28.04.2026, 8364 Zeichen
Polytec feiert heute das 20jährige Börsejubiläum.
Der Baukonzern Strabag erzielte 2025 sein bislang bestes Ergebnis: Die Leistung wurde um 6 Prozent auf 20.423,95 Mio. Euro gesteigert und erzielte in allen operativen Segmenten Zuwächse. Der Auftragsbestand lag zum Jahresende bei 31.374,55 Mio. Euro, was einem Plus von 24 Prozent entspricht. "Der Auftragsbestand ermöglicht eine gute Auslastung bis ins Jahr 2028 hinein", sagte CEO Stefan Kratochwill bei der Bilanzpressekonferenz. Das EBITDA erhöhte sich im Jahr 2025 um 15 Prozent auf 1.882,82 Mio. Euro, das EBIT um 17 Prozent auf 1.247,23 Mio. Euro. Die EBIT-Marge steigerte sich von 6,1 Prozent auf 6,7 Prozent. Maßgeblich für die höher als erwartete EBIT-Marge waren unter anderem positive Effekte aus Großprojekten in Deutschland und im internationalen Geschäft, insbesondere im Infrastrukturbereich. Unterstützend wirkten zudem milde Witterungsverhältnisse in Deutschland, wie der CEO erklärt. Das Konzernergebnis steigert sich um 11 Prozent auf 916,28 Mio. Euro und erreichte seinen bisher höchsten Wert. Es wird eine Dividende in Höhe von 2,90 Euro je Aktie vorgeschlagen (2024: 2,50 Euro). Für das Geschäftsjahr 2026 wird eine Leistungssteigerung auf rund 22 Mrd. Euro erwartet. Es wird in allen operativen Segmenten eine höhere Leistung erwartet. Für 2026 wird zudem eine EBIT‑Marge in einer Bandbreite zwischen 5,0 und 5,5 Prozent in Aussicht gestellt. "Es lassen sich nicht alle Ergebnisbestandteile von 2025 wiederholen", erklärt Kratochwill den erwarteten niedrigeren Wert. Vom deutschen Sondervermögen werden Ende 2026 erste Signale erwartet, so der CEO. Mit einem Anteil von 47 Prozent am Leistungsvolumen sowie am Auftragsbestand ist der deutsche Markt der größte für Strabag. Der Cash-Bestand liegt per Ende 2025 bei über 4 Mrd. Euro. Dieser könnte laut CFO Christian Harder u.a. für weiteres anorganisches Wachstum eingesetzt werden. Nach wie vor schwach zeigt sich der Wohnbau. "Vor allem wegen den gestiegenen Grundstückspreisen. Eine Zweckwidmung von Grundstücken für den Wohnbau wäre sinnvoll," so Kratochwill. Bei Strabag bietet man eine serielle Bauweise an, die die Baukosten und -zeit insgesamt verringern kann. Die Analysten von Raiffeisen Research meinen in einer Kurzmitteilung zu den Zahlen: "Die EBIT-Marge für das Jahr 2025 wurde mit 6,7 Prozent finalisiert und übertrifft damit neben dem damaligen Konsens auch die interne Guidance von 'mindestens 6,5 Prozent'. Neu ist zudem die EBITDA-Marge von 10,1 Prozent, die erstmals ein zweistelliges Niveau erreicht. Zum Ausblick 2026 ergänzt Strabag erstmals explizit die Risiken aus dem Iran-Krieg: Preissteigerungen bei einzelnen Inputfaktoren wie Treibstoff, Gas und Bitumen seien bereits zu beobachten. Das Unternehmen setzt, soweit möglich, auf Preisgleitklauseln sowie eine lokal und langfristig ausgerichtete Beschaffungspolitik mit Rahmenvereinbarungen."
Strabag (
Akt. Indikation: 85,10 /85,40, -0,53%)
Palfinger weist für das 1. Quartal ein Umsatzwachstum von 1,6 Prozent auf 561,5 Mio. Euro aus. Das EBIT verbesserte sich um 3 Prozent auf 41,3 Mio. Euro, das Konzernergebnis um 11,8 Prozent auf 24,6 Mio. Euro. „Die Ergebnisse des ersten Quartals zeigen, dass sich Palfinger auch in einem herausfordernden Marktumfeld positiv entwickelt. Unsere globale Aufstellung, das breit diversifizierte Produktportfolio und der klare strategische Fokus ermöglichen es uns, Chancen in unseren Kernmärkten konsequent zu nutzen“, sagt CEO Andreas Klauser. Während Europa (EMEA) einen deutlichen Anstieg in der Nachfrage zeigte – vor allem in Nord- und Südeuropa – blieb Nordamerika (NAM) aufgrund geopolitischer Spannungen und handelspolitischer Rahmenbedingungen weiterhin herausfordernd, was sich auf die Nachfrage und Profitabilität auswirkte, so das Unternehmen. In Lateinamerika (LATAM) verzeichnete Palfinger ein leichtes Wachstum trotz eines Rückgangs der Nachfrage in Brasilien. In der Region Asien-Pazifik (APAC) bleibt Indien ein wichtiger Wachstumstreiber, während sich der chinesische Markt weiterhin gedämpft zeigt. Der Marine Bereich setzte seine "sehr positive Entwicklung" fort, wie Palfinger betont. Das Auftragsbuch hat laut Palfinger einen Wert von rund 1 Mrd. Euro (-2,9 Prozent zur Vorjahresperiode) und fünf Monate Reichweite. Der Free Cashflow liegt nach dem 1. Quartal bei -19,2 Mio. Euro (Vorjahr: +20,7 Mio. Euro). für das Gesamtjahr wird ein Wert von mehr als 100 Mio. Euro erwartet, wie aus der