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Bigger Picture: Was man am 20.9. vor Marktstart gelesen haben sollte (Deutsche Bank Morning Daily)

20.09.2016



Topnews aus Deutschland

Berlin sucht nach Regierung

Bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin haben sowohl CDU als auch SPD und Grüne Verluste verzeichnet, während die Linke zulegen konnte und die AfD auf Anhieb auf ein zweistelliges Ergebnis gekommen ist. Die SPD bleibt trotzdem stärkste Kraft. Michael Müller, der bisherige Regierender Bürgermeister von Berlin, will ab Mittwoch Sondierungsgespräche zur Bildung einer neuen Koalition beginnen. Erster Gesprächspartner soll die CDU sein. Deren Landesvorsitzender Frank Henkel hatte seinen Rücktritt angeboten, was von Präsidium und Vorstand jedoch abgelehnt wurde. Während die Wahl von regionalen Themen bestimmt wurde, werten Beobachter den Wahlausgang auch als Denkzettel für die Bundespolitik. Bundeskanzlerin Merkel hat inzwischen zugegeben, dass die Flüchtlingssituation im vergangenen Jahr zeitweise außer Kontrolle war.

Topnews aus den Regionen

Europa:

Die Eurozone hat im Juli einen saisonbereinigten Leistungsbilanzüberschuss von 21,0 Mrd. Euro erzielt, nachdem im Juni ein Überschuss von 29,5 Mrd. Euro gemeldet worden war. Der Europäischen Zentralbank (EZB) zufolge belief sich der Überschuss in der Handelsbilanz auf 26,4 Mrd. Euro, wobei die Exporte auf 168,8 Mrd. Euro zurückgingen und die Importe auf 142,4 Mrd. Euro zulegten. Unbereinigt belief sich der Leistungsbilanzüberschuss des Euroraums im Juli auf 31,5 Mrd. Euro.

Bundesbankpräsident Jens Weidmann hat davor gewarnt, die EZB-Geldpolitik zu überfordern. "Die Notenbanken werden mit Erwartungen überfrachtet. Die EZB kann nicht alle Probleme lösen", so der Bundesbankchef. Er fordert, die Zinsen nicht länger niedrig zu belassen als unbedingt erforderlich. Die EZB dürfe dabei niemanden schonen. "Mögliche Probleme einzelner Finanzinstitute oder Staatshaushalte dürfen uns nicht davon abhalten, die Geldpolitik zu normalisieren, sobald es geboten ist", mahnte Weidmann gestern. Er forderte zudem eine Abspaltung der Bankenaufsicht von der EZB, da hier ein Zielkonflikt drohe.

Asien:

Die Preise für Wohneigentum in China sind im August in 62 von 70 beobachteten Städten zum Vorjahr gestiegen, wie gestern berichtet wurde. Eigentlich hatte die Regierung in Peking bereits vor längerer Zeit darauf hinwirken wollen, die Preissteigerung einzudämmen, um eine Blasenbildung zu vermeiden. Denn das Wachstum im chinesischen Immobilienmarkt ist nicht nur auf Käuferseite, sondern auch bei Bauunternehmern in bedenklichem Maß kreditfinanziert. Doch in diesem Sommer hat der Anstieg wieder an Fahrt gewonnen. Im Monatsvergleich sind die Preise für Wohneigentum sogar in 64 der 70 beobachteten Städte gestiegen.

FX Market Outlook

Der argentinische Peso verliert zwar seit Jahren gegenüber dem Euro an Wert. In dieser Woche konnte er aber wieder etwas zulegen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) ist zur Analyse der Staatsfinanzen erstmals nach zehn Jahren wieder in Argentinien anwesend. In dieser Woche prüft die IWF-Delegation, ob das Land wieder kreditfähig ist. Es sollen die Staatsfinanzen analysiert und anschließend ein Bericht erstellt werden, der Grundlage für neue Darlehen sein könnte. Artikel IV der Zusammenarbeit zwischen dem IWF und seinen 188 Mitgliedsländern besagt, dass solche Inspektionsbesuche regelmäßig stattfinden sollen.

