12.03.2026, 3305 Zeichen
Die Vienna Insurance Group (VIG) hat das Prämienvolumen im abgelaufenen Jahr um 7,1 Prozent auf 16,3 Mrd. Euro steigern können. Das Prämienwachstum kommt aus allen Segmenten und Sparten, so der Konzern. Das Ergebnis vor Steuern liegt um 31,7 Prozent höher und übersteigt mit 1.161,3 Mio. Euro zum ersten Mal die Milliarden-Schwelle. Das Nettoergebnis nach Steuern und nicht beherrschender Anteile konnte um 33,3 Prozent auf 834,9 Mio. Euro verbessert werden. Für das Geschäftsjahr 2025 soll eine Erhöhung der Dividende um 12 Prozent von 1,55 Euro auf 1,73 Euro pro Aktie vorgeschlagen werden. CEO Hartwig Löger: „Die VIG erzielte 2025 ein herausragendes Konzernergebnis, welches wieder aus dem starken Wachstum und der hohen Profitabilität aller Länder resultiert. Die geplante Übernahme der Nürnberger wird die Ergebnissteigerung der VIG weiter vorantreiben und unsere starke Diversifikation ausbauen.“ Die vorläufige Solvenzquote der Gruppe zum 31. Dezember 2025 beträgt 296 Prozent. Sowohl die Kosten- als auch die Schadenquote konnte 2025 verbessert werden und führt auch dank des Ausbleibens von markanten Unwetterschäden im Vergleich zum Vorjahr zu einer verbesserten Netto Combined Ratio von 90,1 Prozent (2024: 93,4 Prozent). Liane Hirner, VIG-Finanz- und Risikovorständin zum Ausblick für die Gruppe: „Wir sind auch weiterhin gut auf die volatilen geopolitischen und makroökonomischen Rahmenbedingungen vorbereitet. Vor dem Hintergrund der hohen Resilienz und Diversifikation unserer Gruppe hat das Management der VIG die Ambition, für das Geschäftsjahr 2026 ohne Berücksichtigung der geplanten Nürnberger-Übernahme ein Ergebnis vor Steuern innerhalb einer Bandbreite von 1,25 bis 1,3 Mrd. Euro zu erzielen.“
Besonders gut entwickelt haben sich 2025 laut VIG die Segmente Polen (+10,7 Prozent), Erweiterte CEE (+9,2 Prozent), die Tschechische Republik (+8,2 Prozent) und Österreich (+4,6 Prozent). Von den Ländern im Segment CEE zeigen insbesondere Kroatien (+12,9 Prozent), Rumänien (+9,3 Prozent), Ungarn (+8,4 Prozent), das Baltikum (+7,8 Prozent) und die Slowakei (+7,4 Prozent) laut VIG eine dynamische Prämienentwicklung, im Segment Spezialmärkte ist es vor allem die Türkei (+5,8 Prozent). In der Spartenbetrachtung entfällt der höchste prozentuelle Zuwachs auf die Krankenversicherung (+11,4 Prozent), gefolgt von der Lebensversicherung (+8,9 Prozent) und der Kfz- Haftpflichtversicherung (+7,6 Prozent). Auch die Steigerung der versicherungstechnischen Erträge resultiert aus allen Sparten. Die Krankenversicherung ist mit 15,5 Prozent am stärksten gewachsen, gefolgt von der Lebensversicherung mit 12,5 Prozent, der Kfz-Haftpflichtversicherung mit 10,4 Prozent, der Kfz-Kaskoversicherung mit 7,3 Prozent und der Sonstigen Sachversicherung mit 4,6 Prozent.
Im abgelaufenen Jahr wurde auch die neue Gruppenstrategie „evolve28“ für die folgenden drei Jahre erarbeitet, die den Wachstumskurs der VIG fortschreibt. Die Strategie sieht ein Wachstum der verrechneten Prämien bis 2028 auf mindestens 20,0 Mrd. Euro vor, und ein Ergebnis vor Steuern 2028 von mindestens 1,5 Mrd. Euro. Die Combined Ratio netto 2028 soll bei höchstens 91 Prozent liegen, der Operative Return on Equity 2028 bei mindestens 17 Prozent und die Solvenzquote 2028 bei 150 Prozent bis 200 Prozent (Zahlen ohne Nürnberger).
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