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Was passiert eigentlich an einer Börse?

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01.06.2012, 3000 Zeichen

Am Thema Börse kommt man derzeit einfach nicht vorbei. Die Börsen (die "Märkte"), finden sich täglich in den Medien. Meist werden sie von Politikern in die Rolle des Sündenbocks für Entwicklungen, die den Bürgern Sorgen machen, gerückt. Dabei sind die Börsen lediglich Handelsplätze, auf denen für Waren nach Angebot und Nachfrage Preise gesucht und gebildet werden. Anders als auf klassischen Marktplätzen oder Basaren wird das meiste elektronisch abgewickelt. Das oftmals gezeichnete "Verschwörungsbild der Aktienhändler gegen die Allgemeinheit" ist ein ... Mythos.

Börsen selbst verdienen nicht an steigenden oder fallenden Kursen, sie sind keine Händler. Sie profitieren via Gebühren, wenn viel gehandelt gibt, eine Menge Börsegänge stattfinden und das Interesse gross ist. Dann werden viele Banken, Broker oder Medien anfragen, Börsekurse abbilden zu dürfen. Auch das ist Geschäft der Börse.

Welche Bedeutung hat die Börse für Anleger und Unternehmen? (Quelle: Wiener Börse)


    • Bedeutung für Anleger: An einer Wertpapierbörse können Anleger jederzeit Wertpapiere kaufen und verkaufen. Der Handel läuft nach bestimmten Regeln ab, die für alle Marktteilnehmer gleich sind. Durch die Börse ist der rasche Kauf oder Verkauf von Wertpapieren sichergestellt.

    • Bedeutung für Unternehmen: Der Gang an die Börse bringt den Unternehmen zusätzliches Kapital. Dadurch können Investitionen, Forschungen und Markterschließungen finanziert werden. Unternehmen sichern sich so ihre anhaltende Konkurrenzfähigkeit.



An einer Börse werden also Erwartungen gehandelt. Aktien eines an der Börse notierten Unternehmens werden in aller Regel erworben, wenn sich der Käufer einen günstigen Geschäftsverlauf dieses Unternehmens erwartet. Oder wenn die Aktien auf Grund verschiedener Umstände gerade sehr billig zu haben sind, aber trotzdem mit einem Aufschwung und so genannten „Gewinnmitnahmen“ gerechnet werden kann. Gehen Aktieninhaber von einer ungünstigen Entwicklung aus, liegt es auf der Hand, dass sie ihre Aktien zum Verkauf anbieten. Börsen gelten daher als Wirtschaftsbarometer, da sie künftige Entwicklungen vorwegnehmen. Sie reagieren generell auf volkswirtschaftliche und politische Veränderungen sehr sensibel.

An der Wiener Börse ist das Geschäft in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. Wurden vor ein paar Jahren noch bis zu 18 Mrd. Euro monatlich in Aktien umgesetzt, so sind es jetzt nur noch ca. 3 Mrd. Euro. Die Gründe dafür sind vielfältig: Die neue Wertpapier-KESt für Privatanleger, regulatorische Hürden für grosse Marktteilnehmer, dazu ein paar schiefgelaufene Börsegänge. Auch das politische Umfeld in Österreich und Europa ist derzeit nicht kapitalmarktfreundlich. Das heisst im Gegenzug: Die aktuelle Flaute, die sich auch durch ein niedriges Kursniveau ausdrückt, wird wohl langfristig gesehen eine gute Einstiegschance darstellen.



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