25.03.2026, 3131 Zeichen
Der Leverkusener Pharmakonzern meldet gleich zwei behördliche Erfolge aus Asien. Das japanische Gesundheitsministerium hat sowohl eine neue Indikation für das Augenmedikament Eylea als auch ein innovatives MRT-Kontrastmittel zugelassen. Am Markt sorgt diese operative Stärkung des Portfolios allerdings kaum für Begeisterung, da ein juristischer Termin in den USA alles überschattet.
Bei den Zulassungen handelt es sich zum einen um die höher dosierte Variante von Eylea (8 mg) zur Behandlung von Makulaödemen. Studien zufolge benötigen Patienten hierbei im Schnitt drei Injektionen weniger als bei der Standarddosis, während die Wirksamkeit vergleichbar bleibt.
Die zweite Freigabe markiert eine Weltpremiere: Das neue MRT-Kontrastmittel Ambelvist darf in Japan ab sofort bei allen Altersgruppen eingesetzt werden. Das Produkt kommt mit 60 Prozent weniger Gadolinium aus als bisherige Alternativen. Für Bayer ist dies ein wichtiger strategischer Schritt, um das eigene Radiologie-Geschäft angesichts drohender Patentabläufe bei älteren Medikamenten zu stützen und neue Umsatzpotenziale zu erschließen.
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Trotz dieser positiven Nachrichten aus dem operativen Geschäft reagieren Anleger äußerst zurückhaltend. Die Papiere notieren bei 38,30 Euro und verzeichnen auf Monatssicht ein Minus von knapp zehn Prozent. Selbst der stark überverkaufte RSI-Wert von 16,5 lockt derzeit kaum Käufer an. Der Grund für diese Zurückhaltung liegt in den Vereinigten Staaten, wo die anhängigen Glyphosat-Klagen weiterhin die Risikobewertung des Konzerns dominieren.
Im Zentrum der Aufmerksamkeit steht die für den 27. April terminierte mündliche Verhandlung vor dem US Supreme Court. Ein US-Richter hat zwar bereits einen 7,25 Milliarden Dollar schweren Vergleichsvorschlag vorläufig genehmigt, um Tausende von Klagen beizulegen. Konzernchef Bill Anderson machte jedoch deutlich, dass die Beteiligungsquote der Kläger nahezu bei 100 Prozent liegen muss, damit diese Vereinbarung Bestand hat. Ein positives Urteil des Supreme Courts könnte einen erheblichen Teil der verbleibenden Klagen entkräften und die juristischen Altlasten aus der Monsanto-Übernahme eindämmen.
Bevor sich das juristische Schicksal in Washington entscheidet, treten die Aktionäre am 24. April zur Hauptversammlung zusammen. Angesichts eines Nettoverlusts von 3,62 Milliarden Euro im vergangenen Jahr – maßgeblich getrieben durch hohe rechtliche Rückstellungen – steht lediglich eine Minimaldividende von 0,11 Euro je Aktie zur Abstimmung. Für das laufende Jahr rechnet das Management währungsbereinigt mit stabilen Umsätzen und Ergebnissen.
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