Im Jahr 2001 war Argentinien in den Staatsbankrott gerutscht. US-Hedgefonds kauften damals in großem Stil Staatsanleihen auf, lehnten einen Schuldenschnitt ab und erhielten letztendlich 9,3 Mrd. US-Dollar als Abgeltung. Der IWF und die Regierung um Néstor Kirchner hatten sich 2006 entzweit, nachdem das Land seine Auslandsschulden nicht mehr bedient hatte, was zu einem milliardenschweren Rechtsstreit mit Gläubigern führte. In Argentinien wurde der IWF das Sinnbild für Kapitalismus, der das Land in die Knie zwingen wollte. Unter dem seit Dezember 2015 im Amt befindlichen liberalen Präsidenten Mauricio Macri will sich das Land neu aufstellen, investorenfreundlicher werden und hofft auf eine Normalisierung der internationalen Beziehungen. Im April beglich Argentinien auch die Schulden bei US-Hedgefonds und beendete damit den Rechtsstreit.

 


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Bildnachweis

1. Christian Drastil (BSN), Wolfgang Schüssel Fachheft http://www.christian-drastil.com/fachheft-info/ , (© Martina Draper/photaq)   >> Öffnen auf photaq.com

Aktien auf dem Radar: Andritz , Flughafen Wien , AT&S , Frequentis , Amag , Warimpex , Verbund , Marinomed Biotech , NET New Energy Technologies , Bawag , RBI , ATX , ATX Prime , AMS , Rosenbauer , Valneva .


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Die börsenotierte BKS Bank mit Sitz in Klagenfurt, Österreich, beschäftigt rund 1.100 Mitarbeiter und betreibt ihr Bank- und Leasinggeschäft in den Ländern Österreich, Slowenien, Kroatien und der Slowakei. Die BKS Bank verfügt zudem über Repräsentanzen in Ungarn und Italien. Mit der Oberbank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg AG bildet die BKS Bank AG die 3 Banken Gruppe.

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    Die Eurozone hat im Juli einen saisonbereinigten Leistungsbilanzüberschuss von 21,0 Mrd. Euro erzielt, nachdem im Juni ein Überschuss von 29,5 Mrd. Euro gemeldet worden war. Der Europäischen Zentralbank (EZB) zufolge belief sich der Überschuss in der Handelsbilanz auf 26,4 Mrd. Euro, wobei die Exporte auf 168,8 Mrd. Euro zurückgingen und die Importe auf 142,4 Mrd. Euro zulegten. Unbereinigt belief sich der Leistungsbilanzüberschuss des Euroraums im Juli auf 31,5 Mrd. Euro.

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    FX Market Outlook

    Der argentinische Peso verliert zwar seit Jahren gegenüber dem Euro an Wert. In dieser Woche konnte er aber wieder etwas zulegen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) ist zur Analyse der Staatsfinanzen erstmals nach zehn Jahren wieder in Argentinien anwesend. In dieser Woche prüft die IWF-Delegation, ob das Land wieder kreditfähig ist. Es sollen die Staatsfinanzen analysiert und anschließend ein Bericht erstellt werden, der Grundlage für neue Darlehen sein könnte. Artikel IV der Zusammenarbeit zwischen dem IWF und seinen 188 Mitgliedsländern besagt, dass solche Inspektionsbesuche regelmäßig stattfinden sollen.

    Im Jahr 2001 war Argentinien in den Staatsbankrott gerutscht. US-Hedgefonds kauften damals in großem Stil Staatsanleihen auf, lehnten einen Schuldenschnitt ab und erhielten letztendlich 9,3 Mrd. US-Dollar als Abgeltung. Der IWF und die Regierung um Néstor Kirchner hatten sich 2006 entzweit, nachdem das Land seine Auslandsschulden nicht mehr bedient hatte, was zu einem milliardenschweren Rechtsstreit mit Gläubigern führte. In Argentinien wurde der IWF das Sinnbild für Kapitalismus, der das Land in die Knie zwingen wollte. Unter dem seit Dezember 2015 im Amt befindlichen liberalen Präsidenten Mauricio Macri will sich das Land neu aufstellen, investorenfreundlicher werden und hofft auf eine Normalisierung der internationalen Beziehungen. Im April beglich Argentinien auch die Schulden bei US-Hedgefonds und beendete damit den Rechtsstreit.

     


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