Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.







Magazine aktuell


#gabb aktuell



04.12.2012, 2434 Zeichen

Vor ein paar Wochen habe ich überlegt, in wie weit ich Amazon, Google, Starbucks und Apple boykottieren könnte. Mit erschreckendem Ergebnis – vieles ist bei mir auf die Dienstleistungen dieser Firmen eingerichtet und außer im Fall von Starbucks geht ein nicht unerheblicher Teil meiner Konsumausgaben und Geschäftskosten an diese Großkonzerne. Da freut es mich ungemein, dass der britische Finanzminister nun angeblich bereits am Mittwoch eine Initiative auf den Weg bringen will. Mit dem schlichten Ziel: Auch die Großen sollen Steuern zahlen, wenn sie in einem Land Geld verdienen.
"Double Irish with a Dutch Sandwich" klingt nach einem leckeren Gericht, ist aber ein Modell zu internationalen Verschiebung von Gewinnen, das unter den Großen beliebt ist. Dabei werden von verschiedenen Konzerngesellschaften Lizenzgebühren von nationalen Dependancen erhoben, um die Gewinne vor Ort abzuschöpfen. Das geht so lange hin und her, bis die Steuervorteile verschiedener Länder ausgenutzt sind und die restlichen mageren Überschüsse in einem Niedrigsteuerland anfallen.Die Folgen sind bekannt. Auf 7,1 Milliarden Pfund Umsatz zahlt Amazon in Großbritanniern lächerliche 2,3 Millionen Pfund Gewinnsteuer. 5,8 Milliarden verdiente Googel außerhalb der USA im Jahr 2010. Die Gewinnsteuer betrug schlappe drei Prozent. Und Starbucks machte 2011 in Deutschland 110 Millionen Euro Gewinn - ohne eine Cent Steuern dafür zu zahlen.
Das empört mich als Bürger, immerhin muss ich das mit meinen Steuergeldern oder Verzicht auf staatliche Leistungen ausbaden. Es besorgt mich aber auch als Volkswirt. Denn die Großkonzerne haben in der Regel durch Skaleneffekte ohnehin schon hohe Wettbewerbsvorteile. Mit den Vorteilen einer Steuerbefreiung kann aber gerade die mittelständische Konkurrenz nur schwer mithalten. Selbst wenn ein Kaffeebesitzer oder Buchhändler um die Ecke seinen Gewinn erfolgreich herunterrechnen könnte: Das Finanzamt würde ihm Beine machen und mangelnde Gewinnerzielungsabsicht unterstellen.

Es gilt die Binsenweisheit: Die Marktwirtschaft lebt vom Wettbewerb, und Aufgabe des Staates ist es, gleiche Bedingungen für alle zu schaffen. Also: Auf geht's liebe Finanzminister – sucht möglichst schnell eine Lösung. Damit ich im kommenden Jahr nicht immer ein mulmiges Gefühl haben muss, wenn ich ein Buch bestelle oder meine Internet Recherchen über Google mache.



BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Leseprobe aus dem Fanboy-Buch zur Wiener Börse: Die 80`s (gekürzt)




 

Bildnachweis

1.

Aktien auf dem Radar:Semperit, Mayr-Melnhof, CPI Europe AG, EuroTeleSites AG, Polytec Group, Kapsch TrafficCom, Österreichische Post, Wienerberger, FACC, Bajaj Mobility AG, Rosgix, Uniqa, AT&S, CA Immo, Flughafen Wien, Frequentis, Lenzing, Marinomed Biotech, Palfinger, VIG, Wolford, Wolftank-Adisa, Erste Group, Oberbank AG Stamm, RHI Magnesita, DO&CO, Amag, EVN, Telekom Austria, DAX, Fresenius Medical Care.


Random Partner

A1 Telekom Austria
Die an der Wiener Börse notierte A1 Telekom Austria Group ist führender Provider für digitale Services und Kommunikationslösungen im CEE Raum mit mehr als 24 Millionen Kunden in sieben Ländern und bietet Kommunikationslösungen, Payment und Unterhaltungsservices sowie integrierte Business Lösungen an.

>> Besuchen Sie 54 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


Useletter

Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

Newsletter abonnieren

Runplugged

Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

per Newsletter erhalten


Meistgelesen
>> mehr





PIR-Zeichnungsprodukte
Newsflow
>> mehr

Börse Social Club Board
>> mehr
    #gabb #2065

    Featured Partner Video

    Börsepeople im Podcast S23/24: Melanie Steiner

    Melanie Steiner ist Verkaufsleiterin Wohnbau bei der Strabag Real Estate und der Mischek Bauträger GmbH. Wir sprechen über eine lange Karriere in der Branche, über die wilden 90er als Maklerin, übe...

