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Start der Berichtssaison: JPMorgan, Bank of America & Wells Fargo mit Zahlen! (Gastautor, Marc Schmidt)

Bild: © www.shutterstock.com, Woche, Kalender, Wochentage http://www.shutterstock.com/de/pic-330386354/stock-vector-...

Autor:
Marc Schmidt

Die Börsenblogger ist das einfache und direkte Sprachrohr von Journalisten und deren Kollegen, die teils schon mit jahrzehntelanger Arbeits- und Börsenerfahrung aufwarten können. Auch als professionelle Marktteilnehmer. Letztlich sind wir alle Börsenfans. Aber wir vertreten in diesem Blog auch eine ganz simple Philosophie: Wir wollen unabhängig von irgendwelchen Analysten, Bankexperten oder Gurus schreiben, was wir zum aktuellen (Börsen-)Geschehen denken, was uns beschäftigt. Das kommt Ihnen, dem Leser, zu Gute.

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20.01.2017, 7311 Zeichen

Gleich drei US-Großbanken eröffnen die US-Berichtssaison und die Q4-Zahlen können sich überwiegend sehen lassen. Nur bei Wells Fargo schlägt sich der Skandal rund um Scheinkonten negativ in der Bilanz nieder! Alles zu den Quartalszahlen und zur technischen Lage lesen Sie hier.

Entgegen der Tradition beginnt diese Quartalsberichtssaison nicht mit dem Aluminiumhersteller Alcoa , sondern mit den drei großen US-Investmentbanken JP Morgan Chase (WKN: 850628 / ISIN: US46625h6005), Bank of America (WKN: 858388 / ISIN: US0605051046) und Wells Fargo (WKN: 857949 / ISIN: US9497461015). Nach der Aufspaltung in zwei Konzerne, berichtet Alcoa erst Ende Januar.

JP Morgan Chase – Neuer Rekord beim Gewinn!

Die US-Großbank JP Morgan Chase gehört zu den wichtigsten und einflussreichsten Playern an den internationalen Finanzmärkten; zweites großes Standbein ist das klassische Einlagen- und Kreditgeschäft mit US-Privatkunden.

Der US-Branchenprimus rund um den CEO und Chairman James Dimon konnte mit einem Gewinn je Aktie von 1,71 USD (Q3 2015: 1,32 USD) die Analystenerwartungen von 1,42 USD deutlich übertreffen. Auch der Umsatz von 23,40 Mrd. USD lag leicht über den Analystenschätzungen von 23,20 Mrd. USD.

Der Gewinn im Gesamtjahr erreichte den Rekord-Wert von 24,7 Mrd. USD und lag somit ca. ein Prozent über dem bisherigen Höchstwert aus dem Jahr 2015.

Allein im Schlussquartal erzielte das US-Geldhaus unterm Strich einen Gewinn von 6,7 Milliarden Dollar, was fast ein Viertel mehr war als im Vorjahreszeitraum.

JP Morgan profitierte vor allem von einem starken Anleihe-Handel, wieder gestiegenen US-Zinsen und den verstärkten Handelsaktivitäten nach der „Trump-Wahl“. Durch eine Steuergutschrift, geringen Rückstellungen für ausfallgefährdete Kredite und verschiedenen Einsparungen konnte der Jahresüberschuss zusätzlich gesteigert werden.

Die Reaktion auf die Zahlen fiel allerdings eher mäßig aus – zur Stunde notiert der US-Finanztitel beinah unverändert bei rund 86,20 USD. Auf der einen Seite dürften die Marktteilnehmer mit (sehr) guten Ergebnissen gerechnet haben, und auf der anderen Seite legte der Wert seit der Wahl von Donald Trump bereits um mehr als 20 Prozent zu. Folglich dürften die starken Q4-Zahlen bereits überwiegend eingepreist worden sein.

