Ich stimme der Verwendung von Cookies zu. Auch wenn ich diese Website weiter nutze, gilt dies als Zustimmung.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Datenschutzinformation und Cookie-Informationen, damit Sie unser Angebot weiter nutzen können. Natürlich können Sie diese Einwilligung jederzeit widerrufen.





Obst und Gemüse: Preise für Bauern brechen ein ( Finanztrends)

20.03.2026, 2551 Zeichen

Kartoffeln und Äpfel sind für Landwirte fast nur noch die Hälfte wert. Das zeigen neue Daten des Statistischen Bundesamtes. Doch im Supermarkt kommen die niedrigeren Erzeugerpreise bei weitem nicht voll an.

Erzeuger leiden unter Preisverfall

Die Zahlen sind drastisch: Im Vergleich zum Vorjahr liegen die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte insgesamt um 10,1 Prozent niedriger. Besonders hart trifft es die Kartoffelbauern. Sie erhalten aktuell fast 50 Prozent weniger für ihre Speisekartoffeln.

Auch Obstbauern müssen massive Abschläge hinnehmen. Die Preise für Obst sanken um ein Viertel. Tafeläpfel verbilligten sich für die Erzeuger um 26,9 Prozent. Ein Lichtblick ist nur der Gemüsesektor – hier stiegen die Preise im Schnitt um 1,8 Prozent. Allerdings mit großen Unterschieden: Während Salat teurer wurde, brach der Preis für Kohlgemüse um 24 Prozent ein.

Supermarkt-Kunden spüren kaum Entlastung

Doch warum kommen diese Preisstürze nicht beim Verbraucher an? Verbraucherschützer kritisieren seit langem, dass Handelsketten Erzeuger-Rabatte oft nicht oder nur verzögert weitergeben. Gleichzeitig bleiben die Kosten in der Lieferkette hoch.

Energie, Kühlung und Transport verteuern sich weiter. Geopolitische Spannungen treiben die Frachtkosten in die Höhe. Experten befürchten: Die logistischen Mehrkosten fressen die Entlastung bei den Erzeugern komplett auf. Für viele Haushalte bedeutet das weiterhin hohe Preise an der Kasse.

Verbraucherschützer fordern Mehrwertsteuer-Streichung

Als Antwort auf diese Schieflage werden politische Forderungen laut. Die Verbraucherzentrale Bremen verlangt eine radikale Entlastung. Agraringenieur Marcus Wewer und seine Kollegen fordern: Die Mehrwertsteuer auf gesunde Grundnahrungsmittel wie Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte muss auf null Prozent sinken.

Ziel ist es, gesunde Ernährung für alle Einkommensschichten bezahlbar zu halten. Der Staat müsse durch gezielte Eingriffe eine bezahlbare Versorgung sicherstellen, so die Aktivisten.

Saisonales Frühgemüse bringt Hoffnung

Kurzfristig könnte regionales Gemüse für etwas Entspannung sorgen. Mit Beginn der Freilandsaison in den kommenden Wochen erwarten Marktbeobachter mehr heimisches Angebot. Das dürfte die Preise für Salat, Radieschen und frühe Kohlsorten saisonal drücken.

Langfristig bleibt die Lage aber angespannt. Solange Energie- und Transportkosten hoch sind, werden vor allem importierte Ware und Produkte aus dem Gewächshaus teuer bleiben. Die Empfehlung der Experten ist klar: Wer sparen will, sollte zu regionaler und saisonaler Ware greifen.


(20.03.2026)

BSN Podcasts
Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

Kapitalmarkt-stimme.at daily voice: Vorsorge - warum die 3. Säule noch wichtiger als die 2. ist oder der Schaden durch die WP-KESt




 

Bildnachweis

1. Trading

Aktien auf dem Radar:AT&S, UBM, Bajaj Mobility AG, Lenzing, EVN, Polytec Group, Verbund, VIG, Wienerberger, DO&CO, Erste Group, Mayr-Melnhof, Fabasoft, Bawag, FACC, Porr, Österreichische Post, voestalpine, Wolford, SW Umwelttechnik, Rosenbauer, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Flughafen Wien, Amag, CA Immo, EuroTeleSites AG, CPI Europe AG, Kapsch TrafficCom, Semperit, Telekom Austria.


Random Partner

Bajaj Mobility AG (vormals Pierer Mobility AG)
Die Bajaj Mobility AG (vormals PIERER Mobility AG) ist die Holdinggesellschaft der KTM-Gruppe, einem der führenden Motorradhersteller Europas. Mit ihren Marken KTM, Husqvarna und GASGAS zählt die KTM AG zu den europäischen Premium-Motorradherstellern. Das Produktportfolio umfasst neben Motorrädern mit Verbrennungsmotor auch High-End-Komponenten (WP) sowie Fahrzeuge mit innovativen Elektroantrieben.

