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ATX-Trends: Asyad Holding wirft Auge auf Strabag (Mario Tunkowitsch, Wiener Privatbank)

27.06.2017, 3895 Zeichen
  • Nachdem die Börsen in Europa zunächst einiges an Rückenwind durch den deutschen ifo-Index erhalten hatten, flaute am Nachmittag die Kauflust infolge wieder sinkender Ölpreise ab, Schlussendlich blieb für die wichtigsten europäischen Indices ein klares Plus vor dem Tagesergebnis stehen. Der deutsche ifo-Index wurde allgemein leicht schwächer erwartet, gemeldete wurde dann aber ein neues Allzeithoch das den ungebremsten Optimismus widerspiegelt. Am stärksten waren gestern Nahrungsmittel- und Getränkehersteller, dieser Subindex zog rund 2,0% an. Zugpferd war Nestle, das den Einstieg des Hedgefonds Third Point mit 3,5 Milliarden US-Dollar vermelden konnte, mit 4,3% Zuwachs. Dieser neue Investor fordert den Verkauf der Beteiligung an L’Oreal, der französische Konsumgüterkonzern legte daraufhin mehr als 3,8% zu. Auch Danone glänzte im Zuge der Branchenstärke mit 2,9% Zuwachs. Der Bankenindex profitierte mit plus 0,9% überwiegend von Nachrichten aus Italien. Die italienische Regierung steht mit weiteren Milliarden für die Abwicklung der Krisenbanken Banca Popolare di Vicenza und Banca Veneto ein. Die EU hatte den Staatshilfen für einen Teil-Verkauf an das zweitgrößte italienische Bankhaus Intesa Sanpaolo  zugestimmt, das den Kauf für die symbolische Summe von einem Euro bestätigte. Die Intesa-Titel gewannen 3,5% und die Aktien des Konkurrenten Unicredit  mehr als 2,0%.
     
  • Positiv war auch die Stimmung in Wien, der ATX konnte einen deutlichen Zugewinn erzielen. Die Banken profitierten von der Sektorenstärke, Erste Group legte 1,7% zu, Raiffeisen gar 2,5%. Buwog konnte 2,8% höher schliessen, die beiden größten Gewinner im Prime Market waren AMAG mit plus 5,1% und Mayr-Melnhof mit 3,8% Gewinn. Auf der Verliererseite war Semperit , nach den starken Zuwächsen des Vortages stand dieses Mal ein Minus von 2,8% zu Buche, und Zumtobel setzte die Talfahrt fort und gab weitere 1,4% ab.
     
  • Unterschiedlich haben sich die amerikanischen Indices entwickelt, während Dow Jones und S&P500 leicht zulegen konnten, musste der Nasdaq -Index ein Minus von 0,3% verzeichnen. Die Aufträge langlebiger Güter waren zwar gesunken, doch das liess die Märkte kalt, die Preisschwankungen am Ölmarkt beunruhigten da mehr. Besonders kräftige Kursaufschläge gab es bei Papieren von Autovermietern. So verteuerten sich die Aktien von Avis Budget  nach Bekanntgabe einer Zusammenarbeit mit dem Internetkonzern Alphabet   bei selbstfahrenden Autos um 14,2%. Die Papiere des Avis-Konkurrenten Hertz  legten um 13,5% zu. Hier erwies sich ein Bericht über eine ähnliche Kooperation, allerdings mit Apple , als Treiber.
     
  • Öl war weiter hoch volatil und gab im frühen Handel deutlich nach, konnte danach aber wieder zulegen und den Tag mit einem Zuwachs beenden. WTI schloss 0,8% stärker, Brent legte 0,7% zu. Gold war schwach und sank unter die Marke von USD 1.250. Der Euro profitierte von den schwachen Zahlen bei den langlebigen Gütern in den USA und konnte deutlich zulegen, gegen Abend handelte die Gemeinschaftswährung bei 1,119 Dollar.
     
  • Vorbörslich sind die europäischen Börsen leicht negativ indiziert. Die asiatischen Märkte schließen uneinheitlich . Von der  Makroseite stehen diverse US-Konjunkturdaten auf der Agenda. Von der Unternehmensseite ist es relativ ruhig.

