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30.07.2013, 2393 Zeichen

 Die deutschen Sparer haben im ersten Quartal dieses Jahres die richtige Antwort auf die immer tiefer fallenden Zinsen gegeben: Erstmals seit ewigen Zeit haben sie mehr Geld in Aktien und Investmentfonds gesteckt als in Zinsanlagen. Und wie es aussieht, wird dieser Trend anhalten.


Um fast 52 Milliarden Euro sind die Deutschen nach Berechnungen der Bundesbank von Ende 2012 bis März 2013 reicher geworden und besitzen nunmehr ein Geldvermögen von 4,99 Billionen Euro. Dieser Zuwachs hat vor allem im Versicherungsbereich sowie bei Aktien und Fonds stattgefunden. Bei Versicherungen ist das normal, weil sich die Ansprüche aus diesen langfristigen Verträgen wegen des Zinseszinseffekts immer mehr hochschaukeln - aber ein erheblicher Teil der 22 Milliarden mehr an Vermögen ist dem stark wachsenden Volumen bei der betrieblichen Altersvorsorge zu verdanken. Und das stimmt hoffnungsfroh, dass die Bundesbürger und die Unternehmen die dritte Säule der Altersvorsorge stärker als sonst dotieren

Noch hoffnungsfroher stimmt jedoch, dass die Sparer anscheinend damit anfangen, zumindest neues Geld nicht mehr in Zinspapiere mit Mickerzinsen anzulegen, sondern verstärkt in Aktien und Fonds. Der Zufluss in Aktien ist zwar (nach Nettoverkäufen im Quartal zuvor)  mit drei Milliarden noch spärlich, aber inklusive Kursgewinnen sind die Aktionäre unter den Privatanlegern immerhin um fast neun Milliarden Euro reicher geworden. In Investmentfonds - einschließlich ETFs - ist mit elf Milliarden Euro sogar soviel Kapital geflossen wie seit 10 Jahren nicht mehr. Besonders die derzeitigen Anlegerlieblinge - Mischfonds - stehen laut Bundesbank in der Gunst der Sparer.

Ganz anders dagegen bei den Zinsanlagen: Ob Termin- oder Spareinlagen, ob Sparbriefe oder Anleihen - alle haben massive Mittelabflüsse zu verkraften. Ein Großteil dieses Geldes floss in Bargeld  und Sichteinlagen, also die liquideste Form. Das deutet darauf hin, dass viele Sparer ihr Geld parken und zu überlegen beginnen, wo sie es letztlich investieren wollen. Und da bleibt nur zu hoffen, dass sie allmählich umdenken und wenigstens einen Teil ihrer Mittel vermehrt langfristig in Aktien, Aktienfonds, ETFs und Mischfonds stecken. Nur so können sie der kalten Enteignung bei Zinsanlagen entgehen und nach Inflation und Steuer wenigstens den realen Wert ihrer Anlagen erhalten.
  
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    30.07.2013, 2393 Zeichen

     Die deutschen Sparer haben im ersten Quartal dieses Jahres die richtige Antwort auf die immer tiefer fallenden Zinsen gegeben: Erstmals seit ewigen Zeit haben sie mehr Geld in Aktien und Investmentfonds gesteckt als in Zinsanlagen. Und wie es aussieht, wird dieser Trend anhalten.


    Um fast 52 Milliarden Euro sind die Deutschen nach Berechnungen der Bundesbank von Ende 2012 bis März 2013 reicher geworden und besitzen nunmehr ein Geldvermögen von 4,99 Billionen Euro. Dieser Zuwachs hat vor allem im Versicherungsbereich sowie bei Aktien und Fonds stattgefunden. Bei Versicherungen ist das normal, weil sich die Ansprüche aus diesen langfristigen Verträgen wegen des Zinseszinseffekts immer mehr hochschaukeln - aber ein erheblicher Teil der 22 Milliarden mehr an Vermögen ist dem stark wachsenden Volumen bei der betrieblichen Altersvorsorge zu verdanken. Und das stimmt hoffnungsfroh, dass die Bundesbürger und die Unternehmen die dritte Säule der Altersvorsorge stärker als sonst dotieren

    Noch hoffnungsfroher stimmt jedoch, dass die Sparer anscheinend damit anfangen, zumindest neues Geld nicht mehr in Zinspapiere mit Mickerzinsen anzulegen, sondern verstärkt in Aktien und Fonds. Der Zufluss in Aktien ist zwar (nach Nettoverkäufen im Quartal zuvor)  mit drei Milliarden noch spärlich, aber inklusive Kursgewinnen sind die Aktionäre unter den Privatanlegern immerhin um fast neun Milliarden Euro reicher geworden. In Investmentfonds - einschließlich ETFs - ist mit elf Milliarden Euro sogar soviel Kapital geflossen wie seit 10 Jahren nicht mehr. Besonders die derzeitigen Anlegerlieblinge - Mischfonds - stehen laut Bundesbank in der Gunst der Sparer.

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