20.02.2018, 5088 Zeichen
Investoren warten ab: für Zurückhaltung sorgte gestern die geschlossene Wall Street. Analysten sprachen von einem impulslosen Handel. Der schwächere Euro setzte nur anfangs stützende Akzente für Aktien. Mit einigen Ausnahmen reagierten die Titel von Stahlherstellern mit Aufschlägen auf die geplanten US-Strafzölle. Dazu hieß es, zum einen produzieren sie teils selbst in den USA und profitierten so von den Zöllen. Zum anderen seien die Maßnahmen vor allem gegen chinesische Hersteller gerichtet. Sollten die Preise infolge der Zölle steigen, würden auch die europäischen Hersteller profitieren. Aceronix gewannen 5,5 Prozent, Arcelormittal 1,3 Prozent oder Vallourec 4,5 Prozent. Für Reckitt Benckiser ging es um 7,5 Prozent nach unten. Der Konsumgüterkonzern habe zwar im vierten Quartal 2017 die Erwartungen im Großen und Ganzen erfüllt, die Geschäftszahlen für das Gesamtjahr hätten die Erwartungen jedoch leicht verfehlt, kommentierte Investec. Es dürften zudem höhere Kosten entstehen, um die Wettbewerbsfähigkeit von Mead zu verbessern. Daimler büßten 2,1 Prozent ein. Der Autobauer wird einem Zeitungsbericht zufolge in vertraulichen Unterlagen aus US-Ermittlungsakten in der Diesel-Abgasaffäre belastet. Der ATX schloss bei einem impulslosen Handel unverändert, gekauft wurden Aktien der Bawag (+2,7%), OMV (+0,9%) und Telekom Austria (+0,8%).
Die Euro-Finanzminister haben sich bei ihrem Treffen in Brüssel für den spanischen Finanzminister Luis de Guindos als künftigen Vizechef der Europäischen Zentralbank (EZB) ausgesprochen. De Guindos war der einzige Kandidat, nachdem der irische Finanzminister Paschal Donohoe kurz vor der Sitzung die Kandidatur von Irlands Notenbankchef Philip Lane für das Amt zurückgezogen hatte.
Der Dollar zeigte sich nach seiner jüngsten Erholung wenig verändert. Der ICE-Dollarindex legte 0,2 Prozent zu. Die von den USA erwogenen Einfuhrbeschränkungen für Stahl und Aluminium könnten den Dollar belasten, meinten diverse Analysten. Zwar hätten einige Marktteilnehmer die Erholung des Dollar am Freitag auf den Vorstoß des US-Handelsministers Wilbur Ross zurückgeführt, die Importe von Stahl und Aluminium zu verringern, doch dürften andere Staaten im Gegenzug "Vergeltungsmaßnahmen" beschließen, die der US-Wirtschaft schaden würden, erwartete der Stratege und verwies auf Erfahrungen aus der Vergangenheit. Die Ölpreise legten am Montag im europäischen Geschäft leicht zu. Die Spannungen im Nahen Osten wurden erneut als Treiber der Ölpreise bemüht. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hatte dem Erzrivalen Iran mit Militärschlägen gedroht, sollte das Mullahregime in Syrien die Entschlossdenheit Israels testen. Des Weiteren droht eine driekte militärische Konfrontation zwischen der Türkei in dem syrischen Regime, das sich auf die Seite der Kurden in Nordsyrien geschlagen hatte. Damit könnten auch Russland und der Iran involviert werden.
Vorbörslich sind die europ. Börsen unverändert indiziert. Die asiatischen Börsen schließen uneinheitlich. Von der Makroseite werden Daten aus der Eurozone gemeldet. Von der Unternehmenseite berichteten heute Früh BHP Billiton (leicht unter Erwartungen).
UNTERNEHMENSNACHRICHTEN
ams
ams AG schlägt den früheren Anteilseignern von Heptagon eine revidierte Struktur der Besserungsvereinbarung (Earn-out) vor, um höher als erwartet ausgefallene Investitionen und weitere Kosten zu berücksichtigen; diese waren notwendig, damit das Heptagon-Geschäft seine Umsatzerwartungen 2017 erreichen konnte. Um sicherzustellen, dass das Heptagon-Geschäft 2017 den erwarteten Erfolg erzielen konnte, musste ams Finanzmittel für einen erheblich höheren Umfang an Investitionen bereitstellen sowie wesentlich größere weitere Ressourcen verfügbar machen.
Damit wurde das Heptagon-Geschäft in die Lage versetzt, ausreichende Produktionskapazität aufzubauen und die umfangreichen Produktionshochläufe neuer Produkte umzusetzen, die den Kern der Geschäftspipeline 2017 bildeten. ams hat an sämtliche frühere Anteilseigner von Heptagon einen Vorschlag für eine revidierte Struktur der Besserungsvereinbarung (Earn-out) übermittelt, um diese Situation angemessen zu reflektieren. Die revidierte Struktur der Besserungsvereinbarung ersetzt die vorige Kombination aus einer Barmittelzahlung sowie einem Anteil an ams-Aktien durch eine ausschließliche Übertragung von Aktien und vermeidet damit jegliche Zahlung in bar. Das Kernelement der revidierten Struktur ist eine Gesamtübertragung von bis zu 3,9 Mio. ams-Aktien zum Durchschnittsschlusskurs von CHF 99,15, der sich aus den 15 Handelstagen vor dem gestrigen Vorschlagsdatum ergibt.
Der Vorstand von ams hat festgestellt, dass der Vorschlag, der zudem den Wertzuwachs der ams-Aktien seit dem Abschluss der Transaktion reflektiert, im Interesse des Unternehmens und zugleich fair für beide Seiten ist. Erste Rückmeldungen lassen eine positive Beurteilung des Vorschlags seitens großer früherer Heptagon-Anteilseigner erwarten. Wie zuvor wird die Aktienübertragung aus gehaltenen eigenen Aktien des Unternehmens ohne einen Verwässerungseffekt aus neuen Aktien dargestellt.
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