Aus technischer Sicht befindet sich das Papier in einem astreinen Aufwärtstrend, scheiterte jedoch vorerst am Hoch bei 88,20 USD. Fällt dieses in den nächsten Tagen, könnte das Projektionsniveau bei ca. 91,30 USD das nächste Ziel der JP-Bullen sein.

Erste Verkaufssignale in Richtung EMA50 oder 38,20 %-Fibonacci-Retracement bei 80,40 USD ergeben sich unterhalb von 85,50 USD – bis dahin dominieren die Käufer weiter das technische Bild des US-Bankentitels.

Quelle: Guidants

Bank of America profitiert vom Sparkurs!

Die Bank of America, welche Anfang 2009 die Investmentbank Merrill Lynch übernahm, gilt, gemessen an Vermögenswerten, als zweitgrößtes US-amerikanische Kreditinstitut. Gemessen am Eigenkapital ist das US-Geldhaus eine der größten Banken weltweit und ist neben dem Investmentbanking vor allem im klassischen Einlagen und Kreditgeschäft tätig.

Die US-Großbank erwirtschaftete im vierten Quartal 2016 einen Umsatz von rund 20,00 Mrd. USD. Dieser lag leicht unter den Markterwartungen von 20,60 Mrd. USD. Der Gewinn je Aktie lag bei 0,40 USD, und somit leicht über dem Analystenkonsens von 0,38 USD.

Auf Jahressicht verdiente die Bank of America mit 16,2 Milliarden Dollar rund 13 Prozent mehr als vor einem Jahr und konnte somit auch hier die Expertenschätzungen leicht übertreffen.

Hauptgewinntreiber waren die Marktturbulenzen nach der US-Wahl, sowie steigende US-Zinsen und der durch CEO Brian Moynihan verordnete Sparkurs. Im ersten Quartal rechnet der US-Finanz-Manager, dank weiter steigender Zinsen auf dem Heimat-Markt, mit einer stark anziehenden Einlage und Kreditgeschäft.

Folglich beschloss die US-Bank ein weiteres Aktienrückkaufprogram über $1,8 Mrd. (ca. 0,8 % des Börsenwerts).

Auch hier blieb eine klare Kurs-Reaktion aus und der US-Finanztitel notiert beinah unverändert bei knapp 23,00 USD. Allerdings gehört die Aktie der Bank of America mit Aufschlag von 35 Prozent seit der Wahl Trumps im November ohnehin zu größte Gewinner unter den Papieren der Großbanken. Somit dürften, ähnlich wie bei JP Morgan Chase, gute Quartalszahlen bereits in die Kurse eingepreist worden sein.

Technisch ergibt sich ein mit dem Chart von JP Morgan vergleichbares Bild:

  • Oberhalb von 23,40 USD könnte die Aktie das Projektionsniveau bei ca. 25,25 USD anlaufen.
  • Fällt die Aktie aus dem „kleinen Aufwärtstrend“ heraus, wird ein Test der unteren Range-Kanten bei 22,30 und 21,70 USD wahrscheinlich.
  • Unterhalb des EMA50 beziehungsweise der 21,70-USD-Marke rückt das 38,20 %-Fibonacci-Retracement bei 20,70 USD in den Fokus.

Quelle: Guidants

Wells Fargo – Zahlen enttäuschen, Aktie steigt dennoch!

Wells Fargo & Company (Wells Fargo) gehört zu den größten Finanzdienstleistern weltweit und ist in (beinah) allen Bereichen der Finanzdienstleistungen tätig. Das Kerngeschäft der US-Großbank ist die Vergabe von Hypotheken- und Verbraucherkrediten in den USA und Kanada.

Der US-Finanzdienstleister verfehlt im vierten Quartal mit einem Gewinn je Aktie von 0,96 USD die Analystenschätzungen von 1,00 USD knapp. Die Umsatzerlöse lagen mit 21,60 Mrd. USD ebenfalls leicht unter den Marktprognosen von 22,40 Mrd. USD.

