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Muss es Barrick Gold doch selbst richten...? (Christian-Hendrik Knappe)

Bild: © finanzmarktfoto.at/Martina Draper, Barrick Gold

27.05.2016, 3609 Zeichen

Goldminenbetreiber wie der kanadische Marktführer Barrick Gold konnten sich zuletzt auf die US-Notenbank verlassen. Schließlich sorgte ihre anhaltend lockere Geldpolitik für eine Goldpreisrallye und damit auch steigende Aktienkurse bei Barrick Gold & Co. Damit könnte es nun jedoch vorbei sein.

Nach der letztjährigen Zinswende hatte es die Fed zuletzt in Sachen Zinserhöhungen plötzlich gar nicht mehr so eilig. Die Gründe konnte man unter anderem in den allgemeinen Finanzmarktturbulenzen zu Jahresbeginn, den chinesischen Konjunktursorgen und der am 23. Juni stattfindenden Abstimmung in Großbritannien über den Verbleib in der EU finden. Schließlich wollten die US-Notenbanker nicht mit Zinserhöhungen für zusätzliche Verunsicherungen am Markt sorgen. Die anhaltend lockere Geldpolitik freute unter anderem Goldpreis-Bullen und Investoren, die es mit Goldminenwerten halten. Doch inzwischen kann man sich nicht mehr sicher sein, dass Fed-Chefin Janet Yellen und ihre Kollegen bei ihrer Juni-Sitzung tatsächlich auf Leitzinserhöhungen verzichten werden.

Das am 17. Mai veröffentlichte Protokoll zur letzten Fed-Sitzung (Ende April) legt den Schluss nahe, dass die Fed die Leitzinsen erhöhen könnte, obwohl sie weiß, dass etwa eine Woche später mit einem möglichen „Brexit“ die Finanzmärkte ordentlich durcheinandergewirbelt werden könnten. In dem Protokoll heißt es, dass eine Zinsanhebung auf der Juni-Sitzung "wahrscheinlich angemessen" sei. Die zuletzt wenig erfreulich ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten könnten die Fed zur Freude der Goldpreis-Bullen und vieler Goldminenwerte wie Barrick Gold doch noch von einer Zinserhöhung abhalten.

Die Aussicht auf eine mögliche Straffung der Fed-Geldpolitik hat sowohl die Kursrallye der Barrick-Gold-Aktie verlangsamt als auch den steilen Goldpreisanstieg vorerst gestoppt. Aus diesem Grund dürften Investoren verstärkt darauf hoffen, dass Barrick Gold bei seinen Einsparungen und Umbaumaßnahmen schnell vorankommt. Auf den ersten Blick können sich diese Fortschritte im ersten Quartal 2016 nicht gerade sehen lassen. Laut Unternehmensanagaben vom 26. April rutschte Barrick Gold zu Jahresbeginn mit 83 Mio. US-Dollar in die Verlustzone, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Plus von 57 Mio. US-Dollar zu Buche gestanden hatte. Während für den Verlust zwischen Januar und März 2016 einmalige negative Einflüsse verantwortlich gemacht wurden, wurden die EPS-Konsensschätzungen nach Reuters von 10 Cents übertroffen. Barrick Gold hatte einen bereinigten Gewinn je Aktie von 11 Cents ausgewiesen. Die Umsätze waren um 14 Prozent auf 1,93 Mrd. US-Dollar rückläufig und lagen unter den Markterwartungen von 1,99 Mrd. US-Dollar.

Allerdings konnte Barrick Gold zuletzt mit anderen Erfolgen aufwarten. Diese lassen wiederum darauf schließen, dass sich das Unternehmen immer besser auf ein Umfeld mit niedrigeren Goldpreisen einstellt. Zu denErfolgen zählen unter anderem weiteren Kostensenkungen und die Reduzierung von Schulden. Barrick Gold sieht sich sogar auf gutem Wege, das Schuldensenkungsziel von 2 Mrd. US-Dollar in diesem Jahr zu erreichen.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Barrick-Gold-Aktie erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DL3BHE) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,84, die Knock-Out-Schwelle bei 13,03US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN DT5Q1V, aktueller Hebel 2,87; Knock-Out-Schwelle bei 23,49 US-Dollar) auf fallende Kurse der Barrick-Gold-Aktie setzen.

Stand: 26.05.2016


(27.05.2016)

© Deutsche Bank AG -
Bei dem vorliegenden Dokument handelt es sich um eine Werbemitteilung. Die in diesem Dokument enthaltenen Angaben stellen keine Anlageberatung dar. Weitere, ausführlichere Angaben zu den Wertpapieren einschließlich der Risiken sind den jeweiligen Basisprospekten, nebst etwaiger Nachträge („Basisprospekte“) sowie den jeweiligen Endgültigen Bedingungen zu entnehmen. Der Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen stellen das allein verbindliche Verkaufsdokument der Wertpapiere dar. Anleger können die Basisprospekte nebst den jeweiligen Endgültigen Bedingungen bei der Deutsche Bank AG, Mainzer Landstraße 11-17, 60329 Frankfurt am Main (Deutschland) kostenlos in Papierform und deutscher Sprache erhalten und unter www.xmarkets.de herunterladen.

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