    Books josefchladek.com

    Léon-Paul Fargue & Roger Parry & Fabian Loris
    Banalité
    1930
    Librairie Gallimard

    Daido Moriyama
    Japan, A Photo Theater (English Version
    2018
    Getsuyosha, bookshop M

    L'électrification de la ligne Paris Le Mans (photos by Roger Schall)

    1937
    Editions Perceval

    Tehching Hsieh
    One Year Performance 1978–1979
    2025
    Void

    Stephen Shore
    Uncommon Places
    1982
    Aperture

    Großkonzerne sollen mehr Steuern zahlen (Gisela Baur)


    04.12.2012, 2434 Zeichen

    Vor ein paar Wochen habe ich überlegt, in wie weit ich Amazon, Google, Starbucks und Apple boykottieren könnte. Mit erschreckendem Ergebnis – vieles ist bei mir auf die Dienstleistungen dieser Firmen eingerichtet und außer im Fall von Starbucks geht ein nicht unerheblicher Teil meiner Konsumausgaben und Geschäftskosten an diese Großkonzerne. Da freut es mich ungemein, dass der britische Finanzminister nun angeblich bereits am Mittwoch eine Initiative auf den Weg bringen will. Mit dem schlichten Ziel: Auch die Großen sollen Steuern zahlen, wenn sie in einem Land Geld verdienen.
    "Double Irish with a Dutch Sandwich" klingt nach einem leckeren Gericht, ist aber ein Modell zu internationalen Verschiebung von Gewinnen, das unter den Großen beliebt ist. Dabei werden von verschiedenen Konzerngesellschaften Lizenzgebühren von nationalen Dependancen erhoben, um die Gewinne vor Ort abzuschöpfen. Das geht so lange hin und her, bis die Steuervorteile verschiedener Länder ausgenutzt sind und die restlichen mageren Überschüsse in einem Niedrigsteuerland anfallen.Die Folgen sind bekannt. Auf 7,1 Milliarden Pfund Umsatz zahlt Amazon in Großbritanniern lächerliche 2,3 Millionen Pfund Gewinnsteuer. 5,8 Milliarden verdiente Googel außerhalb der USA im Jahr 2010. Die Gewinnsteuer betrug schlappe drei Prozent. Und Starbucks machte 2011 in Deutschland 110 Millionen Euro Gewinn - ohne eine Cent Steuern dafür zu zahlen.
    Das empört mich als Bürger, immerhin muss ich das mit meinen Steuergeldern oder Verzicht auf staatliche Leistungen ausbaden. Es besorgt mich aber auch als Volkswirt. Denn die Großkonzerne haben in der Regel durch Skaleneffekte ohnehin schon hohe Wettbewerbsvorteile. Mit den Vorteilen einer Steuerbefreiung kann aber gerade die mittelständische Konkurrenz nur schwer mithalten. Selbst wenn ein Kaffeebesitzer oder Buchhändler um die Ecke seinen Gewinn erfolgreich herunterrechnen könnte: Das Finanzamt würde ihm Beine machen und mangelnde Gewinnerzielungsabsicht unterstellen.

    Es gilt die Binsenweisheit: Die Marktwirtschaft lebt vom Wettbewerb, und Aufgabe des Staates ist es, gleiche Bedingungen für alle zu schaffen. Also: Auf geht's liebe Finanzminister – sucht möglichst schnell eine Lösung. Damit ich im kommenden Jahr nicht immer ein mulmiges Gefühl haben muss, wenn ich ein Buch bestelle oder meine Internet Recherchen über Google mache.



    BSN Podcasts
    Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

    Leseprobe aus dem Fanboy-Buch zur Wiener Börse: Die 80`s (gekürzt)




     

    Bildnachweis

    1.

    Aktien auf dem Radar:Semperit, Mayr-Melnhof, CPI Europe AG, EuroTeleSites AG, Polytec Group, Kapsch TrafficCom, Österreichische Post, Wienerberger, FACC, Bajaj Mobility AG, Rosgix, Uniqa, AT&S, CA Immo, Flughafen Wien, Frequentis, Lenzing, Marinomed Biotech, Palfinger, VIG, Wolford, Wolftank-Adisa, Erste Group, Oberbank AG Stamm, RHI Magnesita, DO&CO, Amag, EVN, Telekom Austria, DAX, Fresenius Medical Care.


    Random Partner

    A1 Telekom Austria
    Die an der Wiener Börse notierte A1 Telekom Austria Group ist führender Provider für digitale Services und Kommunikationslösungen im CEE Raum mit mehr als 24 Millionen Kunden in sieben Ländern und bietet Kommunikationslösungen, Payment und Unterhaltungsservices sowie integrierte Business Lösungen an.

    >> Besuchen Sie 54 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


    Useletter

    Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

    Newsletter abonnieren

    Runplugged

    Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
    (kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

    per Newsletter erhalten


    Meistgelesen
    >> mehr





    PIR-Zeichnungsprodukte
    Newsflow
    >> mehr

    Börse Social Club Board
    >> mehr
      #gabb #2065

      Featured Partner Video

      Börsepeople im Podcast S23/24: Melanie Steiner

      Melanie Steiner ist Verkaufsleiterin Wohnbau bei der Strabag Real Estate und der Mischek Bauträger GmbH. Wir sprechen über eine lange Karriere in der Branche, über die wilden 90er als Maklerin, übe...

      Books josefchladek.com

      Léon-Paul Fargue & Roger Parry & Fabian Loris
      Banalité
      1930
      Librairie Gallimard

      Tehching Hsieh
      One Year Performance 1978–1979
      2025
      Void

      Lisette Model
      Lisette Model
      1979
      Aperture

      Jack Davison
      13–15 November. Portraits: London
      2026
      Helions

      Olga Ignatovich
      In the Shadow of the Big Brother
      2025
      Arthur Bondar Collection WWII