21.03.2026, 4102 Zeichen
Nur noch 45 Prozent der Arbeitnehmer halten mentale Gesundheit am Arbeitsplatz für wichtig. Das zeigt das aktuelle Randstad Arbeitsbarometer. Gleichzeitig belegen neue Studien, dass die Ursachen für Burnout vor allem strukturell sind. Die Kombination aus wirtschaftlicher Angst und systemischem Druck stellt die Prävention vor ein Paradox.
Jobsicherheit verdrängt Gesundheitsfürsorge
Anzeige
Stress und Zeitdruck am Arbeitsplatz führen oft dazu, dass die eigene Erholung auf der Strecke bleibt. Dieser kostenlose Guide zeigt Ihnen 5 Sofortmaßnahmen, mit denen Sie trotz hoher Anforderungen Ihre Work-Life-Balance wahren. Kostenloses E-Book: Stressfrei produktiv herunterladen
Für 71 Prozent der Beschäftigten hat die Jobsicherheit aktuell oberste Priorität. Die Sorge um den Arbeitsplatz lässt die Bedeutung der mentalen Gesundheit in den Hintergrund treten. Im Jahr 2024 sahen noch 85 Prozent der Befragten die Unterstützung durch den Arbeitgeber als wichtig an – heute sind es nur noch 45 Prozent.
Die Angst hat konkrete Folgen: Fast die Hälfte der Arbeitnehmer scheut sich, Probleme offen anzusprechen. Sie fürchten negative Konsequenzen. Dabei bleibt Überlastung ein Fluchtgrund. 36 Prozent haben bereits wegen einer toxischen Atmosphäre gekündigt. Das Problem wird also nicht kleiner, sondern nur stiller.
Studie belegt: Burnout ist kein Einzelschicksal
Eine Großstudie des Children's Hospital of Philadelphia mit über 19.000 Medizinern unterstreicht die strukturellen Ursachen. 42 Prozent der befragten Frauen und 33 Prozent der Männer erfüllen die Burnout-Kriterien. Die Studienautoren um Miriam Stewart betonen: Die Diskrepanz liegt nicht an der individuellen Belastbarkeit.
Vielmehr sind es die Arbeitsbedingungen und die Doppelbelastung durch Beruf und Privatleben, die das Risiko in die Höhe treiben. Effektive Prävention muss daher systemische Barrieren abbauen. Die Forderung: Arbeitsmodelle schaffen, die Beruf und Familie vereinbaren – ohne Abstriche bei der Leistung.
KI erhöht Druck statt ihn zu senken
Technologie verschärft das Problem oft noch. Eine Studie der University of California, Berkeley zeigt: Künstliche Intelligenz kann das Burnout-Risiko signifikant erhöhen. KI verdichtet Aufgaben, Routinearbeiten fallen weg. Der Druck auf Dauerleistung steigt, natürliche Pausen entfallen.
Anzeige
Wenn Aufgabenverdichtung und hoher Leistungsdruck den Arbeitstag bestimmen, helfen erprobte Zeitmanagement-Methoden, den Fokus zu behalten. Entdecken Sie in diesem Gratis-E-Book Techniken wie Pomodoro oder das Eisenhower-Prinzip für effizientes Arbeiten ohne Hektik. 7 Methoden für effektives Zeitmanagement jetzt sichern
Forscherinnen Aruna Ranganathan und Xingqi Maggie Ye warnen vor den Folgen. Ohne klare Nutzungsregeln und bewusste Steuerung drohen Qualitätseinbußen und systematische Erschöpfung. Burnout-Prävention im Digitalzeitalter braucht also auch ein striktes Erwartungsmanagement.
Unternehmen in der Pflicht – doch wer fühlt sich zuständig?
Die Hälfte der Arbeitnehmer sieht die Verantwortung für die eigene mentale Gesundheit bei sich selbst. Nur 13 Prozent halten den Arbeitgeber für hauptverantwortlich. Dennoch reagiert die Wirtschaft: 37 Prozent der Unternehmen haben bereits gezielte Maßnahmen implementiert.
