07.02.2013,
3862 Zeichen
(Von:
Wolfgang Matejka, Bilder von Wolfgang
HIER)
Karten auf den Tisch
Es wird Zeit Farbe zu bekennen. Dass 2013 ein Schlüsseljahr für Europas Zukunft werden wird ist einigermaßen offensichtlich. Die Versprechen der jüngeren Vergangenheit werden in Maßnahmen umzusetzen sein. Europa wird den in 2012 eingeschlagenen Pfad zur strukturellen Einigung erkennbar beschreiten. Unsere Kapitalmärkte werden davon nachhaltig beeinflusst. Asset-Allokationen werden sich mit den daraus zwingend ableitbaren langjährigen Implikationen stärker auseinandersetzen. Auseinandersetzen müssen. Mind Work für Investoren.
Es wird aber derzeit nicht nur Pflicht, das Timing der Investitionen zu bestimmen. Es wird vielmehr Zeit, sich und der Öffentlichkeit sein Geschäftsmodell zu bestätigen oder es komplett neu zu definieren. Die letzten Jahre haben nämlich viele der vormals pauschal als „Institutionelle Investoren“ bezeichneten Berufsgruppen zu massiven strategischen Neuorientierungen veranlasst. Insbesondere Europas Kapitalbranchen wurden regelrecht in die Ecke hineinreguliert wo viele noch sitzen. Etliche dieser Kapitalsammelstellen sind daher inzwischen nicht mehr willens oder in der Lage, sich bestimmten Risikogruppen investitiv zu stellen. In vielen Versicherungen findet beispielsweise eine Aktienveranlagung gar nicht mehr statt. Ist nicht mehr auf der Agenda. Nett darüber zu plaudern, ein paar Gesprächs-Einladungen von Brokern werden auch noch angenommen, aber mehr nicht. Im Gegenzug gibt es aber noch etliche Berufsinvestoren, die diesen Schritt noch nicht getan haben. Die noch offen sind für „Risiko“ aber noch warten um wirklich sicher zu gehen. Und da drückt die Zeit. Denn der Bogen an den Kapitalmärkten wird gerade ziemlich gespannt.
Zwei einander völlig diametral gegenüber stehende Annahmen bauen sich gerade nahezu ultimativ auf: einerseits die Erkenntnis, dass die Realrendite in Euroland in nahezu keinem Land positiv ist und daher hier eine Ausgleichsbewegung tickt die voraussichtlich sprunghaft von sich gehen wird. Ergänzt und verstärkt um die zunehmende Alternativlosigkeit in anderen Asset Klassen als Sachwerten nachhaltig positive Real-Returns zu erwirtschaften. Aktien, also Sachwerte, sind dabei aufgrund ihrer Vielfalt die beste Wahl. Andererseits wird die derzeitige Konjunkturentwicklung und die Betonung der Eurolandskepsis immer wieder genutzt um die Aktienmärkte zu treffen. Verstärkt wird dieser Effekt auch, weil eben die Investorendecke nach wie vor extrem dünn und tradingorientiert ist.
Was die Tage wieder dominiert ist das uns so wohlbekannte Herdenverhalten an den Aktienmärkten. Mit möglichst großen Schreckensszenarien und einer Initialzündung am Kapitalmarkt alle in Gewinnmitnahmen oder sonstige kurzfristige Manöver zu jagen um sich danach neu und billiger zu positionieren. Hatten wir die letzten Jahre zur Genüge und es funktioniert ja auch weiterhin wie man diesen Montag deutlich erkennen konnte. Hands off. Sinkende Liquidität. Verkaufsdruck nahezu ungefiltert im Markt. Erzeugt neuen Verkaufsdruck. Die Spirale dreht sich …
Angesichts dieser Vorgänge wird es wird für Viele aber nun wirklich Zeit, sich den großen Themen zu stellen die sich in diesem Jahr emanzipieren werden. Und nur für den Fall, dass man sie in der Emotion übersieht eine kleine Aufzählung: der Leidensdruck unnatürlich tiefer Renditen, eine Konjunktur die wieder steigen wird, eine Realwirtschaft die von den Banken zunehmend emanzipiert ist, Investitionen die von ultratiefen Niveaus wieder ansteigen, Europas PIIGS mit sich erholenden Wirtschaftsdaten und Big USA die auf einer gewaltigen Energiewelle zu surfen beginnen. Und der Vollständigkeit halber die kommenden Anlässe für Herdenverhalten: Wahl in Italien, Spanien und die Korruption, Schuldengrenze in USA, Syrien und die Niederösterreichische Landtagswahl.
Keine Zeit für Langeweile.
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RWT AG
Die Firma RWT Hornegger & Thor GmbH wurde 1999 von den beiden Geschäftsführern Hannes Hornegger und Reinhard Thor gegründet. Seitdem ist das Unternehmen kontinuierlich, auf einen derzeitigen Stand von ca. 30 Mitarbeitern, gewachsen. Das Unternehmen ist in den Bereichen Werkzeugbau, Formenbau, Prototypenbau und Baugruppenfertigung tätig und stellt des Weiteren moderne Motorkomponenten und Präzisionsteile her.
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