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PIR-News: Andritz, Warimpex, Post, Research zu Frequentis, ATX, Palfinger, Bawag (Christine Petzwinkler)

29.04.2026, 6686 Zeichen

Andritz hat heute Q1-Zahlen vorgelegt die vom Markt sehr gut aufgenommen werden. Die Aktie steigt bis Mittag mehr als 6 Prozent, vor allem die Auftragswerte dürften gefallen. Hier gibt es Rekordwerte. Der Umsatz der Gruppe stieg im 1. Quartal um 1,7 Prozent auf 1.790,6 Mio. Euro, das Konzernergebnis um 2,9 Prozent auf 91,8 Mio. Euro, das vergleichbare EBITA um 1,9 Prozent auf 147,3 Mio. Euro und die EBITA-Marge blieb mit 8,2 Prozent stabil (Q1 2025: 8,2 Prozent). Der Auftragsstand erreichte mit 12.367,4 Mio. Euro einen neuen Rekordwert, der Auftragseingang erreichte ebenso einen Rekordwert von 3.597,8 Mio. Euro, womit das Vorjahresniveau um 54,3 Prozent übertroffen wurde. Verantwortlich dafür seien mehrere mittelgroße Aufträge vorwiegend im Geschäftsbereich Hydropower. Hier stieg der Auftragseingang aufgrund der starken Nachfrage nach erneuerbaren Energien auf 1.876,8 Mio. Euro deutlich um 229,9 Prozent an. Das Management merkte im Q1-Call an, dass der Rekordauftragseingang im 1. Quartal bedingt durch spezifische große Wasserkraftprojekte außergwöhnlich sei und nicht auf die kommenden Quartale hochgerechnet werden könne. "Wir sind aber dennoch optimistisch für die kommenden Quartale", so Joachim Schönbeck im Call. Als wesentlichen Treiber bei den Energiewendeprojekten nennt er die hohen Energiekosten. Die strukturellen Herausforderungen im Automobilsektor belasten weiterhin den Geschäftsbereich Metalle und erfordern fortlaufende Kapazitätsanpassungen und Restrukturierungen. Positiv hingegen würde sich der Bereich Stahl entwickeln, so Schönbeck. Belastend wirken auch Währungseffekte, dieser negative Einfluss dürfte sich bei Fortsetzung der aktuellen Währungstrends fortsetzen. Für das Jahr 2026 wird ein Umsatz in einer Spanne von 8,0 bis 8,3 Mrd. Euro in Aussicht gestellt. Die vergleichbare EBITA-Marge wird weiterhin auf einem Niveau zwischen 8,7 Prozent und 9,1 Prozent liegen. Diese Prognose geht laut dem CEO von einer anhaltend stabilen Projektaktivität auf hohem Niveau, einem durch den Rekordauftragsbestand gestützten Umsatzwachstum und einer kontinuierlichen Verbesserung der Rentabilität durch Restrukturierungsmaßnahmen aus.
Andritz ( Akt. Indikation:  72,50 /72,60, 6,38%)

Auch die Warimpex-Aktie legt heute an der Wiener Börse zu, das Unternehmen hat Zahlen für 2025 präsentiert. Warimpex konnte das Konzernergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr dank anziehender Bürovermietungen sowie einem positiven Immobilienbewertungsergebnis verbessern, konkret von -16,5 Mio. Euro in 2024 auf nunmehr -2,4 Mio. Euro. Die Gesamtumsatzerlöse gingen um 5 Prozent auf 20,4 Mio. Euro zurück. Während die Umsatzerlöse aus Büros dank Neuvermietungen von 13,2 Mio. auf14,3 Mio. Euro stiegen, gingen die Erlöse im Hotel in Darmstadt infolge der schwächeren Konjunktur im deutschen Markt sowie eines strategischen Managementwechsels zurück, wie das Unternehmen mitteilt. Das Ergebnis aus Immobilienbewertungen veränderte sich im Jahresvergleich von -8,5 Mio. auf +4,6 Mio. Euro. „Während sich der Büromarkt stabilisiert und Neuvermietungen wieder anziehen, sehen wir zur Zeit das größere Ertragspotenzial im Wohnbau. Unser Fokus liegt bei den Developments erstmals auf dem Wohnungsmarkt, wo die Nachfrage ungebrochen stark ist. Mit dem MOG31 realisieren wir unser erstes Wohnbauprojekt in Polen, das auf dem Markt sehr gut ankommt," erklärt CEO Franz Jurkowitsch. Der operative Schwerpunkt 2026 liegt laut Warimpex auf der Fertigstellung des MOG31 in Krakau, die für Mitte 2028 geplant ist. Mit der Wohnungsübergabe werden auch die Verkaufserträge realisiert. Für das Hotel in Darmstadt erwartet Warimpex durch den abgeschlossenen Managementwechsel und das aktuelle Rebranding zu ibis Styles eine Stabilisierung der Umsatzerlöse. Langfristige Vorhaben in Krakau wie das Co-Living/Office Chopin sowie weitere Entwicklungen auf Landreserven befinden sich in der Vorbereitungsphase. „Das nun vollständig vermietete Mogilska 35 Office in Krakau wird – nachdem nun alle Mieter eingezogen sind – auch in 2026 spürbar zum Ergebnis beitragen. Auf Basis der aktuellen Budgetzahlen ist der operative Ausblick für das Jahr 2026 positiv”, so Jurkowitsch.
Warimpex ( Akt. Indikation:  0,00 /0,00, -100,00%)