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Strabag

Laut Presseberichten hat die in Jedda am Roten Meer ansässige Asyad Holding ein Auge auf das österreichische Unternehmen mit einer Bauleistung von 13,5 Milliarden Euro im Jahr 2016 geworfen.Die Gruppe wurde von Osama Al Sayed 1975 als Baufirma gegründet, expandierte dann in den Immobilien-, Finanz- und Investmentbereich, auch das Geschäft mit Privatfliegern zählt zum Portfolio. Asyad soll bei Raiffeisen vorstellig geworden sein. Allerdings dürfte Haselsteiners Verbündeter noch abwarten, wie eine Gesamtlösung aussehen könnte. Vor allem die Uniqa soll in Kontakt mit den Saudis stehen, sie will dazu aber keinen Kommentar abgeben.


(27.06.2017)

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Alphabet
Akt. Indikation:  258.50 / 259.35
Uhrzeit:  08:22:13
Veränderung zu letztem SK:  -1.25%
Letzter SK:  262.20 ( 1.39%)

Amag
Akt. Indikation:  27.90 / 28.50
Uhrzeit:  08:22:08
Veränderung zu letztem SK:  -1.05%
Letzter SK:  28.50 ( -5.00%)

Apple
Akt. Indikation:  225.10 / 225.70
Uhrzeit:  08:22:38
Veränderung zu letztem SK:  -0.22%
Letzter SK:  225.90 ( -3.21%)

ATX
Akt. Indikation:  5637.78 / 5637.78
Uhrzeit: 
Veränderung zu letztem SK:  0.07%
Letzter SK:  5634.07 ( -1.19%)

Buwog
Akt. Indikation:  30.50 / 30.50
Uhrzeit:  22:38:28
Veränderung zu letztem SK:  0.07%
Letzter SK:  0.00 ( 0.00%)

Dow Jones Letzter SK:  0.00 ( -0.15%)
Gold Letzter SK:  0.00 ( 2.00%)
Mayr-Melnhof
Akt. Indikation:  97.10 / 97.80
Uhrzeit:  08:22:40
Veränderung zu letztem SK:  -1.37%
Letzter SK:  98.80 ( -1.10%)

Nasdaq Letzter SK:  98.80 ( 0.00%)
Semperit
Akt. Indikation:  13.08 / 13.16
Uhrzeit:  08:21:12
Veränderung zu letztem SK:  -1.50%
Letzter SK:  13.32 ( -1.04%)

UniCredit Letzter SK:  13.32 ( 0.00%)
Uniqa
Akt. Indikation:  16.30 / 16.36
Uhrzeit:  08:22:28
Veränderung zu letztem SK:  -0.43%
Letzter SK:  16.40 ( -2.03%)

Zumtobel
Akt. Indikation:  4.17 / 4.26
Uhrzeit:  08:21:08
Veränderung zu letztem SK:  0.42%
Letzter SK:  4.20 ( 0.00%)



 

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    • Nachdem die Börsen in Europa zunächst einiges an Rückenwind durch den deutschen ifo-Index erhalten hatten, flaute am Nachmittag die Kauflust infolge wieder sinkender Ölpreise ab, Schlussendlich blieb für die wichtigsten europäischen Indices ein klares Plus vor dem Tagesergebnis stehen. Der deutsche ifo-Index wurde allgemein leicht schwächer erwartet, gemeldete wurde dann aber ein neues Allzeithoch das den ungebremsten Optimismus widerspiegelt. Am stärksten waren gestern Nahrungsmittel- und Getränkehersteller, dieser Subindex zog rund 2,0% an. Zugpferd war Nestle, das den Einstieg des Hedgefonds Third Point mit 3,5 Milliarden US-Dollar vermelden konnte, mit 4,3% Zuwachs. Dieser neue Investor fordert den Verkauf der Beteiligung an L’Oreal, der französische Konsumgüterkonzern legte daraufhin mehr als 3,8% zu. Auch Danone glänzte im Zuge der Branchenstärke mit 2,9% Zuwachs. Der Bankenindex profitierte mit plus 0,9% überwiegend von Nachrichten aus Italien. Die italienische Regierung steht mit weiteren Milliarden für die Abwicklung der Krisenbanken Banca Popolare di Vicenza und Banca Veneto ein. Die EU hatte den Staatshilfen für einen Teil-Verkauf an das zweitgrößte italienische Bankhaus Intesa Sanpaolo  zugestimmt, das den Kauf für die symbolische Summe von einem Euro bestätigte. Die Intesa-Titel gewannen 3,5% und die Aktien des Konkurrenten Unicredit  mehr als 2,0%.
       
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