27.03.2026, 3263 Zeichen
Der Iran-Konflikt hält die Märkte weiter in Atem. Heute mussten DAX und Co. erneut Verluste hinnehmen — Friedensgespräche drohen zu scheitern, während der Ölpreis weiter anzieht und den Druck auf Anleihen wie Aktien erhöht.
Dabei ist die Lage komplizierter als ein simpler Ausverkauf. Trumps 15-Punkte-Plan mit einmonatiger Waffenruhe signalisiert zumindest die grundsätzliche Bereitschaft zu Verhandlungen — auch wenn die darin enthaltenen Maximalforderungen für Teheran kaum akzeptabel sein dürften. Gleichzeitig wächst der politische Druck auf den US-Präsidenten: Steigende Energiepreise, Kaufkraftverluste und schlechte Umfragewerte lassen wenig Spielraum für eine dauerhafte Eskalation.
Wenn Angst zur Kaufgelegenheit wird
Besonders schmerzhaft trifft es derzeit Konsumgüteraktien wie Henkel, deren Vorzüge im vergangenen Monat rund 18 Prozent verloren haben. Das klingt zunächst nach einem Warnsignal — ist es aber auch eines für den Gesamtmarkt. Denn der Abverkauf erfasst längst nicht mehr nur hoch bewertete Wachstumswerte, sondern auch fundamental solide Titel.
Henkel etwa wird aktuell mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13,3 gehandelt, deutlich unter dem Branchendurchschnitt von 14,8. Dazu kommt eine Dividendenrendite von 3,1 Prozent und eine überschaubare Nettoverschuldung. Dass das Unternehmen parallel die Übernahme des Haarkosmetik-Spezialisten Olaplex für rund 1,2 Milliarden Euro ankündigt, zeigt: Das Management sitzt nicht passiv auf der Tribüne.
Anzeige
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei DAX?
Technisch signalisieren RSI und MACD einen überverkauften Zustand — eine Gegenbewegung wäre möglich, solange der Unterstützungsbereich um 66 Euro hält.
Notenbanken als stille Stabilisatoren
Auf der Makroebene bleiben Fed und EZB das entscheidende Gegengewicht zur geopolitischen Nervosität. Beide Notenbanken sitzen in der Zwickmühle: Verbal bekennen sie sich zur Preisstabilität, faktisch können sie sich angesichts schwächelnder Konjunktur, steigender Staatsanleiherenditen und eines abkühlenden Arbeitsmarkts keine spürbar restriktivere Geldpolitik leisten.
Bei der EZB ist das besonders deutlich: Frankreichs zehnjährige Staatsanleihen rentieren auf dem höchsten Stand seit 2011. Zinsanhebungen würden die ohnehin fragile Lage in der Eurozone weiter destabilisieren. Das stützt mittelfristig die Aktienmärkte — auch wenn es kurzfristig keine Schwankungen verhindert.
Anzeige
DAX vor dem Wendepunkt? Diese Analyse zeigt, was Anleger jetzt wissen müssen.
Für den DAX bleiben die charttechnischen Unterstützungen bei 22.707 und 22.483 Punkten die entscheidenden Marken. Dreht der Index nach oben, warten erste Widerstände bei 22.920 und 23.023 Punkten. Solange der Nahostkonflikt anhält, dürften viele institutionelle Anleger vor den kommenden handelsfreien Tagen keine großen Positionen aufbauen — die Volatilität bleibt vorerst Begleitmusik.
Anzeige
DAX-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue DAX-Analyse vom 27. März liefert die Antwort:
Die neusten DAX-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für DAX-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
DAX: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
SportWoche ÖTV-Spitzentennis Podcast: Jetzt drei Frauen vorne, morgen startet French Open Spektakel mit 6x ÖTV in Single-Hauptfeldern
Bildnachweis
1.
Trading
Aktien auf dem Radar:AT&S, FACC, Infineon, Vonovia SE, Merck Co..
Random Partner
Erste Group
Gegründet 1819 als die „Erste österreichische Spar-Casse“, ging die Erste Group 1997 mit der Strategie, ihr Retailgeschäft in die Wachstumsmärkte Zentral- und Osteuropas (CEE) auszuweiten, an die Wiener Börse. Durch zahlreiche Übernahmen und organisches Wachstum hat sich die Erste Group zu einem der größten Finanzdienstleister im östlichen Teil der EU entwickelt.
>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» Publikumsvoting zum 20. Zertifikate Award Austria endet am Pfingstsonnta...
» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. VIG, AT&S, OHB, Markus Marterbauer, Chr...
» Österreich-Depots: Weekend Bilanz (Depot Kommentar)
» Börsegeschichte 22.5.: Extremes zu Polytec, SBO und Uniqa (Börse Geschic...
» Nachlese: Start Countdown Zertifikate Award Austria mit Christian Scheid...
» PIR-News: Strabag baut Schleuse, Wiener Börse Preis 2026 vergeben, Resea...
» Wiener Börse Party #1161: ATX nach Wiener Börse Preis mit Sieger VIG (O-...
» Wiener Börse zu Mittag wieder rekordlaunig: AT&S, RBI und Frequentis ges...
» 20 Jahre Zertifikate-Award Austria: Rekordbeteiligung und ein bewährter ...
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- 3M und Beiersdorf vs. Unilever und Procter & Gamb...
- ams-Osram und IBM vs. SLM Solutions und Dialog Se...
- IBEX 35 und TECDAX vs. Nasdaq und HANG SENG – kom...
- LEG Immobilien und UBM vs. TLG Immobilien und Deu...
- ams-Osram und IBM vs. GlaxoSmithKline und Roche G...
- Publikumsvoting zum 20. Zertifikate Award Austria...
Featured Partner Video
Kapitalmarkt-stimme.at daily voice: 3. Säule - der IT-verträgliche 1000 Euro-Vorschlag im Rahmen der WP-KESt erklärt
kapitalmarkt-stimme.at daily voice auf audio-cd.at: Eine proaktive Diskussion rund um die 2. Säule ist dank Schumann/Marterbauer losgetreten worden, mir ist die 3. Säule noch wichtiger. Heute präzi...
Books josefchladek.com
Jack Davison
13–15 November. Portraits: London
2026
Helions
Bertien van Manen
Let's Sit Down Before We Go
2011
MACK
Siri Kaur
Sistermoon
2025
Void
