08.02.2012, 3783 Zeichen
Gernot Heitzinger Es waren sicher nicht die Banken, die waren das Instrument aber es waren nicht nur die Politiker. Es ist ein gesellschaftliches Phaenomen. Geblendet von zig Jahren steigendem Wohlstand hat sich ueberall die "ich will haben und zwar sofort, gerne auch auf Pump" Mentalitaet durchgesetzt. Dieser sofortige Konsum hat uns ein nie fuer moeglich gehaltenes Wirtschaftswachstum beschert und auch einen Schuldenberg der doppelt so hoch ist wie 1929. Die Politik hat gerne zugesehen, denn kurzfristig war kreditfinanziertes Wachstum besser als kein Wachstum. Die Blase musste/wird irgendwann platzen. Die Suche nach Schuldigen ist aber eher einerlei. Die Suche nach vernuenftigen Loesungen waere gefragt
Johann Schmit Die Frage "Politik kontra Banken" ist zu allgemein, dass seriöser weise nur mit „sowohl als auch“ beantwortet werden kann. Das ist so wie mit dem Vorwurf die Politiker sind schuld daran, dass sich der Wiener Aktienmarkt auf dem Weg in die Nachkriegsjahre befindet. Lieber Christian, versetzen wir uns ein Mal in die Lage eine typischen Austro-Privatanlegers. Was fäll dem guten Mann zur Wiener Börse ein: Als erstes hat er bei der Internetblase viel Geld verloren, dann wurde er mit Immobilienpapieren zur Kasse gebeten, dann folgten Privatisierungen an den einige sich die Taschen vollstopften. Dann muss er zur Kenntnis nehmen, dass man sich in Wien Kurse kaufen kann ohne – und das ist das besonders Schlimme daran -, dass irgendjemand in dieser Angelegenheit bis heute zur Verantwortung gezogen wird. Die Pensionsvorsorge ist ein Flop, wegen des Aktienanteils in diesen Konstruktionen. Der Ostaufschwung für die Wiener Börse wird durch tägliche Katastrophenmeldungen aus Ungarn, Rumänien, Bulgarien usw. usf. in einen Gegenwind umgedreht. Hand aufs Herz, wenn jetzt Werner Faymann, Michael Spindelegger & Co ein Hohelied auf die Wiener Aktie anstimmen, würde dann um ein Stück mehr gehandelt werden? Das glaubt doch niemand im Ernst.
Susanne Lederer Bin der Meinung Gernots - ist eine gesellschaftliche Krise und Politiker und Banken gehören ja auch zu unserer Gesellschaft - der Machtwahn und die Gier haben uns dahin gebracht - es ist höchste Zeit für ein Umdenken in allen Bereichen, vor allem gehört Spirit in die Businesswelt!
Markus Fichtinger Die Krise ist das Resultat von vier Jahrzehnten expansiver staatlicher Fiskalpolitik und staatlich gelenkter Geldpolitik. Die Banken haben diese Entwicklung natürlich gerne unterstützt, die Wählerschaft in den "Industrienationen" natürlich ebenso. Derzeit geht dieses staatlich gelenkte Ponzi-Schema zu Ende, mit allen negativen Auswirkungen für die breite Masse. Wir werden Zeugen des Endes einer Epoche, Historiker werden sie die Ära des demokratischen Sozialismus nennen.
Gernot Heitzinger Schwer, hier, "gefaellt mir" zu druecken, Markus, aber leider hast du vollinhaltlich recht und das was in der naechsten Phase folgt wird zunaechst einmal sehr herausfordernd...
Markus Fichtinger ...das auf jeden Fall, vor allem solange es sich die Verantwortlichen nicht eingestehen wollen. Politische Systeme, die sich nicht an die realen Verhältnisse anpassen, werden dann eben "unsanft" entfernt. Dass wissen wir aus 6000 Jahren Geschichte, unabhängig von Zeit und Ort...
Gernot Heitzinger Auch das "gefaellt mir" nur zu jenem Teil als die "Entfernung" der derzeitigen Helden wohl kein grosses Uebel waere. Mehr schon die Frage der AlternativenSportWoche ÖTV-Spitzentennis Podcast: Sebastian Ofner, Joel Schwärzler und Sebastian Sorger liefern den erwünschten Aufschwung
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