23.03.2026, 3219 Zeichen
Nach dem stärksten Eintages-Einbruch seit 1980 sucht Silber nach Stabilität. Am Montagmorgen notierte das Metall bei rund 69,39 Dollar je Feinunze — ein leichtes Plus gegenüber dem Vortag, aber noch immer weit entfernt vom Allzeithoch von 121,64 Dollar, das Ende Januar 2026 erreicht wurde. Der Absturz war historisch.
Drei Wochen Verluste, ein Kurserholungsversuch
Seit den US-israelischen Angriffen auf den Iran verlor Silber drei Wochen in Folge an Wert — insgesamt mehr als 20 % über sieben Handelstage. Allein in der vergangenen Woche fiel der Spotpreis um knapp 5 % auf rund 67,91 Dollar. Auslöser war die FOMC-Entscheidung, die Zinsen stabil zu halten und gleichzeitig den Inflationsausblick anzuheben. Die Botschaft der Fed: keine Eile bei Zinssenkungen.
Das hat direkte Konsequenzen für Edelmetalle. Händler preisen mittlerweile eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit für eine Fed-Zinserhöhung bis Oktober ein. EZB und Bank of England sollen dem Markt zufolge in diesem Jahr jeweils mindestens zweimal die Zinsen erhöhen. Zinssenkungshoffnungen für die Fed wurden auf 2027 verschoben — ein Umfeld, das zinslose Anlagen wie Silber strukturell benachteiligt.
Makro schlägt Fundamentaldaten
Silber verhält sich derzeit weniger als Krisenabsicherung denn als hochsensitives Makro-Instrument. Hedge-Fonds und CTAs bauen ihre Positionen in Edelmetallen weiter ab. Der erstarkende Dollar und steigende US-Anleiherenditen verstärken den Druck. Hinzu kommen Liquidationen, bei denen Investoren Edelmetallpositionen auflösen, um Verluste in anderen Bereichen zu decken.
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Dabei bleiben die strukturellen Fundamentaldaten des Silbermarkts intakt. Das Metall befindet sich im fünften aufeinanderfolgenden Defizitjahr — der kumulierte Angebotsfehlbetrag zwischen 2021 und 2026 beläuft sich auf 820 Millionen Unzen. Industrielle Anwendungen, allen voran die Solarzellenproduktion mit einem jährlichen Verbrauch von rund 230 Millionen Unzen, stützen die Nachfrage strukturell. Das Angebot reagiert auf Preissignale kaum, da Silber überwiegend als Nebenprodukt anderer Metalle gefördert wird.
J.P. Morgan sieht 81 Dollar als Jahresdurchschnitt
Für die laufende Handelswoche dürften höhere Ölpreise infolge von Schifffahrtsstörungen in der Straße von Hormuz die Inflationserwartungen oben halten — und damit den Zinsdruck auf Edelmetalle aufrechterhalten. J.P. Morgan prognostiziert für 2026 einen Silber-Jahresdurchschnittspreis von rund 81 Dollar und verweist auf die starke Industrienachfrage sowie anhaltende Angebotsengpässe als strukturelle Stützen. Bei kräftigen Investitionszuflüssen hält die Bank auch ein Überschreiten dieses Niveaus für möglich — doch dafür müsste sich das makroökonomische Bild zunächst aufhellen.
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