Die Gehaltsverhandlungen bei der Österreichischen Post AG sind abgeschlossen. Alle Mitarbeiter*innen einschließlich Lehrlinge bekommen eine Erhöhung um 3,00 Prozent ab 15. September statt mit 1. Juli 2026. Eventuelle Nebengebühren und Zulagen werden ebenfalls um 3,00 Prozent ab 1. Oktober 2026 erhöht, wie die Post mitteilt.
Österreichische Post ( Akt. Indikation:  32,40 /32,55, -2,04%)

EUROCAE, Entwickler weltweit anerkannter Industriestandards für die Luftfahrt, hat Frequentis-Manager Michael Holzbauer zum 20. Präsidenten der Organisation gewählt. Damit ist er der erste Österreicher, der dieses Amt seit der Gründung von EUROCAE im Jahr 1963 innehat. Als Director European Affairs ATM bei Frequentis verantwortet er zentrale Programme im Bereich Air Traffic Management.
Frequentis ( Akt. Indikation:  72,70 /73,90, 1,10%)

Die Analysten der Erste Group stufen Frequentis von "Hold" auf "Accumulate" hoch. Das Kursziel wurde von 65,0 auf 85,0 Euro nach oben gesetzt.

Research: Raiffeisen Research wird für die Märkte wieder optimistischer. "Nachdem die in unserem letzten Game Plan unterstellte militärische Eskalation ausgeblieben ist und es zunehmend nach einem Spiel auf Zeit zwischen den USA und dem Iran aussieht, passen wir unseren Game Plan an diese neue Realität an," meinen sie. Für den ATX gehen sie bis in den Herbst von einer volatilen Seitwärts-Bewegung aus, Ende des Jahres rechnen sie mit einem ATX-Wert von 6000 Punkten und im Frühling 2027 von 6200 Zählern (im März lag die Schätzung noch bei 5500 Punkten).
ATX ( Akt. Indikation:  5843,02 /5843,02, 1,10%)

Die Analysten der Erste Group stufen die Palfinger-Aktie von Kaufen auf Akkumulieren zurück und passen das Kursziel von 43,40 Euro auf 42,0 Euro an.
Palfinger ( Akt. Indikation:  35,65 /36,10, -2,38%)

Die Analysten von Oddo erhöhen das Kursziel für Bawag von 149,0 auf 175,0 Euro, "vor allem wegen der attraktiv bewerteten und klar ergebnissteigernden Übernahme von PTSB in Irland," wie sie erklären. Das Outperform-Rating wird bestätigt. Sie meinen: "Der Kaufpreis erscheint mit 1,6 Mrd. Euro bzw. 0,8x P/TBV attraktiv, während das Management einen Gewinn je Aktie‑Effekt von über 20 Prozent ab 2028 in Aussicht stellt. Aus unserer Sicht ist die Transaktion damit kapitalallokationsseitig attraktiver als Aktienrückkäufe."
Bawag ( Akt. Indikation:  147,60 /147,90, 0,24%)

(Der Input von Christine Petzwinkler für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 29.04.)


(29.04.2026)

BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Wiener Börse Party #1145: ATX dank Andritz mit Hydropower fester, Raiffeisen Research passt den Game Plan an


 

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