22.03.2026, 3053 Zeichen
Mit dem Schlusskurs von 36,30 Euro markierte die Porsche-Vorzugsaktie am Freitag ein neues 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn summiert sich das Minus auf über 23 Prozent — Ausdruck einer Transformation, die das Unternehmen gerade mit schmerzhaften Zahlen bezahlt.
Gewinneinbruch durch Sonderbelastungen
Das Geschäftsjahr 2025 offenbart das Ausmaß des Umbaus. Der Konzernumsatz sank von 40,08 auf 36,27 Milliarden Euro. Noch drastischer fiel das operative Ergebnis: von 5,64 Milliarden auf nur noch 413 Millionen Euro.
Verantwortlich dafür waren außerordentliche Aufwendungen von rund 3,9 Milliarden Euro — aufgeteilt auf die strategische Neuausrichtung der Produktstrategie (ca. 2,4 Milliarden), batteriebedingte Aktivitäten (rund 700 Millionen) sowie US-Zölle (weitere 700 Millionen). Der automobile operative Gewinn brach dadurch um 98 Prozent ein, von 5,3 Milliarden auf lediglich 90 Millionen Euro.
Trotz alledem schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung eine Dividende von 1,01 Euro je Vorzugsaktie vor. CFO Jochen Breckner räumte ein, dass auch 2026 einmalige Ergebniseffekte in hoher dreistelliger Millionenhöhe anfallen werden.
Rückzug in China, Expansion nach oben
Besonders auffällig ist die Neuausrichtung in China. Porsche halbiert sein dortiges Händlernetz bis Ende 2026 von 150 auf rund 80 Standorte — eine Reaktion auf ein Auslieferungsminus von 26 Prozent im vergangenen Jahr. Parallel werden ab März rund 200 eigene Ladestationen schrittweise abgebaut. Das Kalkül: weniger Volumen, höhere Preisdisziplin.
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Gleichzeitig richtet CEO Michael Leiters den Blick nach oben. Unter seiner „Strategy 2035" soll Porsche in Segmenten oberhalb des 911 wachsen, die Führungsstruktur flacher werden und die Kosten in allen Bereichen sinken. Bis Ende 2026 kommen der 718 und der Cayenne als neue Verbrenner- und Plug-in-Hybrid-Varianten ins Portfolio.
Q1-Zahlen als nächster Prüfstein
Ob der angestrebte Umsatzkorridor von 35 bis 36 Milliarden Euro und eine operative Marge von 5,5 bis 7,5 Prozent für 2026 erreichbar sind, zeigt sich erstmals am 29. April, wenn Porsche seine Q1-Zahlen präsentiert.
Analysten von Kepler Cheuvreux sehen Anzeichen dafür, dass der Ertragszyklus seinen Tiefpunkt möglicherweise bereits durchschritten hat. Ein Indiz: Der Automotive-Netto-Cashflow stieg trotz des Gewinneinbruchs — der operative Kern scheint stabiler zu sein, als die Gewinn- und Verlustrechnung zunächst vermuten lässt. Entscheidend wird sein, ob Leiters am 29. April einen glaubwürdigen Pfad zurück in den zweistelligen Margenbereich skizzieren kann.
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