Personalexpertin Verena Menne von Randstad fordert ein proaktives Vorgehen. Entscheidend seien eine offene Kommunikationskultur ohne Angst vor Repressalien, flexible Arbeitszeiten und realistische Erwartungen der Führungskräfte. Niedrigschwellige Hilfsangebote wie anonyme Beratung sollen Hemmschwellen abbauen.
Gefahr der verdeckten Überlastung
Die aktuellen Daten offenbaren einen gefährlichen Trend. Die Belastungsfaktoren bleiben hoch, doch die Bereitschaft, sie anzusprechen, sinkt. Analysten warnen vor den langfristigen Folgen: Wenn Warnsignale aus Angst ignoriert werden, steigt das Risiko für schwere klinische Burnout-Erkrankungen.
Herkömmliche Wellness-Angebote laufen oft ins Leere. Sie packen die strukturellen Probleme nicht an, die den Burnout-Zyklus antreiben. Die hohe Fluktuation wegen toxischer Arbeitsumfelder zeigt: Oberflächliche Maßnahmen reichen nicht.
Wiener Börse Party #1139: ATX legt zu, AT&S kann auf die unglaubliche Zahl 4 kommen, Bawag auf den Spuren der Erste Group
Bildnachweis
1.
Trading
Aktien auf dem Radar:AT&S, Flughafen Wien, Bajaj Mobility AG, Kapsch TrafficCom, Polytec Group, EuroTeleSites AG, CPI Europe AG, Fabasoft, Hutter & Schrantz, Rath AG, Zumtobel, Semperit, Rosenbauer, BKS Bank Stamm, SW Umwelttechnik, Oberbank AG Stamm, Amag, CA Immo, EVN, Österreichische Post, Telekom Austria.
Random Partner
Vienna International Airport
Die Flughafen Wien AG positioniert sich durch die geografische Lage im Zentrum Europas als eine der wichtigsten Drehscheiben zu den florierenden Destinationen Mittel- und Osteuropas. Der Flughafen Wien war 2016 Ausgangs- oder Endpunkt für über 23 Millionen Passagiere.
>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» Österreich-Depots: Unverändert (Depot Kommentar)
» Börsegeschichte 21.4.: S Immo (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)
» Nachlese: Bettina Schragl (audio cd.at)
» PIR-News: Bawag-Zahlen, Research zu Semperit, Agrana, RBI, Erste Group (...
» ATX legt nach Rekord wieder zu – AT&S dominiert das Parkett, Bawag auf E...
» Wiener Börse Party #1139: ATX legt zu, AT&S kann auf die unglaubliche Za...
» Wiener Börse zu Mittag fester: AT&S, FACC und Palfinger gesucht
» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. Running Gag CIRA, BNP Paribas, AT&S, Ve...
» Börse-Inputs auf Spotify zu u.a. D&D, Martina Pokorny, Klemens Eiter
» ATX-Trends: RBI, Semperit, AT&S, Verbund ...
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- Telekom Austria - Umsatz und Ergebnis dank Wachst...
- Wiener Börse Nebenwerte-Blick: Rath am besten
- Wiener Börse: ATX gibt am Dienstag 0,24 Prozent ab
- Neues Vorstandsmitglied bei der Wiener Privatbank
- Wie Rath AG, Fabasoft, Zumtobel, Marinomed Biotec...
- Wie Erste Group, DO&CO, Bawag, VIG, Porr und OMV ...
Featured Partner Video
Börsepeople im Podcast S24/16: Andreas Wölfl
Andreas Wölfl ist mit iMaps ein Big Player bei Actively Managed Certificates. Nach Abschluss seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre an der WU Wien begann er im Jahr 2000 seine Karriere bei de...
Books josefchladek.com
Matteo Girola
Viewfinders
2025
Studiofaganel
Yasuhiro Ishimoto
Someday Somewhere (Aru hi aru tokoro, 石元泰博 ある日ある所)
1958
Geibi Shuppan
Mark Mahaney
Polar Night
2019/2021
Trespasser
