20.03.2026, 2892 Zeichen
Bottega Veneta präsentierte in Mailand eine kraftvolle Herbst/Winter-Kollektion. Kreativdirektorin Louise Trotter inszenierte einen spannungsreichen Dialog zwischen brutalistischer Architektur und femininer Sinnlichkeit. Ihre zweite Kollektion für das italienische Luxushaus setzt auf skulpturale Silhouetten und außergewöhnliche Materialien.
Die Show im Palazzo San Fedele verwandelte den Raum in eine Höhle aus rotem Plüsch. Dieser intime Rahmen bildete den bewussten Kontrast zur strengen Geometrie der Kleidung. Hier zeigte Trotter, was es bedeutet, sich stark zu kleiden, ohne die Weichheit zu verlieren.
Den Auftakt machten Looks mit überzeichneten, abgerundeten Schultern und betonten Hüften. Die Silhouetten wirkten imposant und kokonartig. Ist das ein Revival des Power-Dressings? Nein. Trotter interpretiert weibliche Stärke modern und subtil.
Mäntel und Anzüge in kühlen Schwarz- und Grautönen dominierten. Ihre Schnitte waren präzise, die Linienführung klar. Besonders auffällig: schmal geschnittene Herren-Trenchcoats aus Leder mit filigranen Intrecciato-Details. Sie strahlten eine selbstbewusste, leise Eleganz aus.
Die wahre Sinnlichkeit der Kollektion offenbarte sich in der Haptik. Trotter setzte auf einen Mix aus innovativen und klassischen Luxusmaterialien, der zum Berühren einlud. Ein Highlight war recyceltes Fiberglas, zu einem glänzenden, pelzähnlichen Material verarbeitet.
Auch Seidenfäden erhielten die Anmutung von zartem Lammfell – eine Meisterleistung der Ateliers. Neben diesen technischen Spielereien standen voluminöse Shearling-Mäntel, flauschige Wollen und zarte Seide. Das ikonische Intrecciato-Flechtwerk tauchte subtil in Details auf.
Das Herzstück der Kollektion war unbestritten die Outerwear. Für Trotter ist der Mantel mehr als Schutz vor Kälte – er ist ein emotionales Statement. Vom bodenlangen Leder-Cape bis zur voluminösen Kokon-Form: hier wurde Outerwear zur tragbaren Skulptur.
Die übergroßen Shearling-Mäntel zogen alle Blicke auf sich und wurden teils als alleinstehende Kleidungsstücke präsentiert. Sie verkörperten luxuriösen Komfort und Geborgenheit. Die Vielfalt zeigte Trotters Vision: Kleidung, in der sich Menschen an verschiedenen Orten wiederfinden.
Mit dieser Kollektion etabliert Louise Trotter eine eigenständige Vision bei Bottega Veneta. Sie führt das Erbe der exzellenten Lederverarbeitung fort, experimentiert aber furchtlos mit Proportionen und Texturen. Die Betonung liegt auf Qualität und Raffinesse, nicht auf lauten Logos.
Die kraftvollen, doch unbestreitbar femininen Silhouetten positionieren die Marke weiter an der Spitze des „Quiet Luxury“-Trends. Die geräumigen Intrecciato-Taschen und überwiegend flachen Schuhe unterstreichen den Fokus auf tragbaren Luxus. Diese Kollektion verspricht Stärke durch Handwerkskunst.
Börsepeople im Podcast S24/03: Ruth Jedliczka
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