>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


 Latest Blogs

» Wertpapier-KESt und der darauffolgende Niedergang des österreichischen K...

» Warum Unternehmen an die Börse gehen, ohne Kapital aufzunehmen – Gregor ...

» Börse-Inputs auf Spotify zu Julia Kistner / Wolfgang Matejka

» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. AT&S, Semperit, KESt

» ATX knapp im Minus – doch der Total Return erzählt eine andere Geschicht...

» Österreich-Depots: Weekend Bilanz (Depot Kommentar)

» Börsegeschichte 24.4.: Grösste Indexumstellung ever, EVN (Börse Geschich...

» Wiener Börse Party #1142: ATX leicht schwächer (mit aber), AT&S sorgt fü...

» Nachlese: Frederic Esters Yes, Korinna Schumann, Markus Marterbauer, Pau...

» Wiener Börse zu Mittag leichter: AT&S, Frequentis und Palfinger gesucht


Useletter

Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

Newsletter abonnieren

Runplugged

Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

per Newsletter erhalten


Ausgewählte Jobs von PIR-Partnern


Meistgelesen
>> mehr





PIR-Zeichnungsprodukte
Newsflow
>> mehr

Börse Social Club Board
>> mehr
    BSN Vola-Event SAP
    #gabb #2088

    Featured Partner Video

    Börsepeople im Podcast S24/10: Erich Kocina

    Erich Kocina ist Chef vom Dienst der Tageszeitung Die Presse und Öffi-Auskenner. Mit ihm spreche ich auch über die Idee, dass ein Wiener-U-Bahn-Teil an die Wiener Börse gehen könnte (wild hergeleit...

    Books josefchladek.com

    Mark Mahaney
    Polar Night
    2019/2021
    Trespasser

    Olga Ignatovich
    In the Shadow of the Big Brother
    2025
    Arthur Bondar Collection WWII

    Daido Moriyama
    Ligh and Shadow (English Version
    2019
    Getsuyosha, bookshop M

    Lisette Model
    Lisette Model
    1979
    Aperture

    Anton Bruehl
    Mexico
    1933
    Delphic Studios


    20.03.2026, 2551 Zeichen

    Kartoffeln und Äpfel sind für Landwirte fast nur noch die Hälfte wert. Das zeigen neue Daten des Statistischen Bundesamtes. Doch im Supermarkt kommen die niedrigeren Erzeugerpreise bei weitem nicht voll an.

    Erzeuger leiden unter Preisverfall

    Die Zahlen sind drastisch: Im Vergleich zum Vorjahr liegen die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte insgesamt um 10,1 Prozent niedriger. Besonders hart trifft es die Kartoffelbauern. Sie erhalten aktuell fast 50 Prozent weniger für ihre Speisekartoffeln.

    Auch Obstbauern müssen massive Abschläge hinnehmen. Die Preise für Obst sanken um ein Viertel. Tafeläpfel verbilligten sich für die Erzeuger um 26,9 Prozent. Ein Lichtblick ist nur der Gemüsesektor – hier stiegen die Preise im Schnitt um 1,8 Prozent. Allerdings mit großen Unterschieden: Während Salat teurer wurde, brach der Preis für Kohlgemüse um 24 Prozent ein.

    Supermarkt-Kunden spüren kaum Entlastung

    Doch warum kommen diese Preisstürze nicht beim Verbraucher an? Verbraucherschützer kritisieren seit langem, dass Handelsketten Erzeuger-Rabatte oft nicht oder nur verzögert weitergeben. Gleichzeitig bleiben die Kosten in der Lieferkette hoch.

    Energie, Kühlung und Transport verteuern sich weiter. Geopolitische Spannungen treiben die Frachtkosten in die Höhe. Experten befürchten: Die logistischen Mehrkosten fressen die Entlastung bei den Erzeugern komplett auf. Für viele Haushalte bedeutet das weiterhin hohe Preise an der Kasse.

    Verbraucherschützer fordern Mehrwertsteuer-Streichung

    Als Antwort auf diese Schieflage werden politische Forderungen laut. Die Verbraucherzentrale Bremen verlangt eine radikale Entlastung. Agraringenieur Marcus Wewer und seine Kollegen fordern: Die Mehrwertsteuer auf gesunde Grundnahrungsmittel wie Obst, Gemüse und Hülsenfrüchte muss auf null Prozent sinken.

