09.03.2026, 2858 Zeichen
Premium-Einzelhändler verwandeln ihre Geschäfte in lebendige Gemeinschaftszentren. Die Strategie heißt "Third Space" – ein dritter Ort neben Zuhause und Arbeitsplatz. Aktuelle Beispiele von Flannels bis Saks Global zeigen den Trend.
Vom Sneaker-Store zum Lifestyle-Café
Die niederländische Marke Baskèts führt vor, wie es geht. Was als klassischer Laden begann, ist heute ein hybrides Konzept mit integriertem Café. Kunden bleiben länger, tauschen sich aus und erleben die Marke in entspanntem Umfeld.
"Hybride Mischkonzepte sind die unbestrittene Zukunft", sagt Inhaber Daan de Greef. Die Verweildauer steigt, die Bindung wird tiefer. So behaupten sich physische Läden gegen den Online-Handel.
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Luxusmarke Flannels feiert die Nachbarschaft
Der britische Luxushändler setzt jetzt voll auf Lokalkolorit. Seine neue Frühjahrskampagne "The Local" rückt Bäckereien und Nachbarschaftscafés in den Mittelpunkt. Hochpreisige Mode von Prada oder Gucci wird in bodenständigem Ambiente gezeigt.
Die Botschaft ist klar: Luxus schließt lokale Verbundenheit nicht aus. Im Gegenteil – er braucht sie. Die Kampagne läuft bis Ende Mai in allen Filialen und digitalen Kanälen.
Saks Global schließt Filialen und investiert in Erlebnis
Auch der große Player reagiert. Saks Global kündigte die Schließung von zwölf Saks Fifth Avenue und drei Neiman Marcus Filialen an. Das freiwerdende Kapital fließt in die Aufwertung verbleibender Standorte.
Rund 825 Millionen Dollar stehen bereit, um ein "überlegenes, ganzheitliches Erlebnis" zu schaffen. Reine Verkaufsflächen ohne Mehrwert haben ausgedient. Die Zukunft gehört maßgeschneiderten Erlebnissen.
Warum der "Third Space" funktioniert
Jüngere Kundengruppen suchen Authentizität und Orte, die ihre Werte spiegeln. Ein reines Warenlager ist leicht durch Online-Shops ersetzbar. Ein sozialer Treffpunkt mit Erlebnischarakter hingegen nicht.
In deutschen Städten wie Berlin oder München entstehen bereits solche hybriden Konzepte. Gastronomie, Kunst und Community-Events ziehen in die Boutiquen ein. Die Filiale wird vom Verkaufskanal zum Marketinginstrument.
Die Zukunft ist hybrid
Die Grenzen zwischen Einzelhandel, Gastronomie und Kultur verschwimmen weiter. Experts rechnen mit mehr Members-Clubs, kuratierten Events und erweiterten Serviceangeboten.
Die Botschaft der ersten Märztage ist eindeutig: Die bloße Verfügbarkeit von Luxus reicht nicht mehr. Der Handel muss echten Mehrwert für das soziale Leben seiner Kunden bieten. Wer das schafft, dominiert das Premiumsegment.
Wiener Börse Party #1177: AT&S legt knapp 30 Prozent zu und zieht den ATX TR erstmals über 16.000, Happy Birthday Flughafen Wien
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Aktien auf dem Radar:AT&S, DO&CO, Semperit, Austriacard Holdings AG, Amag, Kapsch TrafficCom, Bawag, Bajaj Mobility AG, Porr, Lenzing, Strabag, ATX NTR, Palfinger, RBI, voestalpine, Mayr-Melnhof, CPI Europe AG, EVN, Erste Group, Andritz, ATX TR, ATX Prime, ATX, Addiko Bank, FACC, Reploid Group AG, Marinomed Biotech, OMV, SW Umwelttechnik, Wolford, Wiener Privatbank.
Random Partner
REPLOID Group AG
Die 2020 gegründete REPLOID Group AG stellt hochwertige Proteine und Fette sowie biologischen Dünger aus der Aufzucht von Larven der Schwarzen Soldatenfliege her. In den für ihre Kunden errichteten Mastanlagen – den REPLOID ReFarmUnits – erhalten vom Unternehmen gelieferte Junglarven eine auf den jeweiligen Standort abgestimmte Futtermischung aus Reststoffen der regionalen Lebensmittel-Wertschöpfungskette. Nach erfolgter Mast übernimmt REPLOID die Larven zur zentralen Vermarktung.
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