20.03.2026, 2788 Zeichen
Der französische Luxuskonzern Kering treibt seinen Umbau unter Ex-Automanager Luca de Meo voran. Diese Woche gab das Unternehmen die Gründung der neuen Sparte "Kering Jewelry" bekannt. Sie bündelt die Schmuckmarken Boucheron, Pomellato, DoDo und Qeelin unter einem Dach. Dieser Schritt ist Teil des umfassenden Sanierungsplans "ReconKering", mit dem de Meo den Konzern wieder auf Wachstumskurs bringen will.
"ReconKering": Der Masterplan gegen die Gucci-Abhängigkeit
Im Zentrum der Neuausrichtung steht die Diagnose einer "exzessiven Abhängigkeit" von der Flaggschiffmarke Gucci. Deren schwächelnde Verkaufszahlen belasteten zuletzt die gesamte Gruppe. De Meos Plan zielt darauf ab, das Portfolio neu auszubalancieren und Marken wie Saint Laurent oder Balenciaga zu stabilen Umsatzsäulen zu entwickeln.
Der Masterplan sieht tiefgreifende Maßnahmen vor: die Schließung schwacher Filialen, eine Straffung des Vertriebsnetzes und die Schaffung markenübergreifender Synergien. Branchenbeobachter erkennen einen Paradigmenwechsel – weg vom Wachstum um jeden Preis, hin zu einem Modell, das auf industrieller Disziplin und Exzellenz basiert.
Vom Auto zum Accessoire: De Meos industrieller Ansatz
Die Berufung von Luca de Meo markiert einen klaren Strategiewechsel. Der Sanierungsexperte von Renault und Fiat bringt eine neue Perspektive in die von Kreativdirektoren geprägte Luxuswelt. Seine Vision setzt auf analytische Strenge und operative Geschwindigkeit.
Ein ambitioniertes Ziel: Die Entwicklungszeit für neue Kollektionen will er von einem Jahr auf sechs Monate halbieren. Dafür sollen Kreativteams und kommerzielle Abteilungen enger zusammenrücken. Die Strategie zielt auch darauf ab, die Abhängigkeit von einzelnen Stardesignern zu verringern. Parallel arbeitet de Meo an der Reduzierung der Konzernverschuldung.
Schmuck, Industrie, Kunde: Die neue Konzernarchitektur
Die neue Schmucksparte unter CEO Jean-Marc Duplaix ist der jüngste Baustein einer umfassenden Reorganisation. Bereits Anfang März schuf Kering die zentralen Abteilungen "Industry" und "Client". Sie sollen alle Marken der Gruppe unterstützen – die eine in Produktion und Lieferkette, die andere in Marketing und Kundenstrategie.
Parallel stehen auch Einzelmarken wie Alexander McQueen auf dem Prüfstand. Sie werden einer strategischen Überprüfung unterzogen, um ihre Profitabilität nachhaltig zu sichern. Der Umbau findet in einem herausfordernden Marktumfeld statt, in dem Kering zuletzt hinter Rivalen wie LVMH zurückfiel.
Die Finanzmärkte blicken nun gespannt auf Mitte April. Dann wird Kering einen Capital Markets Day abhalten, an dem Luca de Meo voraussichtlich den detaillierten Fahrplan für die nächste Transformationsphase vorstellt. Intern rechnet man mit 18 Monaten, um alle Marken wieder auf Wachstumskurs zu bringen.
Börsepeople im Podcast S24/19: Manuela Wenger
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