24.10.2018, 1796 Zeichen
Die voestalpine überrascht mit einer Gewinnwarnung: Mit einem EBITDA in Höhe von 860,1 Mio. Euro und einem EBIT in Höhe von 479,5 Mio. Euro würden die vorläufigen Geschäftszahlen des voestalpine-Konzerns für das 1. Halbjahr 2018/19 unter den Erwartungen des Marktes liegen, so das Unternehmen. Angesichts dieser aktuellen Entwicklung sowie des aus heutiger Sicht unwahrscheinlichen Eintritts der im letzten Ausblick zu Grunde gelegten Prämissen zur überwiegenden Kompensation der negativen Ergebniseffekte der Hochofen-Großreparatur (im Ausmaß von rd. 150 Mio. Euro) habe der Vorstand den Ausblick angepasst und geht für das Geschäftsjahr 2018/19 nunmehr von einem EBIT von etwas unter 1 Mrd. Euro aus. Im Zuge der Q1-Zahlen wollte das Unternehmen noch im Gesamt-GJ ein EBIT von "in etwa dem Niveau des GJ 2017/2018" erreichen - dieses lag bei 1.180,0 Mio. Euro.
Folgende Faktoren seien darauf zurückzuführen: Negative Effekte und Verwerfungen der internationalen Handelsströme aus den immer zahlreicher eingesetzten protektionistischen handelspolitischen Maßnahmen von inzwischen einer Vielzahl an Ländern; Verwerfungen im Automobilsektor, welche unter anderem in Europa durch ein neues Abgasemissionstestverfahren (WLTP) per 1. September 2018 ausgelöst wurden, und damit verbundene Unsicherheiten. Zudem: Die erhöhten Kosten aus dem Hochlauf der Automobilaktivitäten in Nordamerika, sowie ungeplante Stillstände der HBI-Anlage in Texas vor allem infolge Hochwassers und eines Gasrohrgebrechens, des weiteren zunehmende logistische Herausforderungen bei Zu- und Ablauffrachten ausgelöst durch Niedrigwasser auf den europäischen Wasserstraßen.
Das verringerte Ergebnis sowie die dargestellten Faktoren würden sich auch entsprechend auf die Entwicklung des Cash Flow auswirken, betont das Unternehmen
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