23.03.2026, 2643 Zeichen
Ein millionenschwerer Vertrauensbeweis aus den eigenen Reihen stützt den Baustoffkonzern in einer schwierigen Marktphase. Während die Papiere seit Jahresbeginn deutlich an Wert verloren haben, investiert ein Aufsichtsratsmitglied nun im großen Stil. Diese Transaktion sendet ein klares Signal an verunsicherte Anleger.
25 Millionen Euro für eigene Papiere
Konkret geht es um eine meldepflichtige Transaktion der Spohn Cement Beteiligungen GmbH, die dem Aufsichtsratsmitglied Ludwig Merckle zuzurechnen ist. Das Investment beläuft sich auf rund 25,77 Millionen Euro zu einem Durchschnittskurs von 161,34 Euro pro Anteilsschein. Ein derart hohes Volumen werten Marktbeobachter häufig als Indiz für eine fundamentale Unterbewertung. Die jüngste Kursentwicklung liefert dafür Argumente: Seit Jahresanfang steht bei dem DAX-Titel ein Minus von 23,56 Prozent auf der Anzeigetafel.
Flankiert wird der Insider-Kauf von positiven Einschätzungen führender Analysehäuser. Morgan Stanley hob das Rating kürzlich an, und auch UBS sowie Barclays bestätigten ihre Kursziele weit oberhalb der aktuellen Notierung. Im Konsens beziffern Experten den fairen Wert auf durchschnittlich 247,63 Euro. Ein weiterer Anreiz für Investoren liegt in der erwarteten Dividendenpolitik. Analysten prognostizieren für 2026 eine Ausschüttung von 3,94 Euro je Aktie, was eine spürbare Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert von 3,30 Euro bedeuten würde.
Infrastruktur stützt das operative Geschäft
Operativ profitiert der Konzern von stabilen Infrastrukturprojekten und einer strikten Kostendisziplin, die die anhaltende Schwäche im Wohnungsbau teilweise kompensieren. Mit einer robusten Cash-Conversion-Rate von 45 Prozent und einer operativen Marge von zuletzt 21,8 Prozent zeigt sich die Bilanz widerstandsfähig.
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