10.03.2026, 3521 Zeichen
Der niederländische Anlagenbauer ASML dominiert den Weltmarkt für modernste Chip-Maschinen. Doch das Management ruht sich nicht auf der Monopolstellung bei EUV-Systemen aus. Mit personellen Weichenstellungen und einer erweiterten Produktstrategie richtet sich der Konzern nun gezielt auf den steigenden Hardware-Bedarf im Bereich der Künstlichen Intelligenz aus.
Bisher lag der Fokus des Unternehmens fast ausschließlich auf der extrem ultravioletten (EUV) Belichtung von Silizium-Wafern. Zukünftig plant ASML, auch Maschinen für das sogenannte "Advanced Packaging" anzubieten. Bei diesem Verfahren werden verschiedene spezialisierte Chips und Speichermodule physisch miteinander verbunden – ein essenzieller Prozess für die Herstellung moderner KI-Beschleuniger.
Gleichzeitig baut der Konzern sein Kerngeschäft weiter aus. ASML meldet, dass die nächste Generation der EUV-Maschinen (High-NA) bereit für die Massenproduktion ist. Mit einem Stückpreis von rund 400 Millionen US-Dollar sollen diese Anlagen Kunden wie TSMC und Intel dabei unterstützen, noch leistungsfähigere Halbleiter zu produzieren. Erste Testläufe mit 500.000 Wafern wurden bereits erfolgreich abgeschlossen.
Dass das operative Geschäft floriert, zeigt sich auch an der Kapitalrückführung. Allein in der ersten Märzwoche 2026 kaufte ASML eigene Aktien im Wert von knapp 125 Millionen Euro am Markt zurück. Dies ist Teil eines bis Ende 2028 laufenden Programms mit einem Gesamtvolumen von bis zu 12 Milliarden Euro. Diese konsequente Aktionärspflege stützt die aktuelle Bewertung: Seit Jahresbeginn verzeichnet das Papier ein solides Plus von gut 20 Prozent und notiert derzeit bei 1.187,40 Euro.
Dennoch agiert das Unternehmen nicht im luftleeren Raum. Die verschärften US-Exportkontrollen bremsen das Geschäft mit China deutlich. Das Management erwartet, dass der chinesische Anteil am Gesamtumsatz im Jahr 2026 auf etwa 20 Prozent sinken wird, nachdem er im Vorjahr aufgrund von Vorab-Bestellungen noch ungewöhnlich hoch ausgefallen war.
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Um die technologischen Ziele effektiv umzusetzen, ordnet ASML seine Führungsebene neu. Auf der anstehenden Hauptversammlung soll Marco Pieters zum neuen Chief Technology Officer (CTO) ernannt werden. Pieters, der aus der Software-Sparte des Konzerns stammt, plant unter anderem, KI-gestützte Algorithmen direkt in die Kontroll- und Inspektionsprozesse der neuen ASML-Maschinen zu integrieren. Zusätzlich wird der erfahrene Branchenexperte Benjamin Loh für den Aufsichtsrat nominiert, um die strategische Erweiterung über das traditionelle EUV-Geschäft hinaus zu begleiten.
Die kommenden Wochen bringen für Investoren nun wichtige Meilensteine. Bevor am 22. April auf der Hauptversammlung über die neuen Personalien und die um 17 Prozent erhöhte Dividende abgestimmt wird, legt ASML am 15. April die Zahlen für das erste Quartal vor. Dann wird sich zeigen, ob die ambitionierte Umsatzprognose von bis zu 39 Milliarden Euro für das Gesamtjahr 2026 auf Kurs bleibt.
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