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Dividendenstudie Deutschland 2021: Stabilisierung statt V-förmiger Erholung (Christian W. Röhl)

Bild: © Martina Draper/photaq, Peter Heinrich, Christian Röhl

Die 160 in den Auswahl-Indices DAX, MDAX und SDAX enthaltenen Unternehmen werden 2021 rund 44,7 Mrd. Euro an Dividenden auszahlen – ein Anstieg von 4,9% gegenüber dem Vorjahr, in dem das Ausschüttungsvolumen am deutschen Aktienmarkt pandemiebedingt um knapp ein Fünftel eingebrochen war.

Das ist ein Ergebnis der Dividendenstudie Deutschland, die ich am heutigen Donnerstag gemeinsam mit meinen langjährigen Wegbegleitern Marc Tüngler (DSW Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz) und Prof. Eric Frère (FOM Hochschule) veröffentlicht habe – natürlich nur erneut online und nicht wie vor der Pandemie (und hoffentlich auch danach) auf einer Pressekonferenz. [Hier die komplette 30-seitige Studie mit vielen Infografiken und Tabellen herunterladen.]

Jedes vierte Index-Mitglied zahlt keine Dividende

Im Gegensatz zu den Börsenkursen, die in den vergangenen Wochen neue Allzeithochs erreicht haben, zeigen die Dividenden keine V-förmige Erholung – sondern lediglich eine Stabilisierung. Das zeigt exemplarisch der Anteil ausschüttender Emittenten: Nachdem 2020 unter dem Eindruck der Corona-Krise weniger als zwei Drittel der Index-Mitglieder eine Dividende gezahlt hatten, werden dieses Jahr wieder mehr als drei Viertel der Unternehmen ihren Anteilseignern eine Gewinnbeteiligung überweisen. Vor der Pandemie hatte diese Quote hingegen regelmäßig über 80% gelegen.

Positive Signale von den DAX-Konzernen

Gleichwohl gibt es durchaus positive Signale – etwa im DAX, wo 15 der 30 Konzerne mehr ausschütten als im Vorjahr. Dennoch fällt die DAX-Dividendensumme mit 34,3 Mrd. Euro kaum höher aus als 2020, da die zahlreichen Anhebungen durch Abschläge bei einigen Großzahlern wie Bayer (-29%) oder Siemens (-10% nach Energy-Spinoff) neutralisiert werden.

Deutliche Volumen-Zuwächse gibt es dagegen im MDAX und im SDAX. Allerdings stammen diese primär aus Einzelfällen wie den Wiederaufnahmen bei Freenet und RTL oder der erstmaligen Einbeziehung von Porsche. Vor allem bei den Small Caps bleibt die Situation angespannt: Bei 16 SDAX-Aktien liegt die 2021er Dividende mehr als 50% unter der historischen Bestmarke und weitere 20 Unternehmern schütten überhaupt nicht aus.

60 Firmen seit 10 Jahren ohne Kürzung

Darüber hinaus analysiert die FOM/DSW Dividendenstudie wie gewohnt nicht nur die aktuelle Ausschüttungspolitik, sondern auch übergeordnete Trends. Und die sind vielfach intakt: Trotz der Corona-Krise kommen noch immer mehr als 60 deutsche Börsenfirmen auf einen Track Record von mindestens zehn Jahren ohne Dividendenkürzung – und immerhin 14 Unternehmen haben ihre Ausschüttung sogar mindestens zehnmal in Folge angehoben, darunter mit VIB Vermögen auch ein Immobilienwert aus dem Freiverkehr

Gleichzeitig illustriert die Studie anhand von zahlreichen Graphiken, dass Dividenden ein integraler Bestandteil der langfristigen Gesamtrendite von Aktien sind: Die DAX-Performance der letzten 20 Jahre resultiert ausschließlich aus Ausschüttungen – und bei manchen Unternehmen wie Hannover Rück, Amadeus FiRe oder Allianz sind die Einstandskurse von vor zehn Jahren inzwischen voll durch Dividenden refinanziert.

Sämtliche Inhalte nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr für Aktualität, Richtigkeit, Vollständigkeit und Genauigkeit. Dieser Beitrag dient nur der Information und stellt weder eine Rechts-, Anlage- oder Steuerberatung noch eine Aufforderung oder ein Angebot zum Kauf oder Verkauf der erwähnten Wertpapiere dar. Weder der Autor noch der Website-Betreiber Röhl Capital GmbH haften für materielle und/oder immaterielle Schäden, die durch Nutzung oder Nichtnutzung der Inhalte oder durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Inhalte verursacht wurden.
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Der Beitrag Dividendenstudie Deutschland 2021: Stabilisierung statt V-förmiger Erholung erschien zuerst auf DividendenAdel.

(08.04.2021)

 

Bildnachweis

1. Peter Heinrich, Christian Röhl , (© Martina Draper/photaq)   >> Öffnen auf photaq.com



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Peter Heinrich, Christian Röhl, (© Martina Draper/photaq)


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