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Telekom Austria: Markenwert-Abschreibung belastet Ergebnis

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24.07.2018, 3515 Zeichen

Die Telekom Austria hat Zahlen vorgelegt. Die Umsatzerlöse des Konzerns stiegen im 1. Halbjahr um 1,3% auf 2,17 Mrd. Euro, in erster Linie infolge höherer Erlöse aus dem Verkauf von Endgeräten und der soliden Entwicklung des Festnetzgeschäfts für Privatkunden. Ohne Berücksichtigung von Währungs- und geringen Einmaleffekten nahmen die Umsatzerlöse des Konzerns um 2,3 % zu (berichtet: +2,5 %), mit einem Anstieg der Erlöse aus Dienstleistungen in allen Märkten mit Ausnahme von Slowenien.

Aufgrund der Markenwert-Abschreibungen im Zusammenhang mit dem konzernweiten Rebranding ging das Ergebnis vor Steuern (EBIT) im Jahresvergleich trotz des stabilen EBITDA zurück. Das EBITDA des Konzerns ging Im Halbjahresvergleich um 0,4 Prozent auf  697,9 Mio. Euro zurück. Im ersten Halbjahr 2018 stiegen die Abschreibungen um 29,0 % auf 550,7 Mio. Euro (berichtet: +29,3 %) im Vergleich zum Vorjahr. Der Anstieg war in erster Linie auf die Markenwert-Abschreibungen im Zusammenhang mit dem konzernweiten Rebranding zurückzuführen. Diese Abschreibungen erfolgten hauptsächlich in Bulgarien, wo die Markenwerte nun vollständig abgeschrieben sind, sowie in Weißrussland, Kroatien und der Republik Mazedonien. Infolgedessen ging das Betriebsergebnis um 46,2 % auf 147,2 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr zurück (berichtet: –46,1 %). Ohne die Markenwert-Abschreibungen in Höhe von 173,5 Mio. Euro erhöhte sich das Betriebsergebnis um 17,2 % (berichtet: 17,5 %). 

Insgesamt berichtete die A1 Telekom Austria Group im ersten Halbjahr 2018 ein Nettoergebnis in Höhe von 82,5 Mio. Euro im Vergleich zu 208,9 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2017. Ohne die Abschreibungen aus dem Rebranding erhöhte sich das Nettoergebnis um 22,5 %.

Laut Telekom Austria sollten  folgende Faktoren in der Analyse der Ergebnisse der A1 Telekom Austria Group berücksichtigt werden:

Die negativen Effekte aus der Abschaffung des Endkunden-Roamings in der EU per 15. Juni 2017 waren hauptsächlich Österreich zuzuschreiben, mit weiteren Auswirkungen in Kroatien, Slowenien und Bulgarien.

Die gesamten negativen Effekte aus der Währungsumrechnung beliefen sich im 2.Quartal 2018 im Gesamtumsatz auf 12,7 Mio. Euro und im EBITDA auf 6,7 Mio. Euro und stammen ausschließlich aus Weißrussland, während die Republik Serbien geringfügig positive Effekte aus der Währungs- umrechnung verzeichnete.

Die Übernahmen der Festnetzanbieter Garant(Gomel), konsolidiert ab 1.August 2017,und Vitebsk Garant, konsolidiert ab 1. Mai 2018, beide in Weißrussland. Da die finanzielle Auswirkung von Vitebsk Garant auf das Segment Weißrussland marginal ist, wird für diese Übernahme keine Proforma-Darstellung bereitgestellt.

Im Ausblick heisst es mitunter: Das Management der A1 Telekom Austria Group steht weiterhin zu seiner Wachstumsstrategie, die sich auf drei strategische Bereiche fokussiert: Optimierung im Kerngeschäft, Erweiterung von Produkten und Dienstleistungen sowie wertsteigernde Fusionen und Übernahmen. Wie im Vorjahr sollten die Ergebnisse Unterstützung durch die laufenden Bemühungen zur weiteren Steigerung der betrieblichen Effizienz erhalten. Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet das Management der A1 Telekom Austria Group ein moderates Wachstum der Gesamtumsätze auf berichteter Basis. Die A1 Telekom Austria Group setzt weiterhin auf den LTE-Ausbau in ihren Märkten und auf den beschleu- nigten Glasfaserausbau in Österreich. Es wird erwartet, dass die Anlagenzugänge vor Spektrumsinvestiti- onen und Akquisitionen im Jahr 2018 nahezu stabil (750 Mio. EUR) bleiben.



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Telekom Austria, (© photaq/Martina Draper)


Autor
Christine Petzwinkler
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