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29.05.2014, 2047 Zeichen

Auch in Österreich gibt es immer wieder eine Diskussion über die Höhe von Boni, d.h. über die variablen Gehaltsbestandteile von Managervergütungen. Die Frage ist, was soll belohnt werden: der Erfolg oder die Leistung. Denn nicht immer führt eine Leistung zu einem unmittelbaren Erfolg. Die Sanierung eines Unternehmens ist oft mühsam, anstrengend und die positiven Konsequenzen werden oft erst später in den Zahlen sichtbar. Anderseits werden auch oft überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt, weil vorteilhafte Marktbedingungen gegeben waren oder durch die Schwäche der Konkurrenz Preiserhöhungen leicht durchzusetzen waren. Dem Aktionär fällt es leichter, nachdem hohe Gewinne erzielt wurden, dass dem Management ein entsprechender Anteil zukommt. Wenn keine Dividende ausgeschüttet wird bzw. Verluste nicht vermieden werden konnten, fehlt vor allem dem Streubesitz das Verständnis, wenn trotzdem Bonifikationen ausbezahlt werden. Es ist dann die Aufgabe des Aufsichtsrates zu erklären, warum eine variable Vergütung gerechtfertigt ist. Die Basis für die Bonifikation sollen ambitiöse, aber erreichbare Ziele sein. Bei der Festlegung der Parameter ist der Vergütungsausschuss gefordert. Zur Angemessenheit von variablen Bezügen wird es immer mehrere, divergierende Sichtweisen geben. Es reicht nicht, teure internationale Berater heranziehen, sondern mit Augenmaß eine Lösung zu finden, die gegenüber den Mitarbeitern, den Aktionären und der Öffentlichkeit verständlich kommuniziert werden muss. Ein besonders wichtig Aspekt ist dabei die Vorbildwirkung: es geht nicht an, von Mitarbeitern und Aktionären Opfer zu verlangen, aber sich selbst auszunehmen.


Es wird immer öffentlich Diskussionen geben, weil jeder ohne Vorkenntnisse und Expertise zu diesem Thema seine persönliche Meinung zu diesem Thema einbringen kann. Vorstände und Aufsichtsräte sollten darauf nicht beleidigt und verärgert reagieren, sondern Anregungen mitnehmen. Geheimnistuerei oder Intransparenz sind der falsche Weg, sondern steigern die Neugier und führen oft zu Fehlschlüssen.



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Die börsenotierte BKS Bank mit Sitz in Klagenfurt, Österreich, beschäftigt rund 1.100 Mitarbeiter und betreibt ihr Bank- und Leasinggeschäft in den Ländern Österreich, Slowenien, Kroatien und der Slowakei. Die BKS Bank verfügt zudem über Repräsentanzen in Ungarn und Italien. Mit der Oberbank AG und der Bank für Tirol und Vorarlberg AG bildet die BKS Bank AG die 3 Banken Gruppe.

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Wilhelm Rasinger
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    Boni, Erfolg und Leistung (Wilhelm Rasinger)


    29.05.2014, 2047 Zeichen

    Auch in Österreich gibt es immer wieder eine Diskussion über die Höhe von Boni, d.h. über die variablen Gehaltsbestandteile von Managervergütungen. Die Frage ist, was soll belohnt werden: der Erfolg oder die Leistung. Denn nicht immer führt eine Leistung zu einem unmittelbaren Erfolg. Die Sanierung eines Unternehmens ist oft mühsam, anstrengend und die positiven Konsequenzen werden oft erst später in den Zahlen sichtbar. Anderseits werden auch oft überdurchschnittliche Ergebnisse erzielt, weil vorteilhafte Marktbedingungen gegeben waren oder durch die Schwäche der Konkurrenz Preiserhöhungen leicht durchzusetzen waren. Dem Aktionär fällt es leichter, nachdem hohe Gewinne erzielt wurden, dass dem Management ein entsprechender Anteil zukommt. Wenn keine Dividende ausgeschüttet wird bzw. Verluste nicht vermieden werden konnten, fehlt vor allem dem Streubesitz das Verständnis, wenn trotzdem Bonifikationen ausbezahlt werden. Es ist dann die Aufgabe des Aufsichtsrates zu erklären, warum eine variable Vergütung gerechtfertigt ist. Die Basis für die Bonifikation sollen ambitiöse, aber erreichbare Ziele sein. Bei der Festlegung der Parameter ist der Vergütungsausschuss gefordert. Zur Angemessenheit von variablen Bezügen wird es immer mehrere, divergierende Sichtweisen geben. Es reicht nicht, teure internationale Berater heranziehen, sondern mit Augenmaß eine Lösung zu finden, die gegenüber den Mitarbeitern, den Aktionären und der Öffentlichkeit verständlich kommuniziert werden muss. Ein besonders wichtig Aspekt ist dabei die Vorbildwirkung: es geht nicht an, von Mitarbeitern und Aktionären Opfer zu verlangen, aber sich selbst auszunehmen.


    Es wird immer öffentlich Diskussionen geben, weil jeder ohne Vorkenntnisse und Expertise zu diesem Thema seine persönliche Meinung zu diesem Thema einbringen kann. Vorstände und Aufsichtsräte sollten darauf nicht beleidigt und verärgert reagieren, sondern Anregungen mitnehmen. Geheimnistuerei oder Intransparenz sind der falsche Weg, sondern steigern die Neugier und führen oft zu Fehlschlüssen.



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