08.03.2026, 3443 Zeichen
Die Moderatorin Sonya Kraus muss die Tanzshow bereits nach der ersten regulären Live-Show verlassen. Trotz einer besseren Jury-Wertung als eine Konkurrentin rettete sie das Publikumsvoting nicht. Ihr Traum von der Teilnahme endet nach nur einem Auftritt.
Der verhängnisvolle Charleston
Für ihren ersten Tanz bekam Kraus mit Profi Valentin Lusin einen Charleston. Dieser schnelle Stil mit vielen Sprüngen forderte der 52-Jährigen alles ab. Sie zeigte vollen Einsatz, doch genau ihr Übereifer wurde zum Problem.
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Die Jury um Joachim Llambi kritisierte, dass Kraus den Takt verlor und die Bewegungen zu hastig ausführte. Die Fußarbeit fehlte an Präzision. Am Ende gab es nur elf Punkte – das reichte für einen Platz im unteren Tabellendrittel.
Das Publikum entscheidet anders
Doch ein schwaches Jury-Urteil bedeutet bei „Let’s Dance“ nicht automatisch das Aus. Die Zuschauerstimmen zählen fünfzig Prozent mit. Influencerin Vanessa Borck hatte mit acht Punkten sogar das schlechteste Jury-Ergebnis.
Dennoch war es am Ende Borck, deren Fans sie weiterwählten. Für Kraus und Lusin war das Turnier vorbei. Die Moderatorin nahm die Niederlage gefasst auf. Tanzpartner Lusin zeigte sich dagegen emotional und lobte die „großartige Persönlichkeit“ seiner Partnerin.
Ein lang gehegter Traum platzt
Für Sonya Kraus war die Teilnahme ein Herzensprojekt. Rund zwanzig Jahre hatte sie darauf gewartet. Familiäre Verpflichtungen und vor allem eine überstandene Brustkrebserkrankung vor vier Jahren hatten sie bisher aufgehalten.
Die Show sollte ein Symbol ihrer zurückgewonnenen Fitness sein. Dass dieses Comeback nun so abrupt endet, verleiht dem Ausscheiden eine besondere Tragik. Allein die Teilnahme beweist aber ihre enorme mentale und körperliche Stärke.
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Beliebtheit schlägt Leistung?
Das frühe Aus von Kraus wirft ein Schlaglicht auf die Macht der Fangemeinden. Eine bessere Tanzleistung reichte nicht gegen eine starke Online-Community. Muss künftig jeder Kandidat parallel zum Training auch seine Fans mobilisieren?
Gleichzeitig zeigt die erste Show ein hohes sportliches Niveau an der Spitze. Entertainer Ross Antony holte mit einem sauberen Charleston 25 Punkte. Die Schere zwischen Tanzsport und Beliebtheitswettbewerb scheint in dieser Staffel besonders groß.
Was kommt jetzt?
Für die ausgeschiedene Sonya Kraus steht jetzt Erholung an. Die verbleibenden 13 Prominenten müssen sich auf härtere Wochen einstellen. Die Choreografien werden komplexer, die körperliche Belastung steigt.
Besonders die Geretteten stehen unter Druck, ihre tanztechnischen Defizite schnell auszubügeln. Die Jury wird die Maßstäbe wohl weiter verschärfen. Die Grenzen der Leistungsfähigkeit werden Woche für Woche neu ausgetestet.
Börsepeople im Podcast S24/03: Ruth Jedliczka
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