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DAX: Eskalation trifft den Markt ( Finanztrends)

23.03.2026, 2713 Zeichen

Das Ultimatum sitzt wie eine Bombe unter den Märkten. Trumps 48-Stunden-Frist an den Iran, die Straße von Hormus zu öffnen, hat die Stimmung an der Frankfurter Börse zum Wochenstart regelrecht zerrissen — der DAX eröffnet mit einem Minus von knapp zwei Prozent unter der 22.000-Punkte-Marke.

Wenn Öl die Schlagader der Weltwirtschaft verstopft

Teheran hat auf das Ultimatum mit Gegendrohen reagiert und seinerseits die vollständige Sperrung der Meerenge in Aussicht gestellt. Brent-Öl notiert bereits bei rund 113 Dollar pro Barrel — hartnäckig hoch, nachdem es vor zwei Wochen kurzzeitig fast 120 Dollar erreicht hatte. Dieser Ölpreis wirkt wie ein stiller Bremsklotz für die Weltwirtschaft.

Besonders beunruhigend ist dabei nicht allein der Rückgang an den Aktienmärkten. Aktien, Anleihen und selbst Gold fallen gleichzeitig — kein Kapital rotiert in sichere Häfen, es wird schlicht abgezogen. Portfoliomanager sprechen von einer Panik, die sich langsam, aber nachhaltig in die Kurse frisst. Nicht ein einzelnes Ereignis treibt die Unsicherheit, sondern die schiere Dauer und Unberechenbarkeit des Konflikts.

Technisches Bild gibt wenig Anlass zur Hoffnung

Charttechnisch hat der DAX seit Ende Februar eine klare Abwärtstrendstruktur etabliert. Fallende Hochs am 27. Februar, 5., 10. und 18. März sprechen eine deutliche Sprache. Vom letzten lokalen Hoch bei 23.957 Punkten am 18. März fiel der Index innerhalb von nur drei Handelstagen bis auf 22.382 Punkte — ein Verlust von über 1.500 Punkten.

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Eine kurzfristige Erholungsbewegung bleibt möglich, solange der Index im überverkauften Bereich notiert. Doch als echte Trendwende würde sie erst gelten, wenn der DAX die Marke von 23.447 Punkten nachhaltig zurückerobert — davon ist er derzeit weit entfernt.

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(23.03.2026)

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