Ein Skandal um fingierte Konten hatte die US-Bank im September 2016 in Schwierigkeiten gebracht. Zahlreiche Mitarbeiter waren im Zuge der Affäre gefeuert worden und Kontoeröffnungen sowie Kreditkarten-Anträge brachen regelrecht ein. Mitte Oktober musste der Vorstandsvorsitzende John Stumpf seinen Posten räumen und es übernahm Timothy Sloan. Der Skandal rund um Scheinkonten dürfte die Bank trotz einer bereits ausgesprochenen Strafe von 18,5 Mrd. USD und weiteren 5 Mrd. USD Entschädigungszahlungen an betroffene Kunden auch in Zukunft belasten – US-Justiz und Börsenaufsicht ermitteln weiter gegen das US-Geldhaus.

Trotz des Scheinkonten-Skandals steigerte Wells Fargo 2016 die Umsatzerlöse um drei Prozent auf 88,3 Milliarden Dollar. Der Überschuss sank indes um eine Mrd. USD von 22,9 auf 21,9 Mrd. USD.

Es ist bemerkenswert, dass von den drei US-Finanztiteln die Reaktion auf die Zahlen „am besten“ ausfiel; die Aktie notiert zur Stunde rund 1,3 % im Plus. Dies dürfte auch damit zusammenhängen, dass das Papier von Wells Fargo keine „Mega-Trump-Rallye“ hinter sich hat, und die Erwartungen wohl nicht so hoch gesteckt waren.

Die technische Lage der Aktie von Wells Fargo hat sich seit der gestrigen Analyse meines Kollegen Bastian Galuschka nicht merklich verändert. Herr Galuschka schrieb in dem Artikel WELLS FARGO – Morgen kommen die Zahlen! bezüglich der US-Aktie Folgendes:

(…) Das Intraday-Reversal könnte die Basis für eine Fortsetzung der übergeordneten Aufwärtsbewegung legen, zumal eine dreiteilige Konsolidierung abgeschlossen aussieht. Die Reveralkerze muss heute aber erst noch bestätigt werden. Um 54,00 USD ist der Wert gut unterstützt. Die nächsten Trendziele befinden sich bei 56,34 und 58,02 USD. Fällt die Aktie dagegen auf neue Tiefs, wird ein Umweg über 51,00 USD wahrscheinlich. Dort trifft der Bankentitel ebenfalls auf eine solide Unterstützung. (…)

Quelle: Guidants

Autor: Heinz Rabauer, Technischer Analyst bei GodmodeTrader.de

 


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JP Morgan Chase
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    Der Gewinn im Gesamtjahr erreichte den Rekord-Wert von 24,7 Mrd. USD und lag somit ca. ein Prozent über dem bisherigen Höchstwert aus dem Jahr 2015.

    Allein im Schlussquartal erzielte das US-Geldhaus unterm Strich einen Gewinn von 6,7 Milliarden Dollar, was fast ein Viertel mehr war als im Vorjahreszeitraum.

    JP Morgan profitierte vor allem von einem starken Anleihe-Handel, wieder gestiegenen US-Zinsen und den verstärkten Handelsaktivitäten nach der „Trump-Wahl“. Durch eine Steuergutschrift, geringen Rückstellungen für ausfallgefährdete Kredite und verschiedenen Einsparungen konnte der Jahresüberschuss zusätzlich gesteigert werden.

    Die Reaktion auf die Zahlen fiel allerdings eher mäßig aus – zur Stunde notiert der US-Finanztitel beinah unverändert bei rund 86,20 USD. Auf der einen Seite dürften die Marktteilnehmer mit (sehr) guten Ergebnissen gerechnet haben, und auf der anderen Seite legte der Wert seit der Wahl von Donald Trump bereits um mehr als 20 Prozent zu. Folglich dürften die starken Q4-Zahlen bereits überwiegend eingepreist worden sein.

