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14.02.2019, 5378 Zeichen

Betriebsansiedlungen 2018 (2) und Ende. Zum Bundesländervergleich meinte Siegl, dass sich das Nachlassen der italienischen Investitionen vor allem auf Kärnten auswirke, wogegen Vorarlberg von den gestiegenen Schweizer Investitionen profitiere. Deutschland habe vor allem für Oberösterreich und Salzburg besondere Bedeutung. Zur Frage nach den Förderkosten für Neuansiedlungen antwortete Siegl, dass er sie nicht beantworten könne, da wir nicht immer wüssten, welche Förderungen die Unternehmen beantragen, außerdem würden Förderungen oft erst deutlich nach der Gründung fließen. Wir wüssten aber, dass von den von uns betreuten Ansiedlungen rund 95% keine Förderungen in Anspruch nehmen. Wenn ein Unternehmen später Förderungsansuchen für Forschung und Entwicklung einreiche, das seien jedenfalls keine ansiedlungsrelevanten Förderungen. Das Nachlassen von Deutschland, zwei bis drei Projekte weniger als im Vorjahr, sei unerfreulich, es hänge oft an der Verfügbarkeit entsprechender Fachkräfte. Wir könnten mehr machen, wenn wir den deutschen Unternehmen sicherstellen könnten, dass sie die gewünschten Fachkräfte in gewünschter Höhe auch bekommen. Laut Schramböck wolle man im Rahmen von "go international" stärker mit den weltweiten Außenhandelsstellen der Wirtschaftskammer zusammenarbeiten, um nicht nur "österreichische Unternehmen nach draußen zu bringen", sondern auch den Zuzug ausländischer Unternehmen nach Österreich zu stärken, damit könne man bestehende Strukturen viel besser nutzen.

Was Großbritannien betreffe, so liege unser Fokus laut Siegl eher auf produzierenden Unternehmen, die Wertschöpfungsketten auf dem Kontinent haben, die Gefahr liefen, wegen langer Wartezeiten in Dover und anderen Häfen diese Wertschöpfungsketten nicht mehr richtig bedienen zu können, insbesondere Unternehmen, die just-in-time liefern müssen. Nicht nur die Automobilindustrie sei hier betroffen. Nicht im Fokus stehe die Finanzindustrie, weil wir glauben, dass wir hier nicht wettbewerbsfähig seien. Wir gingen nicht davon aus, dass absiedelnde Banken in großem Umfang nach Wien kommen werden.

Die Schweiz finde Österreich laut Siegl wegen des gestiegenen Frankenkurses interessant, weil bilaterale Verträge nicht alles abdecken, und weil Österreich ein Sprungbrett nach Osteuropa sein könne. Was den Bedarf an Fachkräften betreffe, so meinte Schramböck, dass zuerst einmal die Lehre gestärkt werden solle, dass alle Lehrberufe mit neuen Inhalten umgearbeitet werden sollen, um die Lehre attraktiv für die Jugend zu machen, das trage bereits Früchte, dass Berufe moderner und zukunftsorientierter würden. Seit der Einführung von neuen Lehrberufen wie E-Commerce-Kaufmann/frau, Coder oder Spezialist für Internet der Dinge hätten wir bereits 400 Lehrlinge, davon 40% Frauen. Man schaue weiters, wie das Modell in Oberösterreich funktioniere, "Lehre nach Matura", mit zwei verkürzten Lehrjahren, aufbauend auf der Matura. Zweitens suche man Fachkräfte innerhalb der EU. Das baue die ABA (Austrian Business Agency, https://investinaustria.at/de/ ) bis Mitte dieses Jahres auf. Z.B. müssten wir versuchen, polnische IT-Experten nach Österreich umzuleiten, die alle nach Deutschland abwandern würden. Drittens wollen wir Fachkräfte aus Drittstaaten bekommen, hierzu hätten wir die Mangelberufsliste überarbeitet, es gebe jetzt eine regionale Mangelberufsliste, und wir würden an der Entbürokratisierung der Rot-Weiß-Rot-Karte arbeiten. Laut Siegl habe Deutschland seit ein paar Jahren das Programm "Make it in Germany", aber auch andere Länder würden Fachkräfte anwerben, sogar Polen werbe vor allem in der Ukraine an, aber nicht nur dort, es sei ein europaweiter Run um entsprechend qualifizierte Fachkräfte, das sei kein neues Phänomen, daher denke er, das sei auch nicht groß wettbewerbsrelevant in Bezug auf Deutschland.

Auf die Frage, ob die Probleme von Amazon bezüglich Arbeitsbedingungen am Logistikstandort in Deutschland ein Thema gewesen seien, antwortete Siegl, dass wir ursprünglich schon sehr nah an einer Lösung gewesen seien, dass aber Amazon nach dem deutschen Fernsehbericht über Arbeitsbedingungen bei Amazon über den deutschsprachigen Raum insgesamt not amused gewesen sei, worauf das Projekt zurückgestellt worden sei. Er scherzte, dass er mit seinem Konsumverhalten versucht habe, das entsprechend zu korrigieren, das habe gewirkt, Amazon habe die hohe Nachfrage in Österreich gesehen und gewusst, dass sie das mit einem eigenen Lager abdecken müssen. Schramböck ergänzte, dass man sich von Amazon schon erwarte, dass sie mit den Mitarbeitern fair umgehen und unsere Standards einhalten, die wir von jedem Unternehmen verlangen würden. Sie hoffe, dass mehr österreichische Unternehmen e-commerce-fähig werden, die Konsumenten würden diese Dienstleistung nun einmal wollen. Ihr sei wichtig, dass mehr österreichische Waren ins Ausland verkauft werden und nicht Kaufkraft ins Ausland abfließt, indem ausländische Waren nach Österreich gebracht werden. Wir würden hier einiges machen, wir würden weiterhin das Thema Digitalsteuer auf europäischer Ebene unterstützen, wir würden die digitale Konzernsteuer auf Werbung einführen, wir würden den Wert der Pakete von 22 Euro auf 0 Euro senken (Anmerkung: um die USt nicht mehr vermeiden zu können, bei Einfuhr von außerhalb der EU).

(Der Input von Günter Luntsch für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 14.02.)



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    Was Großbritannien betreffe, so liege unser Fokus laut Siegl eher auf produzierenden Unternehmen, die Wertschöpfungsketten auf dem Kontinent haben, die Gefahr liefen, wegen langer Wartezeiten in Dover und anderen Häfen diese Wertschöpfungsketten nicht mehr richtig bedienen zu können, insbesondere Unternehmen, die just-in-time liefern müssen. Nicht nur die Automobilindustrie sei hier betroffen. Nicht im Fokus stehe die Finanzindustrie, weil wir glauben, dass wir hier nicht wettbewerbsfähig seien. Wir gingen nicht davon aus, dass absiedelnde Banken in großem Umfang nach Wien kommen werden.

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