14.03.2026, 2975 Zeichen
Der unermüdliche Bitcoin-Kaufrausch von Strategy geht in die nächste Runde. Während das Unternehmen fast 1,3 Milliarden US-Dollar in die Kryptowährung pumpt, liefert das oft übersehene Software-Kerngeschäft überraschend starke Wachstumszahlen. Eine neue Analystenbewertung sorgt nun für zusätzlichen Optimismus bei dem stark schwankenden Titel.
Milliarden für neue Bitcoins
Der eigentliche Treiber der Unternehmensgeschichte bleibt die aggressive Krypto-Strategie. Erst Anfang März investierte Strategy weitere 1,28 Milliarden US-Dollar in Bitcoin. Finanziert wurde dieser Schritt vollständig durch die Ausgabe neuer Aktien. Mittlerweile kontrolliert das Unternehmen 738.731 Bitcoins, was beachtlichen 3,5 Prozent der weltweiten Gesamtmenge entspricht. Jeder Kursrutsch oder Anstieg der Kryptowährung schlägt somit direkt auf die Bilanz durch.
Verantwortlich für den Kursanstieg am Freitag auf 122,20 Euro ist unter anderem die Investmentbank B. Riley. Die Experten nahmen die Beobachtung der Aktie mit einer Kaufempfehlung auf. Analyst Fedor Shabalin verweist auf die gesunkenen Bewertungen im Sektor, nachdem der Bitcoin-Preis seit seinem Höchststand im Oktober 2025 deutlich korrigiert hat. Diese niedrigere Einstiegsbasis bietet laut den Experten nun eine attraktive Chance.
Das Kursziel von B. Riley fällt im Branchenvergleich jedoch noch moderat aus:
* B. Riley: 175 US-Dollar (Kaufen)
* Cantor Fitzgerald: 192 US-Dollar (Übergewichten)
* BTIG: 250 US-Dollar (Kaufen)
* Mizuho: 320 US-Dollar (Outperform)
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Starkes Kerngeschäft und Insider-Verkäufe
Abseits der Krypto-Schlagzeilen entwickelt sich das eigentliche Software-Geschäft positiv. Besonders die Einnahmen aus Abonnement-Diensten sprangen im vierten Quartal 2025 um über 60 Prozent nach oben. Trotz dieser operativen Erfolge nutzte Finanzchef Andrew Kang das aktuelle Preisniveau am Donnerstag für einen leichten Positionsabbau und veräußerte Aktien im Wert von rund 125.000 US-Dollar. Parallel dazu wetten Leerverkäufer verstärkt gegen das Unternehmen, was die Leerverkaufsquote auf 12 Prozent ansteigen ließ.
Die langfristige Kursentwicklung spiegelt die hohe Abhängigkeit vom Kryptomarkt wider. Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet das Papier einen Verlust von knapp 50 Prozent. Dennoch verfügt Strategy über Barreserven von 2,25 Milliarden US-Dollar. Dieses Polster sichert die laufenden Verpflichtungen für die nächsten 21 Monate ab und schützt das Unternehmen davor, in Schwächephasen des Marktes Bitcoins verkaufen zu müssen.
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