    Aus technischer Sicht befindet sich das Papier in einem astreinen Aufwärtstrend, scheiterte jedoch vorerst am Hoch bei 88,20 USD. Fällt dieses in den nächsten Tagen, könnte das Projektionsniveau bei ca. 91,30 USD das nächste Ziel der JP-Bullen sein.

    Erste Verkaufssignale in Richtung EMA50 oder 38,20 %-Fibonacci-Retracement bei 80,40 USD ergeben sich unterhalb von 85,50 USD – bis dahin dominieren die Käufer weiter das technische Bild des US-Bankentitels.

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    Die US-Großbank erwirtschaftete im vierten Quartal 2016 einen Umsatz von rund 20,00 Mrd. USD. Dieser lag leicht unter den Markterwartungen von 20,60 Mrd. USD. Der Gewinn je Aktie lag bei 0,40 USD, und somit leicht über dem Analystenkonsens von 0,38 USD.

    Auf Jahressicht verdiente die Bank of America mit 16,2 Milliarden Dollar rund 13 Prozent mehr als vor einem Jahr und konnte somit auch hier die Expertenschätzungen leicht übertreffen.

    Hauptgewinntreiber waren die Marktturbulenzen nach der US-Wahl, sowie steigende US-Zinsen und der durch CEO Brian Moynihan verordnete Sparkurs. Im ersten Quartal rechnet der US-Finanz-Manager, dank weiter steigender Zinsen auf dem Heimat-Markt, mit einer stark anziehenden Einlage und Kreditgeschäft.

    Folglich beschloss die US-Bank ein weiteres Aktienrückkaufprogram über $1,8 Mrd. (ca. 0,8 % des Börsenwerts).

    Auch hier blieb eine klare Kurs-Reaktion aus und der US-Finanztitel notiert beinah unverändert bei knapp 23,00 USD. Allerdings gehört die Aktie der Bank of America mit Aufschlag von 35 Prozent seit der Wahl Trumps im November ohnehin zu größte Gewinner unter den Papieren der Großbanken. Somit dürften, ähnlich wie bei JP Morgan Chase, gute Quartalszahlen bereits in die Kurse eingepreist worden sein.

    Technisch ergibt sich ein mit dem Chart von JP Morgan vergleichbares Bild:

    • Oberhalb von 23,40 USD könnte die Aktie das Projektionsniveau bei ca. 25,25 USD anlaufen.
    • Fällt die Aktie aus dem „kleinen Aufwärtstrend“ heraus, wird ein Test der unteren Range-Kanten bei 22,30 und 21,70 USD wahrscheinlich.
    • Unterhalb des EMA50 beziehungsweise der 21,70-USD-Marke rückt das 38,20 %-Fibonacci-Retracement bei 20,70 USD in den Fokus.

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    Wells Fargo & Company (Wells Fargo) gehört zu den größten Finanzdienstleistern weltweit und ist in (beinah) allen Bereichen der Finanzdienstleistungen tätig. Das Kerngeschäft der US-Großbank ist die Vergabe von Hypotheken- und Verbraucherkrediten in den USA und Kanada.

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    Trotz des Scheinkonten-Skandals steigerte Wells Fargo 2016 die Umsatzerlöse um drei Prozent auf 88,3 Milliarden Dollar. Der Überschuss sank indes um eine Mrd. USD von 22,9 auf 21,9 Mrd. USD.

    Es ist bemerkenswert, dass von den drei US-Finanztiteln die Reaktion auf die Zahlen „am besten“ ausfiel; die Aktie notiert zur Stunde rund 1,3 % im Plus. Dies dürfte auch damit zusammenhängen, dass das Papier von Wells Fargo keine „Mega-Trump-Rallye“ hinter sich hat, und die Erwartungen wohl nicht so hoch gesteckt waren.

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