17.04.2018
Zugemailt von / gefunden bei: Deutsche Börse (BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)
Die Nachfrage nach Xetra-Gold ist in den vergangenen Tagen deutlich angestiegen. Seit Monatsbeginn hat sich der Goldbestand der börsengehandelten Inhaberschuldverschreibung um rund 5 Tonnen auf 177,4 Tonnen erhöht und damit ein neues Allzeit-Hoch erreicht. Der Bestand erhöht sich immer dann, wenn Anleger Xetra-Gold-Anteile über die Börse kaufen. Für jeden Anteilschein wird im Zentraltresor für deutsche Wertpapiere in Frankfurt genau ein Gramm Gold hinterlegt. Das verwaltete Vermögen von Xetra-Gold beläuft sich aktuell auf 6,2 Milliarden Euro.
„In den nächsten Tagen rechnen wir mit einer weiterhin hohen Nachfrage“, sagt Steffen Orben, Geschäftsführer der Deutsche Börse Commodities GmbH, der Emittentin von Xetra-Gold. „Der Anstieg liegt vor allem an der hohen Nachfrage von institutionellen Investoren. Mit 177,4 Tonnen im Bestand ist Xetra-Gold das führende physisch hinterlegte Gold-Wertpapier in Europa.“
Von allen über den Börsenplatz Xetra gehandelten Rohstoffe (Exchange Traded Commodities, ETC) ist Xetra-Gold das umsatzstärkste Wertpapier. Im Gesamtjahr 2017 lag der Orderbuchumsatz bei rund 2,86 Milliarden Euro. Xetra-Gold-Anleger haben Anspruch auf die Auslieferung des verbrieften physischen Goldes. Seit der Einführung von Xetra-Gold im Jahr 2007 haben Anleger davon mehr als 980 Mal Gebrauch gemacht. Dabei wurden insgesamt 4,9 Tonnen Gold ausgeliefert.
Im September 2015 hatte der Bundesfinanzhof bekannt gegeben, dass Gewinne aus der Veräußerung oder Einlösung von Xetra-Gold nach einer Mindesthaltedauer von einem Jahr nicht unter die Abgeltungssteuer fallen. Somit sind der Erwerb und die Einlösung oder der Verkauf steuerlich wie ein unmittelbarer Erwerb und unmittelbarer Verkauf physischen Goldes zu beurteilen – also beispielsweise wie Gold-Barren oder Gold-Münzen.
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