16.12.2015, 2329 Zeichen
In den letzten drei Wochen konnten wir am Aktienmarkt ein Phänomen beobachten, welches in der Vergangenheit häufig ein erstes Anzeichen für das Ende einer Korrektur beim Goldpreis war: Obwohl der Goldpreis je Unze in US-Dollar Anfang Dezember ein neues Jahrestief markierte, brachen die Aktienkurse der großen Goldminenbetreiber nicht weiter ein, sondern bewegten sich seitwärts bzw. leicht aufwärts.
Goldminenaktien haben sich stabilisiert
Dazu müssen Sie wissen, dass selbst die Papiere großer Goldförderer wie etwa Barrick Gold, Goldcorp oder Newmont Mining im Normallfall auf jede Preisänderung im Spotmarkt für Gold mit einem gewissen Hebel reagieren. So hat die Aktie von Goldcorp seit 2011 rund 80 Prozent an Wert eingebüßt, der Goldpreis ist aber „nur“ um etwa 40 Prozent gefallen. Halten sich die Goldminenaktien nun stabil oder steigen sogar gegen den Trend an, dann könnte dies ein Indiz für eine Trendwende auch beim Goldpreis sein. Wohlgemerkt nur ein Indiz und Sie sollten den Konjunktiv nicht übersehen!
In den letzten Tagen konnten sich aber die Goldminenaktien dem allgemeinen Verkaufsdruck an den Börsen nicht entziehen und kamen wieder unter Druck. Allerdings behaupten sich die meisten Papiere (außer Goldcorp) im Gegensatz zum Goldpreis weiterhin deutlich über ihren Jahrestiefs.
Das Ende des vierjährigen Abwärtstrends im Goldmarkt wird aller Voraussicht nach ohnehin nicht durch einen sofortigen steilen Anstieg beendet, sondern durch eine zähe Bodenbildung, die sich über Monate erstrecken kann. Ob der Goldpreis dabei nochmals fällt und dabei auch die psychologisch wichtige Marke von 1.000 US-Dollar unterschreitet, spielt langfristig keine Rolle. Denn selbst wenn dies der Fall sein sollte, wird es nur ein vorübergehendes Ereignis sein.
Fazit
An unserer Einschätzung hat sich nichts geändert: Die Stunde der Goldbesitzer wird schlagen, der Goldpreis wird wieder steigen. Allerdings kann das noch etwas dauern, bisher gibt es nur Indizien für eine Bodenbildung. Doch Sie sollten bei Gold nicht nur auf die kurzfristige Preisentwicklung schauen: Es schläft sich einfach besser, wenn ein Teil des Vermögens in eine Anlage investiert ist, die in fast allen Zeiten Renditebringer und Versicherung zugleich war.
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