Unternehmenspräsentation hervorgeht. Für das erste Halbjahr 2026 erwartet das Unternehmen eine Performance leicht über dem Vorjahresniveau. Palfinger strebt für das zweite Halbjahr ebenfalls einen Umsatz und ein EBIT über dem Vorjahr an. Zielsetzung für 2026 ist es, wieder eines der erfolgreichsten Jahre der Unternehmensgeschichte zu erreichen, so das Unternehmen im Ausblick. Die Finanzziele bis 2030 sind über 3 Mrd. Umsatz, eine EBIT-Marge von 12 Prozent und ein ROCE von 15 Prozent. Um diese Ziele zu erreichen, werden laut dem Unternehmen eine weitere Erholung in Deutschland und ein Aufschwung in den USA im 2. Quartal 2026 erforderlich sein. Seitens der Raiffeisen Analysten heißt es in einer Kurzmitteilung zu den Palfinger-Zahlen: Palfinger ist mit Blick auf Top- und Bottom-Line vielversprechend ins neue Jahr gestartet. Die einzelnen Regionen zeichneten dabei erneut ein heterogenes Bild. Für das erste und zweite Halbjahr wird eine weitere Besserung der Nachfrage erwartet. Der negative Free Cashflow von -19,2 Mio. Euro ist hauptsächlich auf den stark gestiegenen Working-Capital-Abfluss zurückzuführen, der womöglich dem Aufbau von Vorräten dient. Der fortgesetzte Abbau der Nettofinanzverschuldung lässt sich auch im ersten Quartal erkennen. Der Konsens für 2026 sieht eine Umsatzsteigerung von knapp 6 Prozent bei einer deutlicheren Steigerung der Profitabilität vor. Die EBIT-Marge soll demnach bei 7,9 Prozent liegen."
Palfinger (
Akt. Indikation: 35,40 /35,65, -3,73%)
CPI Europe AG hat den Verkauf des historischen Gebäudes in Na Příkopě 14 in Prag abgeschlossen. Dieser Verkauf stellt laut CPI die zweite Transaktion im Wert von mehr als 100 Mio. Euro dar, die das Unternehmen im April abgeschlossen hat. CPI Europe plant, den Erlös aus dem Verkauf zur Schuldenreduzierung sowie für weitere Investitionen in neue Projekte zu verwenden, insbesondere für die Expansion von Stop Shop Fachmarktzentren in Mittel- und Osteuropa. Das Unternehmen entwickelt derzeit vier Fachmarktzentren in Kroatien. Für den Zeitraum 2027–2028 sind weitere Projektentwicklungen in Serbien, Ungarn und Kroatien geplant.
CPI Europe AG (
Akt. Indikation: 15,26 /15,34, 0,13%)
Bei Reploid wird eine Sachkapitalerhöhung durchgeführt. Es werden 838 neue, auf Inhaber lautende Stückaktien zu einem Ausgabepreis von 1.790,00 pro Stück ausgegeben. Zur Zeichnung der neuen Aktien wird ausschließlich die Pierer Industrie AG zugelassen. Die Sacheinlage der Pierer Industrie AG besteht im Wesentlichen aus der Einräumung eines bestandzinsfreien Nutzungsrechts an einer Liegenschaft in Wels. Man habe das Angebot der Pierer Industrie AG angenommen, die Miete des neuen Headquarters über einen Zeitraum von 36 Monaten in Form von Aktien zu bezahlen, heißt es seitens Reploid. Dafür nutzt Reploid einen Teil des genehmigten Kapitals und erhöht das Grundkapital. Der Mietvertrag ist insgesamt auf zehn Jahre abgeschlossen. Die Pierer Industrie AG erhält einen Anteil von 0,76 Prozent am Unternehmen. Stefan Pierer: „Reploid ist ein bemerkenswertes, vielversprechendes Unternehmen im Bereich Kreislaufwirtschaft und Biotechnik. Ich freue mich, dem Scale-up ein neues Headquarter bieten zu können und gleichzeitig Mitaktionär zu werden.“
Research: Die Analysten von Oddo erhöhen das Kursziel für Bawag von 149,0 auf 175,0 Euro, "vor allem wegen der attraktiv bewerteten und klar ergebnissteigernden Übernahme von PTSB in Irland," wie sie erklären. Das Outperform-Rating wird bestätigt. Sie meinen: "Der Kaufpreis erscheint mit 1,6 Mrd. Euro bzw. 0,8x P/TBV attraktiv, während das Management einen Gewinn je Aktie‑Effekt von über 20 Prozent ab 2028 in Aussicht stellt. Aus unserer Sicht ist die Transaktion damit kapitalallokationsseitig attraktiver als Aktienrückkäufe."
Bawag (
Akt. Indikation: 147,40 /147,60, 1,37%)
(Der Input von Christine Petzwinkler für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 28.04.)
Kapitalmarkt-stimme.at daily voice: Doppelbudget oje - warum übernehmen Ö-Medien das PR-Wort Einsparungsmassnahmen unkritisch?
Agrana
Die Agrana Beteiligungs-AG ist ein Nahrungsmittel-Konzern mit Sitz in Wien. Agrana erzeugt Zucker, Stärke, sogenannte Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkonzentrate sowie Bioethanol. Das Unternehmen veredelt landwirtschaftliche Rohstoffe zu vielseitigen industriellen Produkten und beliefert sowohl lokale Produzenten als auch internationale Konzerne, speziell die Nahrungsmittelindustrie.
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