14.08.2026, 6822 Zeichen
Die Analysten der Erste Group haben in ihrer Wochenpublikation "Equity Weekly" die Unternehmens-News von heimischen Börsenotierten kommentiert bzw. neue Research-Reports veröffentlicht. Hier einige Fazits:
Österreichische Post: "In unserer neuen Unternehmensanalyse zur Aktie der Österreichischen Post haben wir unsere Schätzungen nach den Halbjahreszahlen nur geringfügig adaptiert, sodass unser Kursziel unverändert bei EUR 35,0/Aktie bleibt. Mehrere positive Ergebnisimpulse aus Produkt- und Preisanpassungen in Österreich und der Türkei sowie aus neuen Geschäftsfeldern - insbesondere im E-Commerce-Fulfillment – sollten eine stärkere 2. Jahreshälfte untermauern. Dieser erwartete positive News Flow sollte unserer Mei- nung nach die Kursentwicklung der Post-Aktie unterstützen. Interessant ist auch die Dividendenrendite von 5,7% auf Basis unserer Schätzung von EUR 1,80/Aktie für 2026, aktuell die zweithöchste im ATX hinter der OMV."
Semperit: "Semperit hatte bereits Mitte Juli sein vorläufiges EBITDA Q2/26 Ergebnis veröffentlicht sowie die EBITDA-Prognose leicht angehoben. Der Vorstand bestätigte seine Guidance 2026 für das operative E- BITDA (vor Aufwendungen von rund EUR 5 Mio. für das konzernweite Digitali- sierungsprojekt oneERP) von rund EUR 100 Mio. (1H/2026: EUR 66,6 Mio.). Beim Umsatz wird weiterhin ein Wachstum im höheren einstelligen Prozentbe- reich erwartet. Das Management rechnet jedoch mit einem deutlich herausfordernderen 2. Halbjahr. Ausschlaggebend dafür sind die stark gestiegenen Rohstoffkosten infolge des Nahostkonflikts, die sich nur zeitverzögert auf die Ergebnisse auswirken, während es offenbleibt, ob die bereits schnell umgesetzten Preiserhöhungen aufgrund des Wettbewerbsumfelds verteidigt werden können. Die zuletzt stark gestiegenen geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten dämpfen die Nachfrage und Investitionsbereitschaft in mehreren Märkten. Der Fokus des Unternehmens bleibt daher auf operativer Exzellenz sowie effizientem Preismanagement. In der Telekonferenz mit Investoren und Analysten deutete CFO Sorger ein schwaches 3. Quartal an mit einem geschätzten EBITDA von rund um EUR 15-20 Mio. (nach rund EUR 40 Mio. im Q2/26). Die guten Fortschritte im ersten Halbjahr 2026 zeigen, dass die Maßnahmen zur Senkung von Kosten und zur Steigerung der Effizienz wirken, und beweisen auch den hohen operativen Leverage des Unternehmens. Dennoch bleibt derzeit die allgemeine Marktsituation herausfordernd. Die Visibilität wichtiger mittelfristiger Einflussfaktoren (wie z.B. das deutsche Infrastrukturprogramm oder der Wiederaufbau der Ukraine) ist immer noch begrenzt und die Auswirkungen des Nahostkonflikts auf die Energie- und Rohstoffmärkte werfen einige Schatten auf die Aussichten des Unternehmens, was sich auch in der vorsichtigen 2026 EBITDA Guidance widerspiegelt. Wir bleiben bei unserer Halten-Empfehlung für die Aktie."
Frequentis: Nachdem Frequentis bereits Mitte Juli Eckdaten zum 1. Halbjahr 2026 sowie seine erhöhte Umsatzprognose veröffentlicht hatte, brachte die Veröffentlichung des finalen Halbjahresberichts keine großen Neuigkeiten mehr. Der Vorstand bestätigte seinen Finanzausblick 2026 (Umsatzplus von rund 15%, steigender Auftragseingang, EBIT-Marge von rund 7%). Nach den starken Halbjahreszahlen sehen wir Frequentis auf gutem Weg, ihre Guidance bei Umsatz und EBIT zu übertreffen. Die größten Wachstumstreiber sind weiterhin die Digitalisierung des Flugverkehrsmanagements, Lösungen zur Klassifizierung und Steuerung von Drohnen, MCX-Lösungen der nächsten Generation für einsatzkritische Kommunikation sowie FRMCS, die nächste Generation der mobilen Kommunikationssysteme für den Bahnverkehr. Dämpfend auf die Ergebnisse könnten sich in der 2. Jahreshälfte jedoch Lieferengpässe bei IT-Komponenten, Inflationsdruck und geopolitische Risiken auswirken."
Ausblick: In der kommenden Woche erwarten wir Halbjahres-Zahlen von Uniqa, SBO, Mayr-Melnhof, Flughafen Wien und FACC. Der Flughafen Wien veröffentlicht zudem seine Verkehrsergebnisse für den Juli.
Drastil & Seltenreich #1: Drastil & Seltenreich, schleichts eich!
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Wiener Börse - Rising equity turnover @ Vienna Stock Exchange: In April, trading volumes at the Vienna Stock Exchange grew by almost 30% year-on-year (April 2016: EUR 4.05 billion; April 2017: EUR 5.26 billion). Elections in France pushed the trading volume especially on Monday, April 24, showing a daily equity turnover of EUR 435 million. Year-to-date, the Vienna Stock Exchange recorded a 10.8% increase in trading volumes (Jan-Apr 2016: EUR 19.76 billion; Jan-Apr 2017: EUR 21.88 billion).
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Aktien auf dem Radar:Bajaj Mobility AG, Rosenbauer, Polytec Group, Austriacard Holdings AG, EuroTeleSites AG, Amag, ATX, ATX TR, ATX NTR, AT&S, ATX Prime, Semperit, RBI, CA Immo, Verbund, Bawag, Frequentis, Fabasoft, FACC, Marinomed Biotech, voestalpine, Wolford, BKS Bank Stamm, Flughafen Wien, CPI Europe AG, Porr, Österreichische Post, Strabag, Telekom Austria, UBM, Fresenius Medical Care.
AT&S
Austria Technologie & Systemtechnik AG (AT&S) ist europäischer Marktführer und weltweit einer der führenden Hersteller von Leiterplatten und IC-Substraten. Mit 9.526 Mitarbeitern entwickelt und produziert AT&S an sechs Produktionsstandorten in Österreich, Indien, China und Korea und ist mit einem Vertriebsnetzwerk in Europa, Asien und Nordamerika präsent. (Stand 06/17)
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