09.03.2026, 3521 Zeichen
Der Ticketgigant steht möglicherweise kurz vor einer überraschenden Wendung im Kartellverfahren. Laut Bloomberg nähert sich Live Nation Entertainment einer Einigung mit dem US-Justizministerium – und könnte dabei seine umstrittene Tochter Ticketmaster behalten. Eine Nachricht, die bei Anlegern für Erleichterung sorgen dürfte.
Die Verhandlungen haben sich deutlich intensiviert, nachdem der Prozess am 2. März begonnen hatte. Eine endgültige Vereinbarung könnte bereits in den kommenden Tagen verkündet werden. Mehrere Generalstaatsanwälte der Bundesstaaten signalisierten ebenfalls ihre Bereitschaft, sich der Einigung anzuschließen.
Das Justizministerium hatte Live Nation im Mai 2024 gemeinsam mit mehr als zwei Dutzend Bundesstaaten verklagt. Der Vorwurf: illegale Monopolbildung im Live-Entertainment-Sektor. Die Behörden forderten damals nichts Geringeres als die Zerschlagung des Konzerns und den Verkauf von Ticketmaster – ein Szenario, das für das Geschäftsmodell katastrophal gewesen wäre.
Konkret ging es um überhöhte Ticketpreise, langfristige Exklusivverträge mit Veranstaltungsorten und die dominante Marktposition in den Bereichen Künstlervermittlung, Veranstaltungsorte und Ticketing. Die Fusion zwischen Live Nation und Ticketmaster aus dem Jahr 2010 sollte rückgängig gemacht werden.
Die Kritik an Ticketmaster hatte Ende 2022 mit dem chaotischen Verkaufsstart für Taylor Swifts Eras-Tour ihren Höhepunkt erreicht – und die DOJ-Untersuchung ins Rollen gebracht. Live Nation hat die Monopolvorwürfe stets zurückgewiesen.
Die sich abzeichnende Einigung kommt zu einem günstigen Zeitpunkt für Liberty Live Holdings, das Tracking-Vehicle für Live Nation. Das im Dezember von Liberty Media abgespaltene Unternehmen veröffentlicht heute seine Quartalszahlen – die erste vollständige Berichtsperiode als eigenständiges börsennotiertes Unternehmen.
Anzeige
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Live Nation Entertainment?
Analysten erwarten für das Dezemberquartal Erlöse von 43 Millionen Dollar, nachdem im Vorquartal noch null Dollar ausgewiesen wurden. Die Aktie notiert nahe ihrem 52-Wochen-Hoch von 102,62 Dollar, nachdem sie sich von ihrem Tief bei 60,55 Dollar deutlich erholt hat. Der einzige Analyst mit Coverage sieht mit einem Kursziel von 115 Dollar noch rund 20 Prozent Aufwärtspotenzial.
Bereits im Februar hatte Live Nation einen wichtigen Teilerfolg erzielt: Ein US-Bundesrichter wies die Behauptung zurück, das Unternehmen halte ein Monopol im Konzertpromotion-Markt. Die nun drohende Zerschlagung könnte damit vollständig abgewendet werden.
Live Nation selbst hatte für 2025 Rekorderlöse von 25,2 Milliarden Dollar erwirtschaftet und für 2026 ein zweistelliges Wachstum beim operativen Ergebnis prognostiziert. Der US-Livemusikmarkt soll 2026 ein Volumen von 19,7 Milliarden Dollar erreichen – ein Wachstum von 6,45 Prozent jährlich. Das regulatorische Risiko, das monatelang auf der Aktie lastete, könnte bald Geschichte sein.
Anzeige
Live Nation Entertainment-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Live Nation Entertainment-Analyse vom 9. März liefert die Antwort:
Die neusten Live Nation Entertainment-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Live Nation Entertainment-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Live Nation Entertainment: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
Kapitalmarkt-stimme.at daily voice: Vorsorge - warum die 3. Säule noch wichtiger als die 2. ist oder der Schaden durch die WP-KESt
Agrana
Die Agrana Beteiligungs-AG ist ein Nahrungsmittel-Konzern mit Sitz in Wien. Agrana erzeugt Zucker, Stärke, sogenannte Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkonzentrate sowie Bioethanol. Das Unternehmen veredelt landwirtschaftliche Rohstoffe zu vielseitigen industriellen Produkten und beliefert sowohl lokale Produzenten als auch internationale Konzerne, speziell die Nahrungsmittelindustrie.
>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
» Warum Unternehmen an die Börse gehen, ohne Kapital aufzunehmen – Gregor ...
» Börse-Inputs auf Spotify zu Julia Kistner / Wolfgang Matejka
» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. AT&S, Semperit, KESt
» ATX knapp im Minus – doch der Total Return erzählt eine andere Geschicht...
» Österreich-Depots: Weekend Bilanz (Depot Kommentar)
» Börsegeschichte 24.4.: Grösste Indexumstellung ever, EVN (Börse Geschich...
» Wiener Börse Party #1142: ATX leicht schwächer (mit aber), AT&S sorgt fü...
» Nachlese: Frederic Esters Yes, Korinna Schumann, Markus Marterbauer, Pau...
» Wiener Börse zu Mittag leichter: AT&S, Frequentis und Palfinger gesucht
» PIR-News: Addiko, Andritz, Porr, Asta Energy, Uniqa, Fondsvolumen (Chris...