    Ziel ist es, gesunde Ernährung für alle Einkommensschichten bezahlbar zu halten. Der Staat müsse durch gezielte Eingriffe eine bezahlbare Versorgung sicherstellen, so die Aktivisten.

    Saisonales Frühgemüse bringt Hoffnung

    Kurzfristig könnte regionales Gemüse für etwas Entspannung sorgen. Mit Beginn der Freilandsaison in den kommenden Wochen erwarten Marktbeobachter mehr heimisches Angebot. Das dürfte die Preise für Salat, Radieschen und frühe Kohlsorten saisonal drücken.

    Langfristig bleibt die Lage aber angespannt. Solange Energie- und Transportkosten hoch sind, werden vor allem importierte Ware und Produkte aus dem Gewächshaus teuer bleiben. Die Empfehlung der Experten ist klar: Wer sparen will, sollte zu regionaler und saisonaler Ware greifen.


    (20.03.2026)

    BSN Podcasts
    Christian Drastil: Wiener Börse Plausch

    Kapitalmarkt-stimme.at daily voice: Vorsorge - warum die 3. Säule noch wichtiger als die 2. ist oder der Schaden durch die WP-KESt




     

    Bildnachweis

    1. Trading

    Aktien auf dem Radar:AT&S, UBM, Bajaj Mobility AG, Lenzing, EVN, Polytec Group, Verbund, VIG, Wienerberger, DO&CO, Erste Group, Mayr-Melnhof, Fabasoft, Bawag, FACC, Porr, Österreichische Post, voestalpine, Wolford, SW Umwelttechnik, Rosenbauer, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Flughafen Wien, Amag, CA Immo, EuroTeleSites AG, CPI Europe AG, Kapsch TrafficCom, Semperit, Telekom Austria.


    Random Partner

    Bajaj Mobility AG (vormals Pierer Mobility AG)
    Die Bajaj Mobility AG (vormals PIERER Mobility AG) ist die Holdinggesellschaft der KTM-Gruppe, einem der führenden Motorradhersteller Europas. Mit ihren Marken KTM, Husqvarna und GASGAS zählt die KTM AG zu den europäischen Premium-Motorradherstellern. Das Produktportfolio umfasst neben Motorrädern mit Verbrennungsmotor auch High-End-Komponenten (WP) sowie Fahrzeuge mit innovativen Elektroantrieben.

    >> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner


     Latest Blogs

    » Wertpapier-KESt und der darauffolgende Niedergang des österreichischen K...

    » Warum Unternehmen an die Börse gehen, ohne Kapital aufzunehmen – Gregor ...

    » Börse-Inputs auf Spotify zu Julia Kistner / Wolfgang Matejka

    » Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. AT&S, Semperit, KESt

    » ATX knapp im Minus – doch der Total Return erzählt eine andere Geschicht...

    » Österreich-Depots: Weekend Bilanz (Depot Kommentar)

    » Börsegeschichte 24.4.: Grösste Indexumstellung ever, EVN (Börse Geschich...

    » Wiener Börse Party #1142: ATX leicht schwächer (mit aber), AT&S sorgt fü...

    » Nachlese: Frederic Esters Yes, Korinna Schumann, Markus Marterbauer, Pau...

    » Wiener Börse zu Mittag leichter: AT&S, Frequentis und Palfinger gesucht


    Useletter

    Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab. Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.

    Newsletter abonnieren

    Runplugged

    Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
    (kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)

    per Newsletter erhalten


    Ausgewählte Jobs von PIR-Partnern


    Meistgelesen
    >> mehr





    PIR-Zeichnungsprodukte
    Newsflow
    >> mehr

    Börse Social Club Board
    >> mehr
      BSN Vola-Event SAP
      #gabb #2088

      Featured Partner Video

      Börsepeople im Podcast S24/10: Erich Kocina

      Erich Kocina ist Chef vom Dienst der Tageszeitung Die Presse und Öffi-Auskenner. Mit ihm spreche ich auch über die Idee, dass ein Wiener-U-Bahn-Teil an die Wiener Börse gehen könnte (wild hergeleit...

      Books josefchladek.com

      Daido Moriyama
      Farewell Photography (English Version
      2018
      Getsuyosha, bookshop M

      Stephen Gill
      The Pillar
      2019
      Nobody

      Ryuji Miyamoto
      Kobe 1995 After the Earthquake
      1995
      Telescope

      Gerhard Puhlmann
      Die Stalinallee
      1953
      Verlag der Nation

      Joan van der Keuken
      Achter Glas
      1957
      C. de Boer jr.