19.03.2026, 2547 Zeichen
Mit dem Nexis-System bringt SolarEdge eine grundlegend überarbeitete Heimlösung auf den deutschen Markt — und signalisiert damit, dass der angeschlagene Wechselrichter-Spezialist noch nicht aufgegeben hat. Genau in dem Segment, das zuletzt unter starkem Margendruck stand, setzt das Unternehmen jetzt auf technologische Differenzierung.
Modularer Aufbau als Kernangebot
Das Herzstück des neuen Systems ist ein Drei-Phasen-Wechselrichter mit bis zu 20 Kilowatt Leistung — rund doppelt so viel wie frühere Modelle bei deutlich kleinerem Gehäuse. Möglich macht das der Einsatz von Siliziumkarbid-Schaltern, die Gewicht und Größe pro Kilowatt deutlich reduzieren. Ein weiterer Vorteil für Installateure: Integrierter DC-Überspannungsschutz und eine eingebaute Antenne entfallen als separate Komponenten, wodurch die Inbetriebnahme von mehreren Stunden auf unter 30 Minuten sinkt.
Der Speicher folgt einem Baukasten-Prinzip, das an Lego erinnert: Einzelne Blöcke mit je 4,9 kWh lassen sich ohne Verkabelung einrasten und zu Stacks mit je 19,6 kWh kombinieren. Pro Wechselrichter sind bis zu vier solcher Stacks möglich — theoretisch also knapp 78,4 kWh Gesamtkapazität. Allerdings: Die volle Kapazität soll erst im dritten Quartal 2026 verfügbar sein. Aktuell enthält das Angebot lediglich einen einzigen Stack.
Strategisch wichtiger Zeitpunkt
Deutschland ist kein zufälliger Startmarkt. Hierzulande wächst der Trend zu größeren Dachflächen und steigendem Eigenverbrauch, was größere Speicherkapazitäten attraktiver macht — und das Nexis-System direkt in den Sweet Spot dieses Segments rückt.
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Wiener Börse Party #1138: ATX korrigiert, das gilt nicht für die AT&S, Verbund-Position aufgestockt
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