO der HOFER KG tätig und verantwortete in dieser Tätigkeit die strategische Ausrichtung der HOFER-Gruppe. Aktuell wechselt Helm zum Drogerie Konzern „MÜLLER“, wo er ab Mitte 2019 Erwin Müller an der Spitze nachfolgen wird. Er war auch bereits Mitglied des Nominierungskomitees der ÖBIB.
Löger: „Die ÖBAG bringt eine positive Veränderung für den Standort Österreich. Dabei geht es nicht um mehr staatliche Kontrolle, sondern um die aktive Wahrnehmung der österreichischen Eigentümerverantwortung mit dem Hauptziel der Wertsteigerung. Der Aufsichtsrat setzt sich aus erfahrenen Expertinnen und Experten zusammen. Mit Helmut Kern verfügt die ÖBAG über einen Aufsichtsratsvorsitzenden mit einem Höchstmaß an wirtschaftlicher Kompetenz und Know-How. Insgesamt stellen die Aufsichtsratsmitglieder einen exzellenten Querschnitt der österreichischen Wirtschaft und Industrie dar.“
Helmut Kern: „Für mich ist es eine große Ehre, den Aufsichtsratsratsvorsitz der Österreichische Beteiligungs AG zu übernehmen. Als schlagkräftige Holding übernimmt die ÖBAG eine zentrale Rolle in der Standortstärkung und Weiterentwicklung einiger der wichtigsten Beteiligungen der Republik. Um dies sicherzustellen benötigt es kompetente, effiziente und unabhängige Aufsichtsstrukturen. Im Rahmen meiner Aufgabe werde ich mich mit voller Kraft dafür einsetzen, der mir übertragenen Verantwortung für Österreich bestmöglich nachzukommen.“
Die Funktion des Vorstands wurde gemäß Stellbesetzungsgesetz, BGBl. I Nr. 26/1998, ausgeschrieben. Der Aufsichtsrat hat einen interimistischen Vorstand für die ÖBAG bestellt. Wie schon bei der ÖBIB übernimmt Prokurist Mag. Walter Jöstl diese Funktion, teilt das Ministerium mit.
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