23.03.2026, 3049 Zeichen
Aus zwei mach eins: Mit dem Abschluss der New-Gold-Übernahme steigt Coeur Mining zu einem Edelmetallproduzenten mit sieben aktiven Minen auf. Wenn das Management am heutigen Montag die erste gemeinsame Jahresprognose für das vergrößerte Unternehmen vorlegt, schauen Investoren besonders genau hin. Ein schwaches Schlussquartal und wachsende Skepsis der Analysten sorgen für eine angespannte Ausgangslage.
Ein vergrößertes Portfolio
Durch die Transaktion erweitert sich die geografische Reichweite der Produktion massiv. Neben den bestehenden Standorten in den USA und Mexiko gehören nun auch die kanadischen Minen New Afton und Rainy River zum Konzern. Das Portfolio diversifiziert sich damit um den Abbau von Gold-Kupfer-Erzen.
Um den Deal zu finanzieren, gab Coeur rund 392 Millionen neue Aktien an die bisherigen New-Gold-Aktionäre aus. Die Gesamtzahl der ausstehenden Papiere übersteigt damit nun die Marke von einer Milliarde. Gleichzeitig wird der Titel seit Mitte März auch an der Börse in Toronto gehandelt, was dem Unternehmen den direkten Zugang zu kanadischem institutionellem Kapital öffnet.
Rekordjahr trifft auf Analysten-Skepsis
Auf dem Papier blickt das Unternehmen auf ein starkes Jahr 2025 zurück. Vor der Integration der neuen Assets erwirtschaftete Coeur einen Rekordumsatz von 2,07 Milliarden US-Dollar sowie ein bereinigtes EBITDA von 1,03 Milliarden US-Dollar. Allerdings verfehlten die Einnahmen im vierten Quartal mit 674,7 Millionen US-Dollar die Erwartungen des Marktes.
Diese Enttäuschung rief umgehend Reaktionen hervor. Die Experten von Canaccord stuften das Papier kürzlich von „Buy“ auf „Hold“ ab und verwiesen auf die verfehlten Finanzziele. Zusammen mit einer allgemeinen Schwäche bei Silberminenbetreibern drückte dies spürbar auf die Stimmung. Das spiegelt sich auch im Kurs wider: In den vergangenen 30 Tagen verlor die Aktie knapp 33 Prozent an Wert und ging am Freitag bei 15,28 Euro aus dem Handel.
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Fokus auf Kosten und Integration
Die heute anstehende Prognose für 2026 muss nun überzeugen. Marktbeobachter werten die anstehenden Daten zu den Reserven, der geplanten Kostenkontrolle und der Strategie zur Kapitalrückführung als entscheidend, um das Vertrauen der Anleger nach der jüngsten Abstufung wiederherzustellen.
Der nächste konkrete Prüfstein für die operative Umsetzung folgt am 6. Mai 2026. Mit den Quartalszahlen für das erste Jahresviertel erhalten Investoren den ersten vollständigen Einblick in die Kostenstruktur und den Integrationsfortschritt der beiden neu erworbenen kanadischen Minen.
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