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XRP: Fundamentalfortschritt trifft ETF-Flaute ( Finanztrends)

26.03.2026, 3356 Zeichen

Ripple testet seinen Stablecoin RLUSD in einem regulierten Sandbox-Programm der Monetary Authority of Singapore — ein konkreter Schritt in die institutionelle Handelsfinanzierung. Zeitgleich verzeichnen US-Spot-ETFs auf XRP erstmals monatliche Nettoabflüsse. Das Bild, das sich daraus ergibt, ist widersprüchlich.

Singapur als Testfeld für echte Handelsströme

Im Rahmen des BLOOM-Programms der MAS erprobt Ripple gemeinsam mit dem Fintech-Unternehmen Unloq, wie Handelsfinanzierungen über den XRP Ledger abgewickelt werden können. Der Ansatz ersetzt klassische Kreditbriefe und manuelle Dokumentenprozesse durch Smart Contracts: Sobald eine Lieferung bestätigt wird — etwa durch eine API einer Zollbehörde — löst das System automatisch eine RLUSD-Zahlung aus.

Der Zielmarkt ist erheblich: Die globale Handelsfinanzierung hat ein Volumen von neun Billionen US-Dollar. Für kleinere Unternehmen, die bislang wegen des Dokumentationsaufwands keinen Zugang zu Handelsfinanzierungen hatten, könnte das Modell besonders relevant sein.

Dass die MAS Ripple in das Programm aufgenommen hat, ist ein Signal: RLUSD und der XRP Ledger gelten der Behörde als glaubwürdig genug für beaufsichtigte Experimente mit echten Handelsströmen. Allerdings tritt Ripple innerhalb von BLOOM direkt gegen Circle und dessen USDC an — einem Gründungsmitglied des Programms.

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Standard Chartered hat sein XRP-Kursziel für 2026 inzwischen von 8 auf 2,80 US-Dollar gesenkt — ein Rückgang um 65 Prozent. Analyst Geoffrey Kendrick beschrieb das aktuelle Umfeld als anfällig für Kapitulation. Die Langfristprojektion von 28 US-Dollar für 2030 ließ die Bank unverändert.

Der Kurs notiert aktuell rund 34 Prozent unterhalb seines 200-Tage-Durchschnitts, was die anhaltende Schwäche gegenüber den Höchstständen des vergangenen Jahres unterstreicht.

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Entscheidend für eine mögliche Neubewertung von XRP bleibt laut Analysten der Digital Asset Market CLARITY Act. Das Gesetz passierte das US-Repräsentantenhaus mit 294 zu 134 Stimmen — im Senat liegt es jedoch vorerst auf Eis. Solange das Gesetz dort feststeckt, fehlt der regulatorische Rahmen, der institutionelles Kapital in größerem Umfang zurückbringen könnte.

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