20.03.2026, 2643 Zeichen
Neo Performance Materials hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem widersprüchlichen Signal beendet. Während die Jahresziele beim Gewinn sogar übertroffen wurden, enttäuschte ein schwaches Schlussquartal die Erwartungen der Analysten massiv. Die Reaktion an der Börse folgte heute prompt und heftig.
Der Hauptgrund für den Kurssturz von über 15 % auf 12,88 € liegt im Abschluss des vergangenen Jahres. Im vierten Quartal sank der Umsatz um fast elf Prozent auf rund 120 Millionen US-Dollar. Besonders schwer wog jedoch das Ergebnis je Aktie: Mit lediglich 0,01 US-Dollar blieb das Unternehmen weit hinter der Analystenschätzung von 0,0767 US-Dollar zurück. Dieser deutliche "Earnings Miss" überschattete die eigentlich positive Nachricht, dass das bereinigte EBITDA für das Gesamtjahr mit 75,6 Millionen US-Dollar über der ursprünglichen Prognosespanne lag.
Trotz der kurzfristigen Marktturbulenzen treibt das Management den Ausbau der europäischen Plattform voran. Das Magnetwerk in Estland erreichte im Februar 2026 einen Meilenstein und produzierte den einmillionsten Magneten. Die Anlage befindet sich derzeit in der Hochlaufphase, wobei erste Qualifizierungsmuster an die Automobilindustrie geliefert werden. Eine langfristige Vereinbarung mit Bosch soll hier für Planungssicherheit und eine stabile Lieferkette sorgen.
Zusätzlich setzt Neo Performance verstärkt auf Unabhängigkeit bei kritischen Rohstoffen. Eine neue Kooperation mit Cyclic Materials zielt darauf ab, Produktionsabfälle direkt in Europa zu recyceln und so den Kreislauf zu schließen. Ab 2026 plant das Unternehmen zudem die Produktion von schweren Seltenen Erden wie Dysprosium und Terbium in Estland, um die Abhängigkeit von eingeschränkten Lieferquellen zu verringern und die Vorgaben des EU Critical Raw Materials Act zu erfüllen.
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Für das laufende Geschäftsjahr 2026 peilt die Führung ein bereinigtes EBITDA zwischen 75 und 80 Millionen US-Dollar an. Diese Prognose basiert auf der Erwartung stabiler Preise für Seltene Erden und einem anhaltenden Wachstum in der Magnequench-Sparte.
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