Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.





Arthrose-Therapie: Bewegung allein reicht nicht mehr ( Finanztrends)

22.03.2026, 3848 Zeichen

Eine neue Studie entzaubert Bewegung als Wundermittel gegen Arthrose-Schmerzen. Stattdessen setzt die Medizin jetzt auf digitale Aufklärung und Apps auf Rezept.

Studie korrigiert jahrzehntealte Annahme

Bewegung lindert Arthrose-Schmerzen nur minimal. Das zeigt eine aktuelle Analyse im Fachmagazin „RMD Open“. Forscher der Hochschule Bochum werteten Daten von über 12.000 Patienten aus. Ihr Ergebnis: Bewegungstherapie verbessert den Schmerz auf einer Hundert-Punkte-Skala im Schnitt nur um sechs bis Boots. Das ist ähnlich effektiv wie Schmerzmittel, aber deutlich weniger als Operationen.

Anzeige

Arthrose-Schmerz bremst Sie im Alltag? Dieser kostenlose SOS-Guide zeigt die Druckpunkte, die bei Knie-, Hüft- und Fingerbeschwerden schnelle Linderung bringen können. Bebilderte Anleitung für SOS-Anti-Schmerz-Punkte jetzt kostenlos anfordern

Bedeutet das nun, dass Sport nutzlos ist? Ganz im Gegenteil. Die Studie korrigiert vor allem überzogene Erwartungen. Bewegung bleibt für die Gelenkfunktion unverzichtbar. Der nicht durchblutete Knorpel braucht den Wechsel aus Be- und Entlastung, um Nährstoffe aufzunehmen. Zudem stabilisiert Muskeltraining die Gelenke. Bewegung ist also kein Akut-Schmerzmittel, sondern ein Werkzeug, um den Verschleiß zu bremsen.

Webseminare erklären den richtigen Umgang mit Schmerz

Weil die Botschaft komplexer ist, gewinnt Aufklärung massiv an Bedeutung. Die einfache Aufforderung „Bewegen Sie sich mehr“ reicht nicht mehr aus. Hier setzen Kliniken und Volkshochschulen auf digitale Formate. Kostenlose Webseminare bringen Ärzte und Physiotherapeuten direkt ins Wohnzimmer der Betroffenen.

In diesen interaktiven Vorträgen lernen Patienten, welche Bewegungen den Knorpel ernähren, ohne zu überlasten. Sie erfahren mehr zu Ernährung und der richtigen Deutung von Schmerzsignalen. Gut informierte Patienten, die den schubweisen Verlauf ihrer Erkrankung verstehen, bleiben motivierter und setzen Therapien konsequenter um.

„Apps auf Rezept“ führen durch den Alltag

Für die tägliche Anleitung sorgen Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA). Diese vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) geprüften Apps können Ärzte verschreiben. Die Kosten übernehmen die Krankenkassen.

Anzeige

Neben digitaler Aufklärung bietet die Akupressur eine wirksame Methode, um Gelenkschmerzen ohne Medikamente selbst zu lindern. Dieser bebilderte Ratgeber zeigt Ihnen 101 Druckpunkte, die Sie ganz einfach zu Hause anwenden können. Kostenlosen Akupressur-Guide mit 101 Druckpunkten herunterladen

Ein Beispiel ist die dauerhaft zugelassene DiGA „Vivira“ für Rücken- und Wirbelsäulen-Arthrose. Die App stellt tägliche Übungen bereit, die sich basierend auf Patientenfedback automatisch anpassen. Sie ergänzt so die Behandlung zwischen den Arztbesuchen und ermöglicht ein sicheres Training zuhause.

Leitlinien setzen auf Eigenverantwortung der Patienten

Diese Entwicklungen markieren einen klaren Wandel. Die aktualisierte S3-Leitlinie zur Kniearthrose priorisiert aktive, patientenzentrierte Therapien. Passive Maßnahmen wie Elektrotherapie rücken in den Hintergrund.

Die Kombination aus realistischer Aufklärung durch Studien, digitaler Wissensvermittlung und täglicher App-Begleitung schafft ein neues Versorgungsökosystem. Patienten erhalten maßgeschneiderte Anleitungen, um ihre Erkrankung proaktiv zu managen.

Hybrid-Therapie wird zum neuen Standard

Die Zukunft gehört hybriden Modellen. Diese kombinieren klassische Physiotherapie vor Ort mit kontinuierlicher digitaler Begleitung. Fachkreise erwarten, dass dieser Ansatz bald Standard in der Grundversorgung wird.

Die Pipeline für neue DiGAs wächst. In naher Zukunft sollen auch spezifische Apps für Knie- und Hüftarthrose zugelassen werden. Dieser multimodale Ansatz verspricht, die Lebensqualität von Millionen Patienten nachhaltig zu verbessern und das Gesundheitssystem zu entlasten.


(22.03.2026)

BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Wiener Börse Party #1125: ATX unverändert, heute ex starke Andritz-Dividende, RBI wird Big Player in Rumänien, CPI Europe stark


 

Bildnachweis

1. Trading



Aktien auf dem Radar:CA Immo, UBM, Semperit, Austriacard Holdings AG, EuroTeleSites AG, Flughafen Wien, Marinomed Biotech, voestalpine, Wienerberger, Zumtobel, Kapsch TrafficCom, Andritz, AT&S, DO&CO, Strabag, RBI, Agrana, FACC, CPI Europe AG, Bajaj Mobility AG, Verbund, Wolford, Oberbank AG Stamm, RHI Magnesita, Amag, EVN, Österreichische Post, Telekom Austria, Infineon.


Random Partner

Österreichische Post
Die Österreichische Post ist der landesweit führende Logistik- und Postdienstleister. Zu den Hauptgeschäftsbereichen zählen die Beförderung von Briefen, Werbesendungen, Printmedien und Paketen. Das Unternehmen hat Tochtergesellschaften in zwölf europäischen Ländern.

>> Besuchen Sie 54 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


Trading


 Latest Blogs

» Österreich-Depots: Etwas stärker (Depot Kommentar)

» Börsegeschichte 30.3.: Extremes zu Erste Group (Börse Geschichte) (Börse...

» ATX tritt auf der Stelle – Raiffeisen Research senkt Prognosen deutlich ...

» Nachlese: Bernd Braunstein Reploid, Publikumswahl ZFA-Award, Emerald Hor...

» PIR-News: Neue Raiffeisen Markt-Prognosen, Research zu Kontron, Porr, Ve...

» Vom Mobilfunk über den Ziegelkonzern bis zum Biotech-Börsengang: Der Kar...

» Wiener Börse Party #1125: ATX unverändert, heute ex starke Andritz-Divid...

» Wiener Börse zu Mittag unverändert: CPI Europe, Porr und Agrana gesucht

» ATX-Trends: UBM, Porr, AT&S ...

» Börsepeople im Podcast S24/07